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News, 17.06.2011
Großhandelspreise
Preisauftrieb im Großhandel schwächt sich weiter ab
Die Großhandelspreise in Deutschland sind im Mai erstmals nach sechs Anstiegen in Folge nicht mehr auf Monatssicht gestiegen. Im Großhandel mit Energieprodukten gaben die Preise sogar erstmals wieder nach.
Bei Erzen, Metallen und Metallhalbzeug hat sich die Jahresteuerung seit März im Großhandel um fast zwei Drittel verringert.
Bei Erzen, Metallen und Metallhalbzeug hat sich die Jahresteuerung seit März im Großhandel um fast zwei Drittel verringert.
Der Preisauftrieb im deutschen Großhandel hat sich im Mai zum zweiten Mal in Folge abgeschwächt. Wie das Statistisches Bundesamt (Destatis) bekannt gab, notierte der Index der Großhandelspreise im Mai 8,9 Prozent über dem Stand des Vorjahresmonats. Im April war die Jahresveränderungsrate, nachdem sie im März mit 10,9 Prozent einen Höchststand erreichte hatte, noch bei 9,2 Prozent gelegen. Im Vergleich zum Vormonat blieb das Preisniveau im deutschen Großhandel über alle Handelssegmente hinweg betrachtet insgesamt konstant (-0,0%). Damit sind die Großhandelspreise im Mai erstmals seit Herbst letzten Jahres nicht mehr auf Monatssicht gestiegen (November 2010: -0,7%).

Am stärksten entspannte sich die Lage an der Preisfront im Großhandel mit Erzen, Metallen und Metallhalbzeug, die sich im Mai zum zweiten Mal in Folge um 1,4 Prozent verbilligten und mit einer Jahresveränderungsrate von 8,6 Prozent eine weiter deutliche rückläufige Jahresteuerung aufwiesen. Im Vormonat April waren die Preise für Erze, Metalle und Metallhalbzeug noch 14,9 Prozent und im März sogar 23,7 Prozent über dem Vorjahresniveau gelegen. Im Großhandel mit festen Brennstoffen und Mineralölerzeugnissen verringerte sich der Preisdruck ebenfalls (-1,4 Prozent gegenüber April). Hier ging die Jahresteuerung, nachdem sie im April noch bei 16,2 Prozent und im März sogar bei 20,1 Prozent gelegen war, im Mai auf 14,2 Prozent zurück.

Die höchste Preisanstiege binnen Jahresfrist verzeichnete im Mai dagegen erneut der Großhandel mit Getreide, Saatgut und Futtermittel, die im Mai im Schnitt  67,8 Prozent mehr kosteten als im Vergleichszeitraum 2010 und sich auf Monatssicht erneut um 2,7 Prozent verteuerten. Im April hatte die Jahresteuerungsrate hier sogar noch 71,6 Prozent betragen.

Im Nahrungsmittelsektor verteuerten sich auf Jahressicht besonders Kaffee, Kakao und Tee sowie Gewürze. Hier stiegen die Preise binnen Jahresfrist im Mai um 45,8 Prozent und gegenüber April erneut um 0,5 Prozent. Die Preise für Milch und Milcherzeugnisse sowie für Eier, Speiseöle und Nahrungsfette lagen im Mai 9,5 Prozent über dem Vorjahresniveau und stiegen ebenfalls auf Monatssicht um 0,5 Prozent. Obst, Gemüse und Kartoffeln kosteten auf Großhandelsebene 6,7 Prozent mehr als im Vorjahresmonat, waren allerdings 2,4 Prozent günstiger als im April.
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