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News, 26.05.2010
Geschäftsklima
Industrie treibt deutsche Wirtschaft an
Trotz Eurokrise und Turbulenzen an den Aktienmärkten hält die deutsche Wirtschaft weitestgehend Kurs. Geschuldet ist dies insbesondere der deutschen Industrie, wo sich das Klima im Mai auf ein Zweijahreshoch verbesserte.
Nach Auskunft des Münchener Instituts für Wirtschaftsforschung (Ifo) hat sich das Geschäftsklima in der gewerblichen Wirtschaft Deutschlands trotz der Krise der Europäischen Währungsunion im Mai nur minimal verschlechtert. So verhaart der Ifo-Geschäftsklimaindex mit 101,5 Punkten nahezu unverändert auf dem Niveau des Vormonats (April: 101,6 Punkte). Danach haben die Unternehmen ihre Erwartungen hinsichtlich der Geschäftsentwicklung im kommenden Halbjahr gegenüber dem Vormonat zwar insgesamt ein wenig zurückgeschraubt. Bezogen auf die aktuelle Lage fällt das Urteil allerdings sogar noch etwas besser aus als im April. „Die wirtschaftliche Erholung in Deutschland erweist sich als robust“, kommentierte Ifo-Präsident Hans-Werner Sinn die aktuellen Zahlen.

Allerdings zeigt der Blick auf die einzelnen Wirtschaftszweige, dass sich die Stimmung bei vielen Unternehmen etwas eingetrübt hat. Dies gilt vor allem für die Bauwirtschaft, wo sich das Geschäftsklima zum zweiten Mal in Folge verschlechtert hat verschlechtert und der Indikator im Mai mit 20,4 Punkten auf den tiefsten Stand seit Januar 2010 sank. „Sowohl ihre momentane Geschäftssituation als auch die Geschäftsperspektiven für die nächsten sechs Monate bewerten die befragten Unternehmen weniger günstig als im Vormonat“, erklärte Sinn.

Auch im Einzelhandel und im Großhandel hat sich das Klima im Vergleich zum Vormonat verschlechtert, wonach sich die befragten Unternehmen mit der aktuellen Lage nicht mehr so zufrieden zeigen wie noch im April. Im Hinblick auf die weitere Geschäftsentwicklung sind die Einzelhändler dagegen etwas zuversichtlicher, während die Großhändler ihre Perspektiven für das kommende Halbjahr im Vergleich zum Vormonat etwas weniger positiv einschätzen.

Weiter im Aufwind zeigt sich dagegen das verarbeitende Gewerbe. So kletterte der Ifo-Indikator für das Klima in der deutschen Industrie im Mai mit 10,1 Punkten auf den höchsten Stand seit Mai 2008 (14,6 Punkte). Angetrieben wird die Stimmung bei den Industriebetrieben insbesondere vom Export, der die Erwartungen im Hinblick auf die weitere Geschäftsentwicklung erneut beflügelte. Weiter verbessert hat sich auch die aktuelle Lage der Betriebe, die ebenfalls günstiger beurteilt wird als im April. Ein weiteres Indiz für die Erholung: Bei kaum mehr einem Unternehmen steht zurzeit ein weiterer Stellenabbau an.

Ebenfalls stabil zeigt sich das Dienstleistungsgewerbe, wo der Geschäftsklimaindex zwar auf dem Vormonatsniveau stagniert, die Unternehmen jedoch sowohl ihre aktuelle Lage als auch die weitere Geschäftsentwicklung so positiv beurteilen wie seit Oktober bzw. März 2008 nicht mehr. „Weiterhin planen die Unternehmen die Mitarbeiterzahl zu erhöhen, allerdings etwas zurückhaltender als bislang“, so Sinn.
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