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Gewinne in Handwerk und Gewerbe oft nicht zufriedenstellend

Gewinne in Handwerk und Gewerbe sind aktuell oft nicht zufriedenstellend, sagt der Iserlohner SeminarDozent für Betriebs-Jahresplanungen Dieter Wulf
(PM) Dortmund, 01.06.2010 - Gewinne in Handwerk und Gewerbe sind oft nicht zufriedenstellend, sagt der Iserlohner Seminar-Dozent für Betriebs-Jahresplanungen Dieter Wulf. Er bezieht sich dabei auf bestehende Rating-Bedingungen, mit denen die Kapitaldienstfähigkeit und Bonität eines Unternehmens bei der Aufnahme von Fremdkapital berechnet und festgelegt wird.

Aus dem handelsrechtlichen Gewinn sind ggf. Boni, Tantiemen etc. zu begleichen, die Steuer zu leisten (Einkommensteuer, ggf. Körperschaftsteuer), muss die Tilgung von Fremdkapital aus dem versteuerten Gewinn gezahlt werden. Der Erfahrung nach sind für die Tilgung oft ab 6.000 € im Jahr anzusetzen, die wir für unser Rechenbeispiel annehmen wollen.

Nun erst kann von Inhabern/-innen (Einzelunternehmen / Personengesellschaften) entnommen werden. Nehmen wir beispielhaft an, die Bar-Entnahmen im Jahr auf 24.000 € und die Anteile für die private Nutzung von Betriebsvermögen und die Eigenbeteiligung an den Sozialversicherungen (RV, KV, PV) bei rd. 8.000 € im Jahr anzusetzen.

Die Einkommensteuer bei Einzelunternehmen und Personengesellschaften ist natürlich je nach Steuerklasse und Familienstand unterschiedlich, nehmen wir überschläglich bei einem Gewinn von ca. 60.000 € eine Steuer ab etwa 12.000 € beispielhaft an. Lassen wir nun noch Jahres-Boni und Tantieme der Einfachheit halber unberücksichtigt.

Gewerbesteuer ist ebenfalls aus dem Gewinn heraus zu leisten. Selbst dann, wenn kein Gewinn ausgewiesen sein sollte, könnte Gewerbesteuer anfallen. Die Höhe ergibt sich aus der Erhebung der Gemeinde. Gehen wir hier exemplarisch einmal von 4.000 € Gewerbesteuer aus, um eine verständliche Kalkulation aufstellen zu können.

Schlussendlich sollten für die Rücklagen noch 5% vom Gewinn verbleiben. Nun addieren wir: Kein Boni, keine Tantieme, 12.000 € EK-Steuer, 4.000 € Gewerbesteuer, 6.000 € Tilgung, 24.000 € Entnahmen, 8.000 € Anteile, 3.000 € Rücklagen sind hier fast 60.000 € Gewinn. Die Frage stellt sich: Wie viele kleine Betriebe schaffen diesen Gewinn – bei aufgezeigter Verwendung?
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Dieter Wulf
Herr Dipl.-Betriebswirt (FH) Dieter Wulf
Sophie-Scholl-Str. 15
58636 Iserlohn
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ZUM AUTOR
ÜBER DIETER WULF - SEMINARDOZENT FÜR BETRIEBS-JAHRESPLANUNGEN

Der Dozent Dieter Wulf (60) ist Dipl.-Betriebswirt (FH) und bringt seine Erfahrung aus allen Betriebsbereichen bis hin zur Geschäftsführung mit ein. Er ist seit 15 Jahren selbständig und betreute über 500 KMU-Betriebe bei Gründung, Wachstum, Sicherung und in der Nachfolge.
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