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News, 01.07.2015
Umfrage zu Finanzfragen
Finanzen für die meisten Deutschen ein ungeliebtes Thema
Wer sich in Deutschland auf einer Party unbeliebt machen will, muss nur eines tun: Über das Thema Finanzen wie etwa Geldanlagen reden. Nur rund jeder Zehnte hierzulande setzt sich gern mit finanziellen Fragen auseinander, zeigt eine aktuelle Umfrage. Doch diese Unlust kann teuer werden.
Ein Rohrkrepierer, auch im Freundeskreis: Das Thema Finanzen (Bild: panthermedia.net / Antonio Guillem)
Ein Rohrkrepierer, auch im Freundeskreis: Das Thema Finanzen (Bild: panthermedia.net / Antonio Guillem)
Grundlagen des Wirtschaftssystems, Vermögensaufbau und Altersvorsorge: Nach einer aktuellen Emnid-Umfrage im Auftrag der Postbank schätzt nicht mal jeder zweite Deutsche (48 %) sein Wissen in diesen Bereichen als ausreichend ein. Rund jeder Siebte bescheinigt sich in finanziellen Fragen sogar mangelhafte Kenntnisse (16 %), und weitere sieben Prozent der Deutschen stufen ihren Wissensstand im Bereich Finanzen sogar gleich Null ein. Die größten Wissensdefizite bei finanzwirtschaftlichen Themen identifizierte die Erhebung in der Altersgruppe der 16- bis 29-Jährigen sowie bei Frauen.

„Ökonomisches Grundwissen ist aber sehr wichtig, damit man seine eigenen Finanzen sinnvoll verwalten kann“, kommentierte Helma Eckhardt von der Postbank die Ergebnisse. Sonst passiere, was Millionen deutsche Sparer derzeit erleben: Die gesamten Ersparnisse dämmern auf einem kärglich verzinsten Spar- oder Tagesgeldkonto vor sich hin und verlieren Jahr für Jahr an Wert, weil die Verzinsung nicht einmal die Inflation ausgleicht. Im schlimmeren Fall investieren schlecht informierte Anleger ihr Geld in Finanzprodukte, deren Risiken sie nicht überschauen können.

Der geringe Wissenstand im Bereich Finanzen, Altersvorsorge & Co. sowie in grundlegenden ökonomischen Fragen kommt nicht von ungefähr. So gaben in der Emnid-Erhebung gerade einmal neun Prozent der Befragten an, sich gern mit diesen Themen zu beschäftigten. Mehr als jeder Dritte beschäftigte sich dagegen mit Finanzthemen überhaupt nicht (14 %) oder nur ungern (21 %). Immerhin die Hälfte (53 %) setzt sich mit finanziellen Fragen zumindest so weit auseinander, wie es für sie nötig ist – aber auch nicht mehr.

„Angesichts drohender Rentenlücken wächst die individuelle Verantwortung für die finanzielle Vorsorge. Wer heute nicht über ein Mindestmaß an Finanzwissen verfügt, ist diesen Herausforderungen nicht gewachsen und trifft vielleicht falsche Entscheidungen“, warnt die Postbank-Expertin.

Perspektive Mittelstand/Postbank
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