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Facebook, Xing und Co. – Modeerscheinung oder nützliche Marketing-Instrumente für den Mittelstand?

Social Media sind in aller Munde. Viele Unternehmen folgen dem Trend und bringen sich in die Netzwerke ein. Aber ist diese Form des Online-Marketings zukunftweisend oder nur eine schnelllebige Modeerscheinung, deren Dynamik viele kaum folgen können?
(PM) Ettlingen, 29.11.2010 - Weder das eine noch das das andere trifft vollkommen zu. Denn Social Media, also soziale Netzwerke im Internet, bieten neben einigen Risiken auch große Chancen. Zwar ist die erwartete permanente Aktualität einiger Medien (Z.B. Twitter) gerade für kleinere Unternehmen kaum einzuhalten und auch die Tatsache, dass Fehler im Marketing für das gesamte Netzwerk ersichtlich und kommentierbar sind, ist nicht unbedingt von Vorteil. Aber andererseits kann die Dynamik der Netzwerke auch zu einer viralen Verbreitung einer Botschaft beitragen und das Unternehmen mit seinen Marken innerhalb kurzer Zeit bekannter machen.

Was ist sinnvoll?

Grundsätzlich gilt für die Online-Vermarktung dasselbe wie für alle Marketing-Maßnahmen: Planung ist die halbe Miete! Um zu vermeiden, dass es trotz der Bereitschaft für den Einsatz der Social Media an passenden Inhalten oder der nötigen Zeit für die Pflege der Seiten mangelt, müssen einige grundsätzliche Regeln beachtet werden, wie die Inhaberin der Ettlinger Agentur KOKON, Marion Oberparleiter, aus Erfahrung weiß: „Die Ziele der Marketing-Maßnahmen sollten klar definiert werden. Es muss geprüft werden, wie Social Media ins Gesamtkonzept passen und wie sie als sinnvolle Maßnahmen auf dem Weg zum Ziel eingesetzt werden können“. Ebenso stellt sich die Frage, ob jedes Medium auch zum Unternehmen und zur Zielgruppe passt. Nicht für jeden ist Twitter sinnvoll, wenn die Zeit fehlt, Meldungen regelmäßig zu aktualisieren oder die Zielgruppe nicht stark genug in diesem Netzwerk vertreten ist. Die Maßnahmen sollten immer einem konkreten Zweck dienen.

Welche Möglichkeiten gibt es für das Online-Marketing?

Facebook

Facebook eignet sich vor allem dazu, zu erreichen, dass sich mehr Menschen mit einer Marke identifizieren, da für die Freunde des Nutzers sichtbar ist, was er mag und welcher Seite er als Fan folgt. Er trägt somit die Botschaften des Unternehmens in seinen Bekanntenkreis hinein und das ist erfolgsversprechend: denn was vertrauen wir mehr, als den Empfehlungen unserer Freunde? Weiterhin kann die Erstellung eines Unternehmensprofils auf Facebook die langfristige Kundenbindung fördern, da Aktualisierungen und Neuigkeiten von allen Fans der Seite verfolgt und kommentiert werden können.

Xing

Xing wird vor allem für den Aufbau von Businesskontakten genutzt. Unternehmen können sich als attraktive Arbeitgeber positionieren, über Neuheiten informieren oder gezielt nach potentiellen Interessenten für ihre Produkte suchen. Gruppen und Foren zu verschiedenen Interessenbereichen bieten eine weitere wichtige Möglichkeit mit zukünftigen Geschäftspartnern in Kontakt zu treten.

Twitter

Via Twitter können aktuelle Entwicklungen oder Meinungen veröffentlicht und von anderen Nutzern kommentiert werden. Aufgrund der Dynamik und ständigen Aktualität von Twitter ist diese Form der Social Media für kleinere Unternehmen nur dann geeignet, wenn genügend interessante aktuelle Kurzmeldungen zu verzeichnen sind.

Die Basis muss stimmen

Social Media sind zwar sehr moderne Mittel des Online-Marketings, doch bevor diese wirklich sinnvoll wirken können, müssen die Grundlagen stimmen. Die Website eines Unternehmens ist heute ein wichtiges Aushängeschild; oftmals wird die Qualität des Internetauftritts mehr oder weniger bewusst mit dem Image des Unter-nehmens in Verbindung gebracht. Selbst wenn die Facebook-Seite regelmäßig gepflegt wird und viele Kontakte gewinnen konnte, wirkt ein schlechter Internetauftritt dagegen unprofessionell. Zudem hat laut einer BitKom-Studie im Oktober dieses Jahres jedes fünfte Unternehmen noch keine eigene Website und verzichtet damit auf ein wichtiges Marketing-Instrument. „Die Prioritäten sollten bei der Planung also klar verteilt und die entsprechenden Maßnahmen je nach Dringlichkeit der Teilziele gewichtet werden“, erläutert Marion Oberparleiter von der Agentur KOKON.

Als Teil einer Marketing-Strategie haben Social Media großes Potenzial – vorausgesetzt, sie werden strategisch geschickt und vor allem zielgerichtet eingesetzt.
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