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News, 05.01.2015
Fertigung 2015
Industrie 4.0 wird zum Lastenheft der Produktion
Das Jahr 2015 steht im Produzierende Gewerbe voll im Zeichen des Transformationsprozesses hin zur sogenannten Industrie 4.0. Dabei laut einer Studie ganz oben auf der Agenda: die Steigerung der Effizienz sowie das Thema Individualisierung.
Automobilhersteller können mit Industrie 4.0-Technologien ihre Effizienz in der Produktion um fast ein Drittel steigern. (Bild: olga meier-sander / pixelio.de)
Automobilhersteller können mit Industrie 4.0-Technologien ihre Effizienz in der Produktion um fast ein Drittel steigern. (Bild: olga meier-sander / pixelio.de)
Der Paradigmenwechsel in der deutschen Fertigungsindustrie hin zu Industrie 4.0 ist in vollem Gange. Top-Priorität im Jahr 2015 ist das Thema Effizienzsteigerung mit dem Ziel der Kostensenkung in der Produktion. 79 Prozent der Industriebetriebe in Deutschland sehen dieses Ziel als eine „sehr große Herausforderung“ (2013: 80 %). Das geht aus der zweiten Erhebung des Marktforschungs- und Beratungsinstituts Pierre Audoin Consultants (PAC) im Auftrag von Freudenberg IT zur Studie „IT Innovation Readiness Index (IRI)“ hervor. An zweiter Stelle auf der Agenda der zentralen Herausforderungen steht der Ausbau der Fähigkeit, immer individuellere Kundenanforderungen erfüllen zu können. Während dies im Vorjahr lediglich rund sechs von zehn befragten Fertigungsbetrieben (59 %) als prioritär betrachteten, sind es in diesem Jahr mehr als zwei Drittel (68 %). Auf Rang 3 der wichtigsten ToDos folgen mit einem Anteil von 66 Prozent an Nennungen der Innovationsdruck und die Verkürzung der Markteinführungszeiten (Time-to-Market). Auch hier lässt sich im Jahresvergleich ein deutlicher Bedeutungszuwachs feststellen (2013: 60 %).

Noch stärker in der Prioritätenliste nach oben gerutscht ist allerdings der Themenkomplex Internationalisierung / Globalisierung: Während im Vorjahr hier nur 38 Prozent der Produktionsbetriebe sehr großen Handlungsdruck ausmachten, steht dieser Punkt in diesem Jahr bei 61 Prozent auf der Agenda der zentralen Handlungsfelder. PAC zufolge lässt dies darauf schließen, dass sich eine immer größere Zahl an Produktionsbetrieben von der fortschreitenden Internationalisierung, sprich einer länderübergreifenden Verteilung von Produktionsstandorten und Lieferketten, unter Druck gesetzt fühlt. Hinzu kommt der Fachkräftemangel in der Produktion aufgrund des demografischen Wandels: Rund 33 Prozent der Studienteilnehmer nannten dies 2014 eine „sehr große Herausforderung“.

„Die deutsche Fertigungsindustrie steht vor einem Fachkräftemangel 4.0“, erläutert PAC-Analystin Stefanie Naujoks. „Auf dem Weg in die vierte industrielle Revolution darf der Erfolgsfaktor Mensch in der Smart Factory nicht übersehen werden. Mit der Transformation in Richtung Industrie 4.0 werden sich auch Job- und Ausbildungsprofile grundlegend verändern.“

IT im Mittelpunkt der Transformation

Zentraler Hebel und wichtigster Erfolgsfaktor auf dem Weg zu einer intelligenten, automatisierten, selbststeuernde Produktion ist die IT. Ihr kommt im Rahmen der Transformation der Fertigungsprozesse laut Horst Reichard, CEO von Freudenberg IT, eine zentrale Rolle zu. „Konkret bedarf es innovativer MES-Lösungen (Manufacturing Execution System), die selbststeuernde Produktionsprozesse ermöglichen und so die Wettbewerbsfähigkeit der fertigenden Industrie durch Effizienz, Individualisierung und kürzere Time-to-Market-Zyklen sicherstellen.“

Unternehmen, die den Wandel hin zu Industrie 4.0, verschlafen, dürften wenig Chancen haben, gegenüber Mitbewerbern, die den Transformationsprozess frühzeitig angegangen sind, in Zukunft zu bestehen, zeigen jüngst veröffentlichte Untersuchungen der acatech (Deutsche Akademie der Technikwissenschaften) und des Fraunhofer IAO. So ergaben diese beispielsweise laut Freudenberg IT, dass die Einführung einer selbstregulierenden Fertigungssteuerung in der Automobilindustrie eine Effizienzsteigerung von bis zu 30 Prozent bringen kann. „Dies gelingt durch die Etablierung einer ‚intelligenten Fabrik‘, in der Mitarbeiter, Maschinen und Produkte kontinuierlich miteinander kommunizieren und auf diese Weise nicht nur eine vertikale, sondern auch eine nahtlose horizontale Integration sämtlicher Prozessschritte umsetzen“, so Freudenberg IT.

Die Studie „IT Innovation Readiness Index 2014“ steht kostenlos auf der Website von Freudenberg IT zum Download zur Verfügung.

Bild: pixelio.de

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