VOLLTEXTSUCHE
News, 16.12.2013
IT Innovation Readiness Index 2013
Produzierender Mittelstand im Industrie 4.0-Zeitalter angekommen
Deutschlands mittelständische Industrie ist gut gewappnet für das neue, sogenannte Industrie 4.0-Zeitalter. Wegbereiter des Wandels hin zu immer stärker IT-gesteuerten und automatisierten Fertigungs- und Produktionsprozessen sind Mobility und Cloud-Technologien.
Am besten steht die Industrie in Deutschland aktuell bezogen auf die IT-gestützte Steuerung von Produktionsprozessen (Industrie 4.0) da. Quelle Grafik: Freudenberg IT
Am besten steht die Industrie in Deutschland aktuell bezogen auf die IT-gestützte Steuerung von Produktionsprozessen (Industrie 4.0) da. Quelle Grafik: Freudenberg IT
Das Produzierende Gewerbe in Deutschland weist sehr gute Startbedingungen für die Industrie 4.0-Epoche aus. Das zeigt die Studie „IT Innovation Readiness Index 2013“ (IRI), die das Marktforschungsunternehmen Pierre Audoin Consultants (PAC) im Auftrag von Freudenberg IT (FIT) erstellt hat. Sie zeichnet erstmals ein fundiertes Bild zum Status Quo der Innovationsbereitschaft und IT-Durchdringung im industriellen Mittelstand in Deutschland. So notiert der Innovationsindex, der sich aus Aggregation technologischer Einzelindizes zu unter anderem der Industrie 4.0-, Mobility- und Cloud Computing-Reife der Industriebetriebe zusammensetzt, aktuell auf einer Skala von 0 bis 10 bei 4,91. Der Industrie 4.0-Index liegt aktuell sogar auf einem Wert von 6,28. Der Industrie 4.0-Index beträgt laut Studie 6,28. „Die Studie offenbart einen überraschend hohen Innovations- und Industrie 4.0-Reifegrad im produzierenden Mittelstand“, so Horst Reichardt, CEO von Freudenberg IT.

Verantwortlich für den hohen Stand des Industrie 4.0-Index ist unter anderem die hohe Verbreitung von Lösungen zur IT-Fernwartung: 70 Prozent der Fertigungs- und Produktionsbetriebe haben solche Lösungen bereits im Einsatz. Fast ebenso viele mittelständische Industriebetriebe, nämlich knapp zwei Drittel, setzen bereits auch intelligenten Produktions- und Fertigungsanlagen ein, und 60 Prozent der Industrieunternehmen nutzen die bereits die Vorteile einer IT-basierten Automatisierung. Bezogen auf dezentral vernetzte, selbststeuernde Produktionsprozesse zeigt die Studie dagegen ein weniger fortschrittliches Bild: Solche schließt noch fast die Hälfte der befragten Fertiger und Produktionsbetriebe (47 %) der Studie zufolge derzeit aus. „Wir gehen in den nächsten Jahren von einem wachsenden Einfluss der Produktion auf strategische IT-Entscheidungen aus und erwarten daher, dass der Industrie 4.0-Index tendenziell weiter steigen wird“, so PAC-Analyst Karsten Leclerque.

Auch die Nutzung von Mobility-Anwendungen betreffend sind die meisten Industriebetriebe bereits in der Moderne angekommen. So setzen aktuell bereits mehr als zwei Drittel aller Fertigungs- und Produktionsbetriebe auf mobile Arbeitsplätze. Die parallele sowohl berufliche als private Nutzung von mobilen Endgeräten – Stichwort: „Bring Your Own Device“ (BYOD) – schließt allerdings die Hälfte aller Industriebetriebe aktuell noch aus, was sich entsprechend dämpfend auf den Index auswirkt.

Mit der Nutzung von Cloud-Technologien tun sich dagegen aktuell die meisten Fertiger und Produktionsbetriebe  der Erhebung nach noch schwer, zeigt der vergleichsweise niedrige Stand des Cloud-Index, der aktuell auf einem Wert von 2,80 notiert. Zwar nutzen 18 Prozent der Unternehmen Speicher oder Server aus der Cloud und 16 Prozent der Industriebetrriebe Software-as-a-Service (SaaS), ein großer Teil von 40 Prozent lehnt allerdings das Cloud Computing generell noch ab.

Wie die Freudenberg IT als Fazit festhält, sei die IT-Durchdringung in der deutschen Industrie zwar je nach Industriezweig unterschiedlich ausgeprägt, insgesamt betrachtet aber seien Deutschlands Fertigungs- und Produktionsbetriebe im Industrie 4.0-Zeitalter angekommen. Um im internationalen Wettbewerb auch weiterhin bestehen zu können, sei jetzt allerdings laut Reichardt ein echter Dialog zwischen Produktionsspezialisten und IT-Fachleuten gefragt. „Denn Hightech-Einsatz führt nicht per se zu Industrie 4.0. Dazu ist vielmehr eine Kombination aus IT- und tiefem Prozessverständnis in der Fertigung notwendig“, so Reichardt.
WEITERE NEWS AUS DIESER KATEGORIE
NACHRICHTEN AUS ANDEREN RESSORTS
Erfolgsfaktor Datensicherheit und Datenschutz
Gleich wie gut ein Unternehmen technologisch gegen Cyberkriminalität abgesichert ist: Die letzte ... mehr

SUCHE
Volltextsuche





Profisuche
Anzeige
PRESSEFORUM MITTELSTAND
Pressedienst
LETZTE UNTERNEHMENSMELDUNGEN
BRANCHENVERZEICHNIS
Branchenverzeichnis
Kostenlose Corporate Showrooms inklusive Pressefach
Kostenloser Online-Dienst mit hochwertigen Corporate Showrooms (Microsites) - jetzt recherchieren und eintragen! Weitere Infos/kostenlos eintragen
Anzeige
BUSINESS-SERVICES
© novo per motio KG