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News, 30.08.2010
GfK-Erhebung
Markt für Unterhaltungselektronik legt deutlich zu
Im laufenden Jahr werden die Deutschen deutlich mehr in digitale Unterhaltungselektronik investieren als erwartet. Insbesondere Blu-ray-Player, Flachbildfernseher und digitale Set-Top-Boxen stehen hoch im Kurs.
Besonders stark im Kommen: Fernseher mit einem integrierten Internetzugang (Hybrid-TV).
Besonders stark im Kommen: Fernseher mit einem integrierten Internetzugang (Hybrid-TV).
Wie der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. (BITKOM) am Donnerstag mitteilte, entwickelt sich der deutsche Markt für digitale Unterhaltungselektronik besser als erwartet. Danach geht der BITKOM davon aus, dass der Gesamtumsatz mit digitaler Unterhaltungselektronik im laufenden Jahr um 2,5 Prozent auf 12,7 Milliarden Euro steigen wird. Grundlage der Prognose ist eine aktuelle Erhebung der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) im Auftrag des European Information Technology Observatory (EITO). In einer im Juli veröffentlichten Schätzung war der BITKOM noch von einem leichten Rückgang um 0,4 Prozent auf 12,3 Milliarden Euro ausgegangen. Dagegen weiter schrumpfen wird der Markt für analoge Unterhaltungselektronik: Hier wird der Umsatz dem Verband zufolge abermals um fünf Prozent auf 0,7 Milliarden Euro sinken.

Angetrieben wird der Markt vor allem von der boomenden Nachfrage nach hochauflösenden Flachbildfernsehern und neue Technologien wie Blu-ray, 3D- sowie Hybrid-TV. Das mit Abstand wichtigste Segment im Markt für Unterhaltungselektronik bleiben auch 2010 die Flachbildfernseher: Laut BITKOM wird in diesem Jahr im deutschen Unterhaltungselektronikmarkt fast jeder zweite Euro (49%) mit hochauflösenden TV-Geräten umgesetzt (49%). Auf Platz 2 der Kassenschlager rangieren Digitalkameras mit einem Umsatzanteil von 12,4 Prozent, gefolgt gleichauf von Spielekonsolen und Set-Top-Boxen (je 5,2%). Dahinter folgen Kfz-Navigationssysteme (4,7%), digitale Aufnahmemedien wie DVD-Rohline (4,3%) sowie sonstige digitale Unterhaltungselektronik wie unter anderem MP3- und Blu-ray-Player (13,7%).

Rekordabsatz von Flachbildfernsehern

Der GfK-Erhebung zufolge werden im laufenden Jahr in Deutschland gut 9,6 Millionen Flachbildfernseher über die Ladentheken gehen. Im Vergleich zum bisherigen Rekordjahr 2009 ist das ein Zuwachs um 16 Prozent. Der Umsatz wird voraussichtlich um 11,3 Prozent auf 6,6 Milliarden Euro steigen. Ein maßgeblicher Treiber für den anhaltenden Boom bei hochauflösenden TV-Geräten ist nach Einschätzung des BITKOM unter anderem das seit dem Frühjahr deutlich verbesserte Angebot von Fernsehsendungen in hochauflösender Bildqualität (Stichwort: High Definition Television, kurz HDTV).

Der Trend zu hochauflösenden Bildern fördert auch den Abverkauf von Zusatzgeräten wie unter anderem digitalen Set-Top-Boxen: Laut BITKOM wird hier der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um voraussichtlich ein Drittel auf 690 Millionen Euro steigen. „In diesen Geräten ist mittlerweile oft ein Festplattenrekorder integriert“, so der BITKOM. Das stärkste Wachstum erwartet der Verband jedoch im Markt für Blu-ray-Player: Hier wird sich das Volumen 2010 mit 210 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahr fast verdoppeln (+82%).

Beflügelnd auf den TV-Markt wirken überdies die neuen Trends 3D-Fernsehen sowie Hybrid-TV, also Fernsehgeräte mit einem integrierten Internetanschluss. 3D-TV-Geräte kamen erst im März 2010 in Deutschland auf den Markt. Seitdem wurden bereits rund 40.000 Stück verkauft. Insbesondere Hybrid-TV-Geräte, die auf dem deutschen Markt seit März 2009 erhältlich sind, entwickeln sich zum Kassenschlager. Laut GfK stieg hier der Absatz binnen nicht einmal zwei Jahren auf mehr als 1,3 Millionen Stück, davon rund 160.000 allein im Juni dieses Jahres.

Wachstumsmarkt Hybrid-TV und Heimvernetzung

Wie eine von der Aris Umfrageforschung im Auftrag des BITKOM durchgeführte Umfrage belegt, wird die Mediennutzung immer mehr vom Internet bestimmt. So gab fast jeder zweite Deutsche (47%) an, das Internet in Zukunft auch über den Fernseher nutzen zu wollen. Bei den unter 30-Jährigen lag dieser Anteil sogar bei 94 Prozent. Neben dem reinen Surfen dabei besonders gefragt: das Lesen und Versenden von E-Mails (31%) und mit Freunden chatten (17%). Jeder Achte würde sein TV-Gerät auch dazu nutzen, Pizza, Popcorn oder Bier für einen Fernsehabend zu bestellen (13%). Jeder Zehnte würde über seinen Fernseher zudem den Energieverbrauch im Haushalt kontrollieren (11%) und Videotelefonate führen (10%). Weiterhin genannte Einsatzfelder: mit Freunden bzw. der Familie Fotos anschauen (9%), Einkäufe erledigen (8%), sich gesundheitlich betreuen lassen (6%), den Handlungsverlauf von Sendungen mitbestimmen (%), direkt Waren aus der TV-Werbung bestellen (4%) sowie die Teilnahme an Gewinnspielen und Televotings (3%).

„Ein weiterer aktueller Trend ist die Heimvernetzung, also die Verbindung von Fernseher, Musikanlage, Computer, Handy und Co“, erklärte Achim Berg, Vizepräsident des BITKOM. Ziel sei das „Eine-Fernbedienung-Haus“, sprich eine Zentrale, über die alle elektronischen Haushaltsgeräte bis hin zu Licht und Heizung gesteuert werden können. Als Schaltzentrale klarer Favorit ist für die meisten Deutschen hier das Handy (28%). Auf den weiteren Plätzen folgen das Note- bzw. Netbook (13%), der PC (12%), der Fernseher (10%) sowie der Tablet-PC (5%). „Heimvernetzung ist ein Milliardenmarkt, der in den kommenden Jahren zum Treiber der gesamten Consumer Electronics wird“, so Berg.
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