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Fachkräftemangel – Mythos oder echte Bedrohung?

(PM) Stuttgart, 24.07.2014 - Die Diskussion um den Fachkräftemangel in Deutschland geht in eine weitere Runde. Hintergrund ist die nahezu zeitgleiche Veröffentlichung zweier Studien, die das Thema von einem ähnlichen Standpunkt aus betrachten, dabei jedoch zu abweichenden Ergebnissen kommen. Die Meinung, dass eine steigende Nachfrage bei gleichzeitigem Rückgang des Angebots zwangsläufig zu einem Mangel führt, ist einigen Wirtschaftsexperten zufolge überholt.

Die Boston Consulting Group hat in ihrer neuesten Studie bereits jetzt einen deutlichen Mangel an Fachkräften in Deutschland festgestellt und prognostiziert einen rapiden Anstieg in den nächsten 15 Jahren. Als Ursachen werden der demografische Wandel sowie das deutsche Wirtschaftswachstum genannt. Grundlage hierfür sind statistische Werte bzw. Prognosen der UN zum Bevölkerungswachstum und dem Anteil an Erwerbstätigen in Deutschland. Demnach wird im Jahr 2030 der Bedarf an Arbeitskräften die Zahl der vorhandenen um zehn Millionen übersteigen.

Kritiker, die im Fachkräftemangel keine Bedrohung, sondern ein fadenscheiniges Argument zur Rechtfertigung fraglicher Methoden der Gewinnsteigerung sehen, dürften diese Argumentation jedoch als Bestätigung empfinden.

Weiterhin zeigen die Ergebnisse der aktuellen Studie der Bundesagentur für Arbeit, dass keine akute Bedrohung durch ein Defizit an Fachkräften besteht. Es existiert zwar eine Lücke zwischen vakanten Stellen für Fachkräfte und vorhandenen Arbeitskräften, etwa in der IT sowie in Pflegeberufen, jedoch wird darin noch keine Krise gesehen. Tatsächlich ist von einer Entspannung der Engpasssituation in zahlreichen Mangelberufen die Rede. So hat sich die Gesamtzahl der betroffenen Berufsgruppen von 20 auf 19 reduziert. Die moderatere Wirtschaftsentwicklung im Jahr 2013 und die steigende Anzahl an Studienabsolventen werden hierfür als Gründe aufgeführt.

Alles in allem zieht die Bundesagentur für Arbeit das Resümee, dass sich aus einer zeitlichen Verzögerung bei der Besetzung offener Stellen noch kein tatsächlicher Fachkräftemangel schließen lässt. Allein in Bereichen, in denen deutschlandweit offene Stellen unverhältnismäßig lang vakant bleiben, kann ein Defizit von qualifizierten Arbeitnehmern als mögliche Ursache genannt werden. In vielen Wirtschaftszweigen handelt es sich allerdings um regionalspezifische Probleme, die durch eine Umverteilung von verfügbaren Kräften weitestgehend behoben werden könnten, zumindest mittelfristig.

In diesem Zusammenhang wird häufig auch die Trägheit der Unternehmen kritisiert. Sie sehen wenig Veranlassung, sich potenziellen Mitarbeitern als attraktiver Arbeitgeber zu präsentieren, etwa durch ansprechende Arbeitsbedingungen, flexible Arbeitszeiten, Boni für gute Leistungen oder ähnliche Benefits.

Der Vergleich beider Studien zeigt demnach erneut, dass das Thema Fachkräftemangel sehr differenziert und mit einem gewissen Maß an Skepsis zu betrachten ist. Eine eindeutige Aussage, ob tatsächlich eine Bedrohung vorliegt oder nicht, lässt sich nicht treffen, da hier je nach herrschenden Interessen und Blickwinkel sowie bei der Betrachtung des erhobenen Datenmaterials völlig unterschiedliche Ergebnisse und Prognosen getroffen werden können.

Was Deutschland nach Meinung der Boston Consulting Group unternehmen muss, um den Fachkräftemangel zu stoppen, lesen Interessierte auf dem neuen Themenportal Workforce Wiki: bit.ly/1njf8p8
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