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News, 07.12.2017
Finanzmanagement
Was Bankkunden für 2018 wissen sollten
Neue Regeln im Zahlungsverkehr, verschärfte Dokumentationspflichten im Wertpapiergeschäft, Neuerungen im Steuerrecht – was es im Finanzbereich zum Jahreswechsel zu beachten gilt und wie sich Bankkunden für das Jahr 2018 richtig aufstellen.
Bei der Wertpapierberatung gelten für Bankberater schärfere Dokumentationspflichten.
Bei der Wertpapierberatung gelten für Bankberater schärfere Dokumentationspflichten.
Im neuen Jahr treten eine Reihe neuer Vorschriften in Kraft, die Bankkunden kennen sollten. Viele Banken haben ihre Kunden bereits per Post über diese Änderungen informiert und die aktualisierten Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) versandt, berichtet der Bankenverband. Trotz Vorweihnachtstrubel lohne sich ein Blick in diese Unterlagen. Daneben sollten sich Bankkunden auch etwas Zeit für die Planung ihrer Finanzen vor dem Jahreswechsel nehmen. Der Bankenverband hat in einem Überblick die wichtigsten Neuerungen zusammengefasst und gibt Tipps, in welchen Bereichen jetzt zum Jahreswechsel ein Finanzcheck ansteht.

Neuerungen im Zahlungsverkehr und Wertpapiergeschäft


Ab dem 13. Januar 2018 treten neue Regeln für Überweisungen, Lastschriften, Kartenzahlungen und Online-Banking in Kraft. So gilt bei Missbrauch der Bank-/Kreditkarte oder der Online-Banking-PIN/TAN eine neue Haftungsgrenze von 50 Euro (bisher: 150 Euro).

Ab dem 3. Januar 2018 ändern sich auch einige Vorgaben im Wertpapiergeschäft. So sind beispielsweise Bankberater zu einer umfassenderen Dokumentation verpflichtet. Dazu gehört auch, dass Gespräche zu Wertpapiergeschäften, die per Telefon oder Internet geführt werden, aufgezeichnet werden müssen. Um ihre Kunden über alle anstehenden Änderungen zu informieren, versenden Banken zurzeit aktualisierte Kundeninformationen.

Wichtige Änderungen im Steuerrecht

Die Fondsbesteuerung wurde neu geregelt. Gewinne aus der Veräußerung von „Altbeständen“ werden steuerpflichtig (Freibetrag: 100.000 Euro). Des Weiteren wurde die Abgabefrist für die Steuererklärungen geändert. Sie endet 2018 für das Veranlagungsjahr 2017 erstmals am 31. Juli (bisher: 31. Mai des Folgejahres). Wer einen Steuerberater beauftragt, hat Zeit bis zum 28./29. Februar 2019 (bisher: 31. Dezember des Folgejahres).

Finanzcheck zum Jahreswechsel


Bankkunden mit mehreren Bankverbindungen sollten vor Jahresende ihre Freistellungsaufträge prüfen. Wenn sich die Ertragslage auf Konten und Depots geändert hat, kann es Sinn machen, die Freistellung anzupassen und neu aufzuteilen. Wichtig: Seit 2016 darf die Bank den Abzug nur noch vornehmen, wenn ihr die Steuer-Identifikationsnummer des Kunden vorliegt.

Riester-Sparer sollten vor Jahresende sichergehen, dass ihre Einzahlungen ausreichen, um die volle Förderung zu erhalten (ggf. zuzüglich Kinderzulagen). Mindestens vier Prozent des rentenversicherungspflichtigen Vorjahreseinkommens müssen dafür dem Vertrag gutgeschrieben werden. Riester-Sparer können auch einen Dauerzulagenantrag stellen.

Wer einen Immobilienkredit mit Sondertilgung vereinbart hat, kann diese Möglichkeit in der Regel einmal im Jahr nutzen. „Aktuell sind die Kreditzinsen meist höher als die Anlagezinsen“, so der Bankenverband. „Vor diesem Hintergrund ist tilgen besser als sparen.“

cs/Bankenverband; Bild: Deutsche Bank / flickr

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