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News, 23.10.2012
Freie Berufe boomen
So viele Freiberufler wie nie zuvor in Deutschland
In Deutschland gab es im vergangenen Jahr so viele selbstständige Freiberufler wie noch nie. Die mit Abstand meisten in Freien Berufen tätigen Selbstständigen finden sich im Kulturbereich.
Zweitgrößte Selbstständigen-Gruppe unter den so genannten Freiberuflern sind die Ärzte.
Zweitgrößte Selbstständigen-Gruppe unter den so genannten Freiberuflern sind die Ärzte.
Die Zahl der selbstständigen Freiberufler hat in Deutschland einen neuen Höchststand erreicht, berichtet das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi). Danach verdienten 2011 in Deutschland 1,14 Millionen Menschen ihr Geld in einem Freien Beruf. Damit hat sich der Zahl der in freien Berufen tätigen Selbstständigen in Deutschland in den vergangenen zehn Jahren um 62 Prozent erhöht. Das ergab jetzt eine vom BMWi in Auftrag gegebene Studie  des Instituts für freie Berufe (IFB) zur Entwicklung der Freien Berufe in Deutschland seit dem Jahr 2002. Gemäß Definition des Bundesverband der Freien Berufe (BFB) fallen unter die Freien Berufe im Allgemeinen Tätigkeiten, die auf Grundlage besonderer beruflicher Qualifikation oder schöpferischer Begabung die persönliche, eigenverantwortliche und fachlich unabhängige Erbringung von Dienstleistungen höherer Art im Interesse der Auftraggeber und der Allgemeinheit zum Inhalt“ haben. Hierzu zählen unter anderem in Selbstständigkeit oder abhängig beschäftigt ausgeübte Tätigkeiten im wissenschaftlichen, technischen, wirtschafts-, steuer- und rechtsberatenden Bereich, kulturelle kreative und publizierende sowie pädagogische, unterrichtende und erzieherische Tätigkeiten, aber auch Heilberufe und medizinische Assistenzberufe (bspw. selbstständige Hebammen, Altenpflege oder auch Masseure).

Die größte Selbstständigen-Gruppe unter den Freien Berufen stellen die freien Kulturberufe dar.  Hierunter fallen unter anderem selbstständige Journalisten, Künstler (Schauspieler, Tänzer, Musiker etc.) oder auch Berufe im kommunikationspolitischen Bereich wie etwa selbständige PR- und Werbefachleute. Dem BWMi zufolge waren im letzten Jahr in Deutschland 285.000 Selbstständige in solchen Berufen tätig. Zweitgrößte Freiberufler-Gruppe waren 2011 die Ärzte mit knapp 125.000 Selbstständigen, gefolgt von anderen freien Heilberufen (115.000 Selbstständige) und Rechtsanwälten (112.000 Selbstständige). Laut BFB erwirtschaften die selbstständigen Freiberufler etwa zehn Prozent des deutschen Bruttosozialproduktes (BIP). Aber auch die Zahl der im Bereich der Freie Berufe sozialversicherungspflichtig Beschäftigten stieg deutlich an. Sie stieg im Zeitraum 2002 bis Mitte 2010 um 14 Prozent auf ca. 2,7 Millionen Personen. Dem BMWi zufolge entspricht dies einem Anteil mehr als zehn Prozent aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Deutschland. „Die Freien Berufe stehen für hoch qualifizierte Dienstleistungen, die unentbehrlich für das Wachstum unserer Wirtschaft sind“, kommentierte Bundeswirtschaftsminister Dr. Philipp Rösler die Ergebnisse der Studie.
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