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HCI Shipping Select 28: Droht Totalverlust für die Anleger?

Anlegern des Schiffsfonds HCI Shipping Select 28 droht möglicher Weise der Totalverlust ihrer Anlage. Da viele von ihnen über Risken und kickback-Zahlungen falsch beraten wurden, haben sie gute Chancen auf Schadenersatz
(PM) Heidelberg, 12.09.2011 - Die schlechten Nachrichten für die Anleger des Schiffsfonds HCI Shipping Select 28, die insgesamt rund 39 Mio. € investiert haben, reißen nicht ab. "Inzwischen sieht die Situation so aus, dass die Anleger mit hohen Verlusten rechnen müssen", stellt der Anlegeranwalt Mathias Nittel fest.

Bei der HCI Shipping Select 28 handelt es sich um einen Dachfonds, der in sechs verschiedene Schiffe investiert: Die Hellespont Trustful, die Hellespont Commander, die Hellespont Crusader, die PAVIAN, die Beluga Facility und die Beluga Frequency.

Geplatzte Platzierungsgarantie

Die HCI Capital AG hatte für den Fonds HCI Shipping Select 28 ursprünglich mit einem Anleger-Kommanditkapital von 69,4 Mio. € geplant. Tatsächlich gelang es ihr aber nur rund 39 Mio. € von Anlegern einzusammeln. Die seitens der HCI Capital AG gegebene Platzierungsgarantien wurden bislang nicht eingehalten, da die HCI Capital AG, wie das Magazin Capital berichtet, selbst in finanzielle Not geraten sein soll.

Kreditkündigung

Nun hat die zur Commerzbank-Gruppe gehörende Deutsche Schiffsbank einen Teil ihres gewährten Darlehens zur Rückzahlung fällig gestellt. Mangels ausreichenden Eigenkapitals muss der Fonds zur Vermeidung einer drohenden Insolvenz nun den Rohöltanker "Hellespont Trust" weit unter Einstandspreis verkaufen. Wegen hohen Preisverfalls sei der Tanker statt der 2008 im Prospekt angegebenen 87,5 Mio.US-$ derzeit nur noch rund 20 Mio.US-$ wert, zitiert Capital den Emittenten HCI. Der Erlös aus dem Zwangsverkauf werde deshalb nicht einmal die Bankverbindlichkeiten in Höhe von 60 Mio. US-$ decken. Auch das im Tanker investierte Anlegerkapital in Höhe von 13,3 Mio. € wäre danach verloren.

Hohe Verluste für Anleger

Auch 4 weitere Schiffe des HCI Shipping Select 28 befinden sich in wirtschaftlicher Schieflage: Die Chemikalientanker "Hellespont Crusader" und "Hellespont Commander" sowie die von der Insolvenz der Bremer Beluga-Reederei betroffenen Schwergutfrachter "HR Facility" und "HR Frequency". Angesicht der hohen Fremdkapitalquote ist es nach unserer Meinung fraglich, ob eine Sanierung des Fonds HCI Shipping Select 28 wirklich erfolgreich sein kann. Verluste für Anleger sind wohl unausweichlich.

Gute Chancen für Rückabwicklung der Fondsbeteiligung

Anleger des HCI Shipping Select 28 haben nach Einschätzung des Fachanwalts für Bank- und Kapitalmarktrecht Mathias Nittel gute Chancen, ihre fehlgeschlagene Fondsbeteiligung im Wege des Schadenersatzes rückabzuwickeln. "Bei der Prüfung von Unterlagen unserer Mandanten haben wir festgestellt, dass diese nicht über die Provisionen, die die sie beratenden Vertriebe erhalten haben, informiert wurden" Wie sich aus dem Verkaufsprospekt ergibt, dürfte der Vertrieb deutlich über 15% an Provisionen erhalten haben. Fachanwalt Nittel: "Bei einer solch hohen Provision haben auch nicht bankgebundene Berater und Vermittler hierüber ungefragt aufzuklären" Auch auf den bei diesem Fonds sehr hohen Anteil an so genannten Weichkosten, also jener Kosten, die nicht unmittelbar in die Schiffsbeteiligungen fließen, hätte informiert werden müssen. Anwalt Nittel: "Diese Pflichtverletzungen begründen Schadenersatzansprüche gegen den Vertrieb der Fonds. Die Anleger erhalten Ihre Einlage zurück."
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