Die erste Änderung bei Google betrifft den Umgang mit so genannten Sub-Domains. Was jedoch in einigen Foren „als Ende der Sub-Domains verkündet“ worden seien, so Bloofusion, betreffe in Wirklichkeit nur sehr wenige Websites. So konnte es bislang vorkommen, dass auf einer Seite mit zehn Google-Ergebnissen alle Ergebnisse von unterschiedlichen Sub-Domains eines einzigen Anbieters kamen, da Sub-Domains von Google bisher als separate Websites betrachtet wurden. Dies hat Google Bloofusion zufolge nun geändert: Um eine Gleichbehandlung sicherzustellen, werden Sub-Domains von Google ab sofort wie normale Unterverzeichnisse behandelt, mit der Folge, dass eine Domäne – abgesehen von Ausnahmefällen - auch mit mehreren Sub-Domains nur noch zwei Plätze auf einer Google-Ergebnisseite erreichen könne.
Die zweite Änderung, welche von Google nach Angaben von Bloofusion bisher noch nicht offiziell kommentiert worden sei, betrifft die Relevanz von aktuellem Content: „Es ist scheinbar so, dass in den Suchergebnissen brandneue Inhalte weit vorne erscheinen“, so das Ergebnis der Untersuchung von Bloofusion. In der Vergangenheit war dies Bloofusion zufolge nicht so: „Da einer ganz neuen Seite zuerst Link-Popularität zugewiesen werden musste, fanden diese Seiten nur selten Einzug in die Suchergebnisse.“ Demnach sei Google mittlerweile anhand der Suchanfrage in der Lage zu erkennen, ob diese einen aktuellen Bezug aufweise oder nicht. Bezieht sich die Suchanfrage auf ein aktuelles Ereignis, werden demnach häufiger Seiten angezeigt, die tagesaktuell sind, wie beispielsweise die von Blogs. Während Online-Shops von dieser Algorithmus-Anpassung nach Einschätzung der Experten weitestgehend verschont bleiben werden, sei diese Änderung vielleicht „eine gerechte Belohnung für Blogger, die zeitnah über Ereignisse berichten.“
Und auch die dritte wesentliche Änderung bleibt Bloofusion zufolge für die meisten Websites ohne große Folgen: Hatte es bei Google bisher mit dem "normalen" Index und den Supplemental Index zwei Google-Indizes gegeben, werden seit kurzem alle Suchanfragen aus einem einzigen großen Index bedient. Der Supplemental Index, in dem sich Seiten befanden, die beispielsweise über geringe Link-Popularität verfügen oder aus anderen Gründen als "minderwertig" eingestuft wurden, existiert nicht mehr. Da jedoch Seiten, die im Supplemental Index gelistet waren, auch nach den neuesten Anpassungen kaum auf den ersten Suchergebnisseiten zu finden sein würden, blieben die Auswirkungen auch hier nach Meinung der Experten relativ gering.
Zusammenfassend stellt Bloofusion fest: „Die drei genannten Änderungen - Behandlung der Sub-Domains wie Unterverzeichnisse, Bevorzugung aktueller Meldungen, Abschaffung des Supplemental Index - haben in der Praxis nur geringe Auswirkungen auf "normale" Websites.“ So hätten sich die Spielregeln Bloofusion zufolge nur minimal verändert „und bieten auf jeden Fall einen deutlichen Mehrwert für Google-Nutzer.“
Quelle: Bloofusion
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