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Pressemitteilung

Gesundheitsversorgung auf dem Lande: Kommt es zu einer "Verörtlichung der Sozialpolitik"?

Neue Studie liefert Hintergrundwissen und zeigt Konzepte und Lösungswege für Gesundheitsnetzwerke für Stadt und Land auf.
(PM) Vilsbiburg, 09.01.2017 - Innovative Netzwerkkonzepte ersetzen mittlerweile vielfach das sektorale und eher zunftartig ausgeprägte Gesundheitswesen. Das Gesundheitssystem mit seinen gesetzlich gewollten Tayloristischen Spezialisierungen eignet sich kaum noch die zunehmend komplexer werdenden Probleme zur Sicherstellung einer finanzierbaren Gesundheitsversorgung, insbesondere auf dem Lande, zukunftssicher und nachhaltig alleine zu gestalten.

Die Begründung für das sich abzeichnende Scheitern liegt auf der Hand: Werden bundes- und länderweite Systeme zu komplex und zu groß, werden sie zwangsweise nach Jahrzehnten starr und schwerfällig. Das von der Politik wesentlich bestimmte Gesundheitssystem ist erkennbar dabei die Gesundheitsversorgung in eine Sackgasse zu führen. Parallelstrukturen und Leistungsinseln sind weder effizient noch für den Verbraucher in seiner Rolle als Patient oder Kunde transparent. Die (demographischen) Herausforderungen erfordern dagegen innovative und finanzierbare Antworten.

Wie nun diese Netzwerke zielgerichtet entwickelt bzw. weiterentwickelt werden können, ist das Thema der aktuellen dostal-Studie „Innovative Konzepte und ihre Grundlagen für eine moderne gesundheitliche Versorgung auf dem Lande“. Die Darstellung gliedert sich in fünf Kapitel und beginnt mit dem Versuch die ärztliche Versorgung und ihre heutigen Grundlagen in Deutschland für die Akteure insbesondere außerhalb der Medizin transparent zu machen. Dazu werden u.a. die Prognosegrundlagen für die ärztliche Versorgung der Zukunft erläutert. Dabei fällt auf, dass die Bevölkerungsvorausberechnungen in den Bundesländern höchst unterschiedlich sind.

Die Versorgungsplanungen der Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen) für die einzelnen Regionen sind ebenfalls kaum vergleichbar und berücksichtigen mit ihrem Blickwinkel die kommunalen Bedarfe wenig. Ebenso haben nahezu alle Ärzte-Initiativen zur Behebung des Ärztemangels auf dem Lande einen ausschließlich sektoralen Fokus. Länderinitiativen z.B. Förderprojekte wie die „Gesundheitsregion“ lassen zudem ein deutliches Infragestellen der alleinigen KV-Zuständigkeiten vermissen.

Diese Alleinzuständigkeit der KVen streitet aber der im November 2016 veröffentlichte 7. Altenbericht der Bundesregierung (die Federführung liegt beim Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend) energisch ab: Die sich auch mit der ärztlichen Versorgung auf dem Lande beschäftigende Kommission fordert vielmehr eine „Verörtlichung der Sozialpolitik“. Das betrifft insbesondere das Gesundheitswesen und seine überforderten Akteure. Können aber – wie von den Altersexperten postuliert – dies nun Wohlfahrtsverbände besser lösen? – Wohl eher nicht!

Die dostal-Studie fokussiert daher neben den Kommunen und den Akteuren aus dem Ge-sundheitswesen vielmehr die Anbieter aus dem Zweiten Gesundheitsmarkt (u.a. Naturheilkunden, Sport, Fitness, Wellness, Ernährung). Diese, so die Ausführungen zum Schluss können einen zentralen Teil der Herausforderungen im Vorfeld lösen: Mit ihrem Angebot zur Gesundheitsstärkung verzögern – oder im allerbesten Falle vermeiden – sie die medizinische Krankheitsbehandlung. Dies ist auch zwingend notwendig, da der „Ersatzbedarf“ an Medizinern im herkömmlichen Sinne, insbesondere auf dem Lande, ab etwa 10 – 15 Jahren, mangels Nachwuchs, nicht mehr gesichert werden kann.

Interessierte Akteure finden in der Studie abschließend einige Best Practice Projekte mit einer Vielzahl innovativer Impulse und Initiativen zur Beteiligungsmotivation. Dabei ist erkennbar, dass die Kommunen in Kooperation mit ortsansässigen Betrieben auch selbst „Geld in die Hand nehmen“ werden müssen. "Ohne qualifizierte Analysen, Szenarien- und Maßnahmenentwicklungen und Begleitung von Dritter Seite, geht das in den seltensten Fällen. Das rhapsodische Know how reicht nicht aus um konkrete Kooperationen von Anbietern zu realisieren und gemeinsam regionale Strukturen aufzubauen. Schließlich sind verschiedene Perspektiven der Marktteilnehmer zu integrieren, zusammenzuführen und wechselseitige Synergien zu realisieren", so der Geschäftsführer der Vilsbiburger Beratungsfirma, Adrian W.T. Dostal. Eine ausführliche Leseprobe und der Bestellkontakt sind zu finden unter www.dostal-partner.de .
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