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News, 23.07.2010
Geschäftsklimaindex
Deutsche Wirtschaft strotzt vor Kraft
Im Juli hat sich das Klima in der deutschen Wirtschaft so stark verbessert wie seit 20 Jahren nicht mehr. Zugleich kletterte der Geschäftsklimaindex, der die aktuelle Lage sowie die Prognosen zur weiteren Geschäftsentwicklung in den größten deutschen Branchen wiedergibt, auf ein Dreijahreshoch.
Wie das Münchener Institut für Wirtschaftsforschung (Ifo) heute bekannt gab, hat sich das Geschäftsklima in der gewerblichen Wirtschaft im Juli sprunghaft um 4,4 Punkte auf 106,2 Punkte verbessert. Dem Ifo-Institut zufolge war das der höchste Anstieg des Geschäftsklimaindex seit der Wiedervereinigung Deutschlands und zugleich der höchste Wert seit Juli 2007. Demnach beurteilen deutsche Unternehmen ihre aktuelle Geschäftslage mit 106,8 Punkten so gut wie zuletzt im Juni 2007 (107,0 Punkte). Bezogen auf die Geschäftsentwicklung im kommenden Halbjahr zeigen sich die Firmen mit einem Teilindikator von 105,5 Punkten zudem so optimistisch wie seit über vier Jahren nicht mehr (März 2006: 105,7 Punkte). „Die deutsche Wirtschaft ist wieder in Partylaune“, kommentierte Ifo-Präsident Hans-Werner Sinn die aktuellen Zahlen.

Weiter im Stimmungshoch befindet sich vor allem die deutsche Industrie, wo sich das Geschäftsklima insbesondere bei den Lagebeurteilungen erheblich verbesserte und der Ifo-Index mit 108,4 Punkten den höchsten Stand seit November 2007 (+19,3 Punkte) erreichte. Gute Laune macht vor allem der Export, wo die weiteren Perspektiven ähnlich positiv bewertet werden wie im Juni. Auch seien die Geräte und Maschinen Sinn zufolge stärker ausgelastet als im Frühjahr. „Die Kapazitätsauslastung ist in der Industrie nur noch leicht unterhalb des langjährigen Durchschnitts“, erklärte Sinn.

Am stärksten unter allen untersuchten Branchen hellte sich das Klima indes im deutschen Großhandel auf, der seine aktuelle Geschäftslage und weitere Geschäftsperspektiven mit einem Indikatorwert von 15,6 Punkten um stolze 12 Punkte besser beurteilt als im Juni (+3,6 Punkte). Das ist höchste Wert seit Mai 2007 (+ 18,3 Punkte). Ein ähnlich positives Bild zeigt sich im Einzelhandel, wo der Indikator mit 3,7 Punkten ebenfalls einen langjährigen Höchstwert erreichte.

Deutlich verbessert hat sich auch das Klima im Bauhauptgewerbe, das mit einem Indikatorwert von -13,9 Punkten so positiv gestimmt ist wie zuletzt im März 2007 (-13,7 Punkte). Grund für den Stimmungsaufschwung bei den Bauunternehmen war eine erhebliche verbesserte Geschäftslage. Bezogen auf die weitere Geschäftsentwicklung hat sich die Stimmung dagegen etwas eingetrübt: Hier zeigten sich Firmen nicht mehr ganz so optimistisch wie im Juni.

Am besten bleibt das Klima weiterhin im deutschen Dienstleistungsgewerbe. Im Zuge deutlich verbesserte Lagebeurteilungen stieg der Indikator hier erneut und notierte mit 18,0 Punkten auf dem höchsten Wert von allen untersuchten Wirtschaftszweigen. Angesichts unverändert positiver Prognosen zur weiteren Geschäftsentwicklung wie im Vormonat blieben die Personalplanungen der Dienstleistungsunternehmen Sinn zufolge unverändert auf Beschäftigungsaufbau gerichtet.
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