VOLLTEXTSUCHE
News, 04.09.2008
Management (allgemein)
Fehlendes Skill-Management erschwert die Organisationsentwicklung
Obschon sich über ein systematisches Skill-Management die Personalkosten erheblich senken ließen und ein solches eine gezieltere Organisationsentwicklung ermöglichte, schöpfen die meisten Unternehmen dessen Potenziale, wenn überhaupt, bislang nur unzureichend aus. So manches Unternehmen in Europa denkt jedoch inzwischen um.
Wie die Managementberatung Compass berichtet, betreiben mehr als 80 Prozent der europäischen Unternehmen ihre Organisationsentwicklung nach wie vor ohne ein umfassendes, geplantes Skill-Management. Zudem würden fachliche Qualifikationen noch immer geringer geschätzt  als Managementkompetenzen – und das obwohl erstere in der Regel die Kernkompetenzen eines Unternehmens bildeten. Auch bieten demnach rund zwei Drittel (65%) im Rahmen der Karriereförderung alleinig vertikale Perspektiven an. Das hat die Managementberatung Compass bei Auswertung von 17 Projekten mit über 200.000 Mitarbeitern in Europa in den letzten 12 Monaten festgestellt.

Nach Auskunft von Jörg Hild, Geschäftsführer der Compass Deutschland GmbH, treten die Folgen eines fehlenden Skill-Managements vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels inzwischen immer deutlich zutage: "In vielen Bereichen, die für die Zukunft strategisch wichtig sind, klaffen fachliche Lücken - das wird bei einem systematischen Soll-Ist-Abgleich erkannt“, so Hild. Weil Funktionen nicht aufgrund des nachgewiesenen Skill-Bedarfs vergeben würden und Führungspositionen oft die einzigen Karriereperspektiven der Mitarbeiter markierten, sei gleichzeitig der Senior- und Management-Anteil häufig überrepräsentiert, was schließlich dazu führe, dass das Personal häufig nicht adäquat eingesetzt werde. Die Folge sind erhöhten Kosten – vor allem in IT-Projekten.

Skill-Management spart Kosten und fördert die Organisationsentwicklung

„Nach Feststellung von Compass lassen sich in IT-Projekten durch eine anforderungsgerechte Rollenverteilung durchschnittlich 18,5 Prozent der Personalkosten einsparen“, so die Managementberatung in ihrem Bericht. Abseits der Kosteneinsparungspotenziale bei Projekten bietet ein effizientes Skill-Management laut Hild zudem den Vorteil, dass die gesamte Organisationsentwicklung systematischer am künftigen Personalbedarf ausgerichtet werden könne. So könnten Unternehmen die strategisch benötigten fachlichen Qualifikationen genau erfassen, mit den vorhandenen Skills abgleichen und gezielte Maßnahmen ergreifen, um drohende Lücken frühzeitig zu schließen. Darüber hinaus erhielten Mitarbeiter bessere Karriereperspektiven und könnten somit besser motiviert werden.

Trotz aller Defizite, die im Hinblick auf das Skill-Management in vielen Unternehmen derzeit noch bestehen: Die Potenziale einer horizontaler Karriereförderung und eines systematischen, modellbasierten Managements der fachlichen Fähigkeiten werden von den Unternehmen zunehmend erkannt. So entschlössen sich Hild zufolge inzwischen immer mehr Unternehmen, die Fertigkeiten systematisch zu managen und ihren Mitarbeitern auch horizontale Karriereperspektiven anzubieten. In der IT setze sich dabei immer stärker das ursprünglich in England entwickelte Modell SFIA (Skills Framework for the Information Age) durch. „Mit diesem standardisierten Rahmenwerk können Qualifikationen und Erfahrungen überbetrieblich klassifiziert und beschrieben werden“, so die Managementberatung Compass.

Quelle: Compass Deutschland GmbH

WEITERE NEWS AUS DIESER KATEGORIE
NACHRICHTEN AUS ANDEREN RESSORTS
SUCHE
Volltextsuche





Profisuche
Anzeige
PRESSEFORUM MITTELSTAND
Pressedienst
LETZTE UNTERNEHMENSMELDUNGEN
BRANCHENVERZEICHNIS
Branchenverzeichnis
Kostenlose Corporate Showrooms inklusive Pressefach
Kostenloser Online-Dienst mit hochwertigen Corporate Showrooms (Microsites) - jetzt recherchieren und eintragen! Weitere Infos/kostenlos eintragen
Anzeige
BUSINESS-SERVICES
© novo per motio KG