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News, 26.01.2016
Führungskräfte-Umfrage
Führungsherausforderungen 2015
Immer komplexere Aufgabenstellungen, zunehmend schwierige Planbarkeit und ein Mangel an qualifiziertem Personal - dies waren einer Umfrage zufolge die größten Herausforderungen für Führungskräfte im Jahr 2015.
Die Kündigung der aktuellen Stelle wird seltener als vor drei Jahren als Lösung angesehen (Bild: PantherMedia  / Goodluz).
Die Kündigung der aktuellen Stelle wird seltener als vor drei Jahren als Lösung angesehen (Bild: PantherMedia / Goodluz).

Führungskräfte-Umfrage: Führungsherausforderungen 2015

Immer komplexere Aufgabenstellungen, zunehmend schwierige Planbarkeit und ein Mangel an qualifiziertem Personal - dies waren einer Umfrage zufolge die größten Herausforderungen für Führungskräfte im Jahr 2015.

Die Verunsicherung ist groß, das Bedürfnis nach Klarheit wächst. Die große Mehrheit der Führungskräfte setzt bei der Lösung der Führungsherausforderungen auf eigene Weiterentwicklung. Das ergab die jährliche Umfrage des Galileo . Institut für Human Excellence zum Führungsjahr 2015. Die größte Herausforderung für Führungskräfte war demnach im vergangenen Jahr, dass die täglichen Managementaufgaben immer komplexer und anspruchsvoller werden. 70 Prozent der befragten Führungskräfte sehen hierin ein Problem. Im Vorjahr meinte dies nur gut die Hälfte der befragten Führungskräfte (52,5 %).

Zweithäufigste genanntes Thema, mit dem die Führungskräfte im vergangenen Jahr zu kämpfen hatten, ist eine immer schwierigere Planbarkeit im Managementalltag, dies aber trotzdem „von oben“ erwartet wird. 56,1 Prozent der Führungskräfte machte dies zu schaffen. Auch hier hat sich der Anteil der Betroffenen deutlich erhöht (2014: 50 %). Neu im Ranking der Top 3 Führungsherausforderungen: der Mangel an fähigen Mitarbeitern, die eigenverantwortlich handeln (40,4 %). 2014 war noch der fehlende Freiraum zum Gestalten als drittgrößte Herausforderung bei der täglichen Führungsarbeit empfunden worden.

„Viele der befragten Führungskräfte klagen zudem, dass es in ihrem Unternehmen an Strategie und Struktur mangelt. Vor dem Hintergrund einer sich stark verändernden Arbeitswelt und einer starken Verunsicherung wächst das Bedürfnis nach Klarheit und Ordnung“, so Gudrun Happich, Inhaberin des Galileo . Institut für Human Excellence. „Die gemeinsame Entwicklung einer konkreten, realistischen Unternehmensvision wurde von vielen Umfrageteilnehmern als Wunsch für den Führungsalltag 2016 formuliert. Damit verbunden ist der Wunsch nach mehr Entscheidungsspielraum und Eigenverantwortung auf Teamebene.“

Eigene Weiterentwicklung als Lösungsansatz

Bei der Lösung der Führungsherausforderungen setzen acht von zehn befragten Führungskräften (80,3 %) darauf, sich persönlich weiter zu entwickeln. Im Vorjahr hatten dies nur knapp drei Viertel der Befragten vor (73,7 %). Demgegenüber nahm der Anteil derer, die mit Gleichgesinnten im Unternehmen etwas an Rahmenbedingungen ändern wollen, deutlich ab: Während dies 2014 noch 70 Prozent vorhatten, sind es mittlerweile nur mehr 59 Prozent, die hier die Lösung sehen. Immerhin ein Drittel und damit ähnlich viele wie im Vorjahr sehen einen Arbeitgeberwechsel als die beste Lösung an (2015: 34,4 %; 2014: 33,8 %). Verglichen mit dem Jahr 2012 hat sich die Neigung, den Job zu wechseln, allerdings stark abgeschwächt: Vor drei Jahren nannten noch fast sechs von zehn Befragten (58,3 %) das Wechseln zu einem anderen Arbeitgeber als Lösung.  „Hier scheint sich bei den Führungskräften die Erkenntnis durchgesetzt zu haben, dass ein Wechsel oder Ausstieg häufig nur einen Aufschub des Problems bewirken“, so Happich.

Neue Coaching-Lösungen gefragt

Während in der Vorjahresumfrage die meisten Befragten ein Gruppen-Coaching mit Gleichgesinnten als Unterstützungsmöglichkeit favorisierten, wünscht sich in der aktuellen Umfrage die Mehrheit der Führungskräfte Einzelcoachings mit Schwerpunkt Sparrings-Partnerschaft. „Für Führungskräfte wird der offene, vertrauensvolle Gedankenaustausch mit einem Partner, der sie wirklich versteht, immer wichtiger, erklärt Happich.

Auch die Executive Coaches selbst müssten vor dem Hintergrund des sich verändernden Managementalltags umdenken: „Die Führungskräfte wünschen sich einen Coach, der echte Verantwortung übernimmt, der wie sie selbst bereit ist, schnell und flexibel zu agieren, Unsicherheit aushalten kann. Das kann z.B. die Entwicklung flexibler Coaching Modelle bedeuten, die virtuelle Lösungen mit einbinden“, so Happich.

cs/Galileo . Institut für Human Excellence

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