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News, 07.06.2012
HANDELSkix
Einzelhandel schraubt Geschäftserwartungen zurück
Die Stimmung im deutschen Einzelhandel hat sich deutlich eingetrübt: Laut HANDELSkix bewerteten die deutschen Einzelhändler im Mai nicht nur die aktuelle Lage, sondern auch die längerfristigen Geschäftsaussichten erstmals wieder schlechter als im Monat zuvor.

Der leichte Aufwärtstrend im deutschen Einzelhandel ist dem Institut für Handelsforschung (IFH) zufolge erst einmal gestoppt. Wie aus dem Konjunkturbarometer des deutschen Einzelhandels HANDELSkix hervorgeht, gab im Mai der Index für die aktuelle Geschäftslage auf 100 Punkte nach. Damit halten sich die Positiv- und Negativ-Bewertungen der Einzelhändler zur eigenen aktuell Lage nun die Waage. Im Vormonat hatten Deutschlands Einzelhändler die Umsatzentwicklung noch mehrheitlich mit positiv bewertet (April: 115,5 Punkte). Rund vier von zehn befragten Einzelhändlern berichteten im Mai von einer konstanten Umsatzlage. Auch bezogen auf die weiteren Geschäftsaussichten trübte sich die Stimmung deutlich ein. So gab der Indexwert für die Geschäftserwartungen in den kommenden drei Monaten im Mai zum zweiten Mal in Folge um 11,2 Zähler auf 110,9 Punkte nach. Was die Geschäftsentwicklung in den kommenden zwölf Monaten angeht, zeigt sich der Einzelhandel ebenfalls nicht mehr so optimistisch wie bislang. Zwar rechnen immerhin noch 40,8 Prozent der Einzelhändler langfristig mit einem Anziehen der Geschäfte. Mit einem Rückgang um 15,5 auf 115,5 Punkte fiel der Index für die 12-Monatsperspektive allerdings auf ein Vier-Monats-Tief.

„Der Vergleich mit dem Vorjahresmonat offenbart noch Aufholbedarf für dieses Jahr. Knapp ein Drittel der HANDELSkix-Teilnehmer gab an, Umsatzrückgänge von mehr als fünf Prozent im Vergleich zum April 2011 hinnehmen zu müssen“, so das IFH. „Auf der anderen Seite können sich im Vergleich zum Vorjahresmonat knapp 30 Prozent über teilweise deutlich gestiegene Umsätze freuen“, relativierte das Handelsforschungsinstitut die aktuelle Lage.

Daneben evaluierte das IFH im Rahmen der mit der Konjunkturumfrage stets einhergehenden aktuellen „Monatsfrage“ die Bedeutung regionale Produkte im Einzelhandel. Dabei gaben branchenübergreifend 25,2 Prozent der Einzelhändler an, Wert darauf zu legen, dass sie ihren Kunden auch Produkte aus der eigenen Region anbieten können. Von den großen, überregional agierenden Handelsunternehmen mit mehr als zwei Millionen Euro Jahresumsatz stuften sogar 35,2 Prozent den Faktor Regionalität als wichtig ein. „Regionale Produkte haben sich einen festen Platz in den Sortimenten des Einzelhandels gesichert. Umso überraschender ist es, dass rund 70 Prozent der Befragten davon ausgehen, dass sich die Bedeutung nicht weiter verändern wird“, kommentiert Bettina Willmann, Bereichsleiterin Forschung und Konzepte am IFH Köln, die Umfrageergebnisse.

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