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News, 07.02.2019
Rückläufige Industriekonjunktur
Exportrückgänge drücken Auftragseigang in der Industrie
Der Auftragseingang im Verarbeitenden Gewerbe hat zum Jahresende deutlich an Fahrt verloren. Vor allem im nichteuropäischen Ausland schwächte sich die Nachfrage nach Industrieprodukten spürbar ab.
Die Entwicklung der Auftragseingänge im Verarbeitende Gewerbe seit Dezember 2008
Die Entwicklung der Auftragseingänge im Verarbeitende Gewerbe seit Dezember 2008

Enttäuschender Jahresabschluss für die deutsche Industrie: Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) verzeichnete das Verarbeitende Gewerbe im Dezember einen deutlichen Auftragsrückgang. Aktuellen Berechnungen zufolge lagen die Auftragseingänge zum Jahresende 1,6 Prozent unter dem Niveau von November. Gegenüber dem Vorjahresmonat stand im Dezember sogar ein Auftragsminus von 10,8 Prozent. Damit hat sich das Abflauen der Industrienachfrage zum Jahresende beschleunigt: Im November hatte sich der Auftragseingang im Verarbeitenden Gewerbe - nach einem leichten Zuwachs im Oktober (+ 0,3 %) – binnen Monatsfrist um 0,2 Prozent verringert.

Verantwortlich für den vergleichsweise schwachen Jahresabschluss waren vor allem ein deutlich unterdurchschnittliches Volumen an Großaufträgen und eine erhebliche schwächere Nachfrage in den Nicht-Euro-Ländern. Hier verbuchte das Verarbeitende Gewerbe im Dezember auf Monatssicht einen Rückgang der Bestellung um 5,5 Prozent. Dieses Auftragsminus konnte auch ein Orderzuwachs in den Eurostaaten (+ 3,2 %) nicht kompensieren, womit sich unter dem Strich ein Auftragsminus im Ausland um 2,3 Prozent ergab. Auch die Inlandsnachfrage verlor im Dezember an Fahrt. Sie unterschritt das Vormonatsniveau allerdings nur leicht um 0,6 Prozent. „Der Rückgang der Bestellungen im Dezember spricht dafür, dass sich die Durststrecke in der Industrie zunächst fortsetzt“, konstatierte das Bundeswirtschaftsministerium „Auch die jüngsten Stimmungsindikatoren deuten auf eine gedämpfte Industriekonjunktur zu Jahresbeginn hin.“

Das gesamte vierte Quartal betrachtet legten die Auftragseingänge dennoch leicht um 0,3 Prozent zu. Geschuldet war das Orderplus jedoch allein einer stärkeren Nachfrage nach Investitionsgütern mit einem Zuwachs des Bestellvolumens um 2,8 Prozent. Die Vorleistungsgüterindustrie verzeichnete dagegen einen Rückgang der Bestellungen um 3,4 Prozent. Konsumgüter wurden ebenfalls weniger bestellt. Hier unterschritten die Auftragseingänge im vierten Quartal das Vorquartalsniveau um 0,7 Prozent.

„Stützend wirkte, dass die Automobilindustrie bei der Bewältigung der WLTP-Problematik voranschreitet. Im vierten Quartal nahmen die Aufträge in der Kfz-Industrie um 10,2 % gegenüber dem schwachen dritten Quartal zu“, so das Bundeswirtschaftsministerium. „Die meisten anderen Wirtschaftszweige mussten hingegen Rückgänge der Auftragseingänge verzeichnen. So nahmen die Auftragseingänge im Maschinenbau um 0,4 % und in der chemischen Industrie um 1,9 % ab.“

 cs/BMWi

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