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News, 16.12.2010
Gesundheitsportale boomen
Thema Gesundheit im Internet stark gefragt
Rund jeder vierte Deutsche greift bei Fragen rund um das Thema Gesundheit auf das Internet zurück, ergab jetzt eine Umfrage. Am beliebtesten sind Gesundheitsportale bei den 30- bis 49-Jährigen.
Laut Stiftung Warentest 2009 die besten drei Gesundheitsportale: apotheken-umschau.de, gefolgt von netdoktor.de und vitanet.de
Laut Stiftung Warentest 2009 die besten drei Gesundheitsportale: apotheken-umschau.de, gefolgt von netdoktor.de und vitanet.de
Gleich ob Ernährungs- und Gesundheitstipps, Hinweise zu  Medikamenten oder Informationen über Heilmethoden und Krankheiten - das Internet stellt längst auch bei Gesundheitsthemen eine zentrale Anlaufstelle dar. Das zeigen die Ergebnisse einer im Auftrag des BITKOM durchgeführten Erhebung des Forsa-Instituts. Danach informieren sich bereits 19 Millionen Bundesbürger und damit 37 Prozent der deutschen Internetnutzer im Netz zu Fragen der Gesundheit und tauschen hierzu im Internet mit Gleichgesinnten aus. „Gesundheitsportale sind populär, weil das Gesundheitsbewusstsein steigt und die Qualität der Online-Angebote weiter zunimmt“, kommentiert BITKOM-Präsident Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer die neuen Zahlen.

Am intensivsten recherchieren zu Gesundheitsthemen nicht, wie man vermuten könnte, die Senioren, sondern die 30- bis 49-Jährigen. Von ihnen greift fast jeder Zweite (43%) auf Online-Angebote im Bereich Gesundheit zu, bei den über 65-Jährigen dagegen nur gut ein Drittel (37%).  Das geringste Interesse an Gesundheitsportalen zeigt die junge Generation der 14- bis 29-Jährigen: Von ihnen recherchieren lediglich 29 Prozent Gesundheitsthemen online. Auch zwischen den Geschlechtern gibt es Unterschiede: Während von den Frauen 40 Prozent im Netz Gesundheitsangebote nutzen, sind es bei den Männern nur ein Drittel. Die größte Neigung, zu Gesundheitsfragen online Rat zu suchen, zeigen Frauen im Alter zwischen 30 und 49 Jahren (46%), die geringste Männer unter 30 Jahren (25%).

Ungeachtet dessen, dass Gesundheitsportale Scheer zufolge helfen könnten, Diagnosen und Therapien zu verbessern, rät der BITKOM, darauf zu achten, dass die Online-Angebote möglichst unabhängig sind. „Zeichen für Seriosität sind unter anderem ein ausführliches Impressum und eine Datenschutzerklärung“, so der BITKOM. Auch sollte dem Verband zufolge deutlich werden, wer fachlich für die auf dem Portal veröffentlichten medizinischen Informationen verantwortlich ist. „Manche Portale werden von unabhängigen Experten geprüft und können ein entsprechendes Qualitätssiegel vorweisen. Zu diesen Prüfzeichen zählen das HON-Siegel der „Health On the Net Foundation“, das Logo des bundesweiten „Aktionsforums Gesundheitsinformationssystem“ (afgis) und das Zertifikat „Geprüfte Homepage“ der Stiftung Gesundheit“, so der Verband.
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