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News, 17.06.2010
Facebook-Sicherheitsleck
Malware-Bedrohung in Social Networks wächst
Social Networks werden immer häufiger zur Verbreitung von Malware bzw. Schadsoftware genutzt, berichtet das BSI. Aktuell in diesem Kontext besonders gefährdet: Facebook-Nutzer.
Wie das Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI)  gestern mitteilte, breitete sich derzeit ein Wurm in Facebook aus, der eine seit mehreren Wochen bekannte Sicherheitsschwachstelle des Social Network-Primus durch sogenanntes Clickhacking ausnutzt. Dabei überlagert ein Hacker für den Nutzer unsichtbar die Darstellung einer bestimmten Internseite, um diesen dazu zu verleiten, auf vorgegaukelte, scheinbar harmlose Objekte bzw. Links zu klicken und darüber ungewollt vom Hacker definierte Aktionen auszulösen.

In dem bei Facebook bekannt gewordenen Fall fügt der Wurm laut BSI eine manipulierte Statusmeldung dem eigenen Profil hinzu, die zu einer Webseite mit dem Titel "101 Hottest Women in the World" verweist. Freunde, die auf diese Statusmeldung klicken, fügen ihrerseits eine entsprechende Statusmeldung ihrem Profil hinzu.

„Wer bei der Nutzung von Facebook auf den Link stößt, sollte ihn in keinem Fall anklicken“, warnt die vom BSI getragene Initiative Bürger-CERT. Facebook-Nutzern, die bereits auf eine entsprechende Seite geklickt haben, empfiehlt das Bürger-CERT, ihr Profil zu bearbeiten und die manipulierte Statusmeldung zu entfernen, um die Weiterverbreitung des Wurms zu vermeiden.

Nach Auskunft des BSI könne nicht ausgeschlossen werden, dass der Wurm in Zukunft auch Schadsoftware nachlädt oder Facebook-Nutzer auf Phishing-Seiten, also fingierte, auf Datendiebstahl ausgerichtete Websites weiterleitet.  Darüber hinaus sei zu erwarten, dass weitere Würmer diese Schwachstelle ausnutzen und sich ihrerseits mit manipulierten Statusmeldungen oder anderen Profilbestandteilen versuchen zu verbreiten.

Laut BSI kann diese Sicherheitslücke bei Facebook grundsätzlich über jeden Browser ausgenutzt werden. Allerdings gibt es dem Bericht zufolge für Firefox eine Browser-Erweiterung namens „NoScript“, die Facebook-Nutzern technischen Schutz bietet. Zwar hat Facebook die durch die Malware initiierte Weiterleitung auf die Seite unterbunden. Die Gefahr, Opfer einer ausgefeilteren Variante dieser oder neuer Schadsoftware zu werden, bleibt aber angesichts der weiterhin bestehenden Sicherheitslücke in Facebook dennoch hoch.

„Neben der Gefahr, auf infizierte Webseiten geleitet zu werden, werden Soziale Netzwerke auch verstärkt genutzt, um Phishing zu betreiben. Grundsätzlich sollten Nutzer daher wie bei allen Internetanwendungen auch in sozialen Netzwerken vorsichtig sein und nicht wahllos auf Links klicken“, so das BSI. In einem „Brennpunkt“ hat das Bundesamt zusammengefasst, wie Social Networks sicher genutzt werden können.
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