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Diätetik-Update: Viele Lebensmittel können Hyperurikämiker von der Verbotsliste streichen! Höllenschmerz im Großzeh: Gichtiker erleiden Qualen nicht durch Spargel, Spinat und Co!

(PM) , 26.03.2007 - Gicht-Patienten oder Menschen, die unter erhöhten Harnsäurewerten leiden, müssen nicht mehr auf Spargel, Spinat oder Blumenkohl verzichten, entwarnt heute Ernährungsexperte Sven-David Müller-Nothmann vom Zentrum für Ernährungskommunikation und Gesundheitspublizistik (ZEK) in Köln. In veralteten Nährwerttabellen ist für diese Lebensmittel ein hoher Purin- und Harnsäureanteil angegeben, macht der Autor der „Rheuma- und Gicht-Ampel“ deutlich. Dieser aktuelle Ernährungsratgeber enthält die Purin-Angaben für mehr als 2.500 Lebensmittel auf der Datengrundlage des Bundeslebensmittelschlüssels (BLS), der von der Bundesforschungsanstalt für Ernährung und Lebensmittel herausgegeben wird. Nach neuen Untersuchungen enthalten Spargel, Spinat und Blumenkohl wie die meisten anderen Gemüsesorten ungefährlich wenig Purine, betont der Diätexperte. Vorsicht ist für Gicht-Patienten vielmehr bei Fleischextrakt, Hefe, Innereien, Sojafleisch sowie Kleinfische wie Sardinen oder Sprotten geboten. Diese Lebensmittel sind echte Purinbomben, so Müller-Nothmann. Auch Nüsse, die ebenfalls häufig auf Verbotslisten auftauchen, sind in normalen Portionen nicht als purinreich zu bezeichnen. Purinfrei sind unter anderem Zucker, Wasser, Öle, reiner Alkohol und Milch. Auch die oft zu unrecht gescholtenen Hülsenfrüchte enthalten mit Ausnahme von bestimmten Sojaprodukten nicht viele Purine. Und das oft als purinreich hervorgehobene Bier ist in Wirklichkeit sogar extrem purinarm. Aber der in Bier enthaltene Alkohol macht das Getränk zu einem gewissen Problem bei Hyperurikämie, da Alkohol die Ausscheidung von Harnsäure einschränkt. Ideal ist vor diesem Hintergrund alkoholfreies Bier, erläutert Sven-David Müller-Nothmann. Der renommierte Würzburger Ernährungsmediziner Professor Dr. med. Heinrich Kasper empfiehlt in seinem Fachbuch Ernährungsmedizin und Diätetik, das Diätassistenten und Ernährungswissenschaftler als Standardwerk bezeichnen, dass Hyperurikämiker höchstens ein Glas eines alkoholischen Getränks zu den Mahlzeiten trinken sollten. Menschen, die unter Hyperurikämie leiden, sollten täglich nicht mehr als 500 Milligramm Harnsäure aufnehmen, rät Müller-Nothmann. Der menschliche Stoffwechsel baut Purine zu Harnsäure ab, die die Nieren ausscheiden. Seit Jahren ist bekannt, dass Hyperurikämie und Gicht häufig im Rahmen des so genannten metabolischen Syndroms auftreten. Ab einem Harnsäurespiegel von 9 mg/dl kommt es bei fast jedem Hyperurikämiker zu einem Gichtanfall. Die Gicht ist die Folge der Hyperurikämie, die sich ab einer bestimmten Harnsäurekonzentration in den Ablagerungen von Harnsäure in Gelenken, Sehnenscheiden und dem Nierenmark ausdrückt und oft zu qualvollen Gelenkbeschwerden führt. Insbesondere das Großzehengrundgelenk (Podagra) schmerzt beim Gichtanfall höllisch, erläutert der Autor des Patientenratgebers Ernährungsratgeber Gicht. Dieser Schmerz ist auch unter dem Namen Zipperlein bekannt. Besondere Vorsicht ist geboten, wenn übergewichtige Hyperurikämiker abnehmen wollen oder sollen, denn beim Abbau der Körpermasse fällt Harnsäure an und eine Crashdiät oder das Fasten führen leicht zum akuten Gichtanfall, warnt Diätassistent Sven-David Müller-Nothmann, der viele Gicht-Patienten am Universitätsklinikum der RWTH Aachen beraten hat und Autor verschiedener Ernährungsratgeber ist. Kompetente Beratung für Patienten, die unter erhöhten Harnsäurewerten leiden ist durch ausgewiesene Ernährungsmediziner und Ernährungsfachleute kostenlos beim Beratungsportal www.qualimedic.de möglich. Weitere Buch- und Linktipps: 1) Rheuma- und Gicht-Ampel, Sven-David Müller-Nothmann, Knaur Verlag, ISBN 3-426-66750-7, 8,90 Euro 2) Ernährungsratgeber Gicht, Sven-David Müller-Nothmann/Christiane Weißenberger, Schlütersche Verlagsanstalt, ISBN, 12,90 Euro 3) www.nutrimedic.de Journalistenservice: Rezensionsexemplare stehen zur Verfügung! Das Zentrum für Ernährungskommunikation und Gesundheitspublizistik (ZEK) mit Sitz in Köln widmet sich insbesondere der individuellen Ernährungsberatung und betreibt wissenschaftlich begründete publikumsorientierte Presse- und Öffentlichkeitsarbeit im Bereich Ernährung, Prävention und Diätetik. Das ZEK ist ein Zusammenschluss von Ernährungswissenschaftlern, Medizinern sowie anderen Natur- und Geisteswissenschaftlern. Der bekannte Medizinpublizist Sven-David Müller-Nothmann leitet das ZEK und ist erster Vorsitzender des Deutschen Kompetenzzentrum Gesundheitsförderung und Diätetik e.V. Zentrum für Ernährungskommunikation und Gesundheitspublizistik (ZEK), Sven-David Müller-Nothmann, Gotenring 37, 50679 Köln-Deutz, 0177-2353525, info@svendavidmueller.de; www.nutrimedic.de
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