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News, 12.11.2008
Gedämpfte Stimmung
Mittelstand spürt scharfen Gegenwind
Nach Auskunft von Creditreform behauptet sich der deutsche Mittelstand angesichts der Finanzmarktkrise und des wirtschaftlichen Abschwungs bislang noch gut. Der Gegenwind wird für die Unternehmen jedoch immer schärfer: Die Umsatz- und Ertragszahlen gehen zurück.
Wie der Verband der Vereine Creditreform e.V. mitteilt, beurteilen mittelständische Unternehmen die aktuelle Geschäftslage immer noch mit überwiegend guten Noten. Gleichwohl verliert der Lageindex gegenüber dem Vorquartal 3,5 Punkte und notiert mit 26,7 Zählern deutlich unter dem Vorjahresstand (32,9). Dem Bericht zufolge verzeichnete der Creditreform Wirtschaftsindikator im dritten Quartal 2008 zum vierten Mal in Folge einen Rückgang. „Die verhalten ausgefallenen Geschäftsaussichten der Unternehmen zeigen deren zunehmende Unsicherheit über die künftige konjunkturelle Entwicklung. Der Teilindex der Erwartungen liegt mit 20,5 Punkten auf dem niedrigsten Stand des Jahres. Die Investitionsneigung der Unternehmen verharrt unterhalb des langjährigen Durchschnitts“, so der Verband.

Gefahr von Insolvenzen steigt

Die Insolvenzanfälligkeit deutscher Unternehmen ist dem Bericht zufolge im dritten Quartal 2008 erneut angestiegen. Demnach weisen zurzeit 217 von 10.000 Unternehmen ein Negativmerkmal auf, wie beispielsweise massiven Zahlungsverzug oder einen Insolvenzantrag. Die Zahlungsverzögerungen haben im Vergleich zum Vorjahr erheblich zugenommen: Während im letzten Jahr überfällige Rechnungen von Unternehmen im Durchschnitt nach 12,9 Tagen beglichen wurden, erhöhte sich der Schnitt im dritten Quartal auf 13,7 Tage. Die durchschnittliche Bonität von deutschen Firmen wurde laut Creditreform um eine Note zurückgestuft.

Chemie-, Metall- und Elektroindustrie bleiben Benchmark

Trotzdem die Wirtschaftszweige des Verarbeitenden Gewerbes eine deutliche Konjunkturabkühlung spüren, weist die mittelständische Industrie nach Auskunft des Verbands weiterhin die beste Branchenentwicklung aller Wirtschaftssektoren auf. Die Branchenindikatoren des Einzelhandels und personenbezogener Dienstleister erzielten ein leichtes Plus und auch die Bauwirtschaft hat sich im Herbst laut Wirtschaftsindikator gut behauptet. „Der Verkehrs- und Logistiksektor steht dagegen derzeit am Rande einer Rezession. Der entsprechende Branchenindikator rutscht auf die Nulllinie und damit den niedrigsten Stand seit fast drei Jahren“, so der Verband in seinem Bericht.

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Infos zum Creditreform Wirtschaftsindikator

Der Indikator setzt sich aus den vier Einzelkomponenten Geschäftsklima, Zahlungsverhalten, Bonität und Insolvenzanfälligkeit zusammen. Zur Einschätzung der konjunkturellen Gesamtsituation berücksichtigt der Creditreform Wirtschaftsindikator zahlreiche Finanzinformationen sowie Daten zur Unternehmensstabilität aus der Creditreform Wirtschaftsdatenbank und verknüpft diese mit empirischen Ergebnissen aus regelmäßigen Unternehmensbefragungen. Indikatorwerte über Null zeigen ein wirtschaftliches Wachstum an, negative Werte entsprechen einer Stagnations- bzw. Rezessionsphase.

„Creditreform Wirtschaftsindikator 4/2008" kostenlos herunterladen

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