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News, 18.03.2011
HR-Studie
Personalbeschaffung avanciert zum Thema Nr. 1
Der Wettbewerb um qualifizierte Mitarbeiter dürfte sich 2011 erheblich verschärfen: Nach einer aktuellen HR-Studie hat sich der Anteil der Unternehmen in Deutschland, die ihre Belegschaft auszuweiten planen, im Vergleich zum Vorjahr gut doppelt.
Den Bedeutungszuwachs des Themas Personalbeschaffung zeigt auch der aktuelle Monster Employment Index, demnach der Online-Stellenmarkt im Februar auf Jahressicht um 37,1 Prozent gewachsen ist.
Den Bedeutungszuwachs des Themas Personalbeschaffung zeigt auch der aktuelle Monster Employment Index, demnach der Online-Stellenmarkt im Februar auf Jahressicht um 37,1 Prozent gewachsen ist.
Die anhaltend gute Konjunktur in Deutschland hat das Thema Personalbeschaffung bei vielen Arbeitgebern ganz oben auf die Agenda gerückt: Während im Vorjahr lediglich ein Viertel der Unternehmen hierzulande neue Mitarbeiter einzustellen plante, hat dies in diesem Jahr mehr als die Hälfte aller deutschen Firmen vor. Das geht aus dem aktuellen Kienbaum HR-Klima Index 2011 hervor. Grund hierfür ist die gute Geschäftsentwicklung vieler Firmen, die einen Ausbau der Belegschaft nicht nur möglich, sondern teils auch zwingend nötig macht. So erwarten der Studie zufolge drei Viertel der befragten Unternehmen im laufenden Jahr steigende Umsätze und immerhin zwei Drittel auch einen Anstieg ihrer Profitabilität.

„ Die Personaler setzen ihre Prioritäten neu, um die personellen Ressourcen  für den Erfolg ihres Unternehmens zu sichern“, so Paul Kötter, Partner bei Kienbaum und Gesamtverantwortlicher der Studie. In diesem Kontext neben dem Recruiting bei Personalentscheidern ganz oben auf der Agenda: der Ausbau der Führungs- und Managementqualität, gefolgt vom Thema Employer Branding respektive Maßnahmen zur Steigerung der Arbeitgeberattraktivität und dem Talent Management. In der Finanzbranche stellt sich die Prioritätenliste dagegen etwas anders dar. Hier stehen die Themen Vergütung und Anreizstrukturen sowie das Change Management an erster Stelle, während die Personalbeschaffung und das Talent Management nur einen untergeordneten Stellenwert genießen. „Die Finanzbranche hat die Folgen der Krise noch nicht vollständig verarbeitet und richtet ihre Personalarbeit deshalb anders aus als die übrige deutsche Wirtschaft“, erläutert Kötter.

Budgets hinken steigenden Anforderungen hinterher

Während sich die Personalabteilungen angesichts des sich verschärfende Fachkräftemangels bei gleichzeitig steigendem Personalbedarf, angefangen von der Personalbeschaffung, über die Personalentwicklung bis hin zum Thema Mitarbeiterbindung, mit stetig steigenden Anforderungen konfrontiert sehen, werden die Budgets dem nicht gerecht. So rechnet zwar die Mehrheit der befragten Personaler in diesem Jahr mit einer Erhöhung ihrer finanziellen Mittel und Ressourcen. Vergleicht man diese allerdings mit den stark steigenden Beschäftigungszahlen, fallen die Budgetaufstockungen laut Kienbaum deutlich hinter dem Bedarf zurück. Wie die Managementberatung jedoch hierzu weiter ausführt,  ist diese Entwicklung alles andere als neu, demnach sich die Budgets der Personalabteilungen seit Beginn des HR-Klima Index im Jahr 2006 durchweg geringer entwickelten als Umsatz und Beschäftigung der Unternehmen. „Diese zunehmend knappen Ressourcen könnten ein Grund dafür sein, warum die Wahrnehmung der Personalbereiche als HR-Business Partner sich in den vergangenen Jahren eher verschlechtert als verbessert hat. Auch die Präsenz von HR in strategischen Projekten und Initiativen der Unternehmen stagniert oder verschlechtert sich sogar“, so Kötter.

Vor dem Hintergrund der Ergebnisse lege die Studie Kienbaum zufolge den Schluss nahe, dass viele Personalbereiche in ihrer Leistungsfähigkeit gefährdet seien. Angesichts der Tatsache, dass der Faktor Personal, exzellente Personalarbeit vorausgesetzt, in vielen Branchen zu einem wichtigen strategischen Wettbewerbsvorteil entwickelt werden könne, gilt es für Kötter hier den Kurs zu korrigieren. „Personalarbeit muss seitens der Unternehmen stärker als strategische Investition begriffen werden“, mahnt Kötter.
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