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News, 14.02.2013
Export-Boom
Deutsche Wirtschaft bricht Ausfuhrrekord
Rekordjahr für den deutschen Export: Trotz Eurokrise und lahmender Weltkonjunktur hat die deutsche Wirtschaft 2012 so viel ins Ausland exportiert wie nie zuvor. Motor der deutschen Exporte waren die Länder außerhalb der Europäischen Union.
Während die Eurozone-Länder weniger Waren aus Deutschland bezogen, legten die Exporte in die EU-Mitgliedsstaaten außerhalb der Eurozone deutlich zu.
Während die Eurozone-Länder weniger Waren aus Deutschland bezogen, legten die Exporte in die EU-Mitgliedsstaaten außerhalb der Eurozone deutlich zu.

Produkte „Made in Germany“ waren im vergangenen Jahr weltweit so stark gefragt wie nie. Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden auf Basis vorläufiger Ergebnisse bekannt gab, beliefen sich die deutschen Exporte 2012 auf ein Gesamtvolumen von 1.097,4 Milliarden Euro. Damit steigerte die deutsche Wirtschaft ihre Ausfuhren gegenüber dem Rekordjahr 2011 um 3,4 Prozent auf einen neuen historischen Höchststand. Der Dezember trübte allerdings ein wenig die Erfolgsbilanz. So verloren die deutschen Exporte trotz leichtem Anstieg gegenüber November (+0,3%) auf Jahressicht den zweiten Monat in Folge deutlich an Fahrt (-6,8% gegenüber Dezember 2011).

 „Ein wichtiger Grund für die enttäuschenden Dezemberzahlen liegt auch in einem saisonalen Effekt, da Feiertage zum großen Teil an regulären Arbeitstagen lagen“, so  Anton F. Börner, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA). Dies könne jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, „dass die Folgen der Finanz- und Wirtschaftskrise noch keineswegs gemeistert sind“, ergänzte der BGA-Chef.

Die deutschen Importe erreichten ebenfalls 2012 ein Allzeithoch. Sie überstiegen mit einem Volumen von 909,2 Milliarden Euro den Rekordwert aus dem Vorjahr um 0,7 Prozent. Auch die Einfuhren gaben jedoch im Dezember nach. Sie verringerten sich den zweiten Monat in Folge auf Monatssicht kalender- und saisonbereinigt um 1,2 Prozent und gegenüber dem Vorjahresmonat um 7,3 Prozent.

Zusammen mit den Salden für Dienstleistungen, laufende Übertragungen sowie Ergänzungen zum Außenhandel ergab sich in der Außenhandelsbilanz 2012 ein Überschuss von 166,9 Milliarden Euro (2011: 147,2 Mrd. Euro). Dem Statistikamt zufolge ist das der zweithöchste Aktivsaldo seit Bestehen der deutschen Außenhandelsstatistik (Einführung: 1950). Den bislang höchsten Außenhandelsüberschuss verzeichnete die deutscher Wirtschaft mit 195,3 Milliarden Euro im Jahr 2007.

Drittländer immer wichtigere Säule im deutschen Export

Größter Absatzmarkt für Deutschlands Exporteure waren auch 2012 die Länder der Europäischen Union (EU). In diesen Ländern setzen deutsche Unternehmen Waren im Wert von 625,7 Milliarden Euro ab. Das waren zwar 0,3 Prozent weniger als im Vorjahr, allerdings immer noch gut 57 Prozent der gesamten deutschen Ausfuhren. Verantwortlich für den Rückgang war die schwierige wirtschaftliche Lage in den Eurozone-Mitgliedsstaaten, die mit einem Gesamtvolumen von 411,9 Milliarden Euro 2,1 Prozent weniger Waren aus Deutschland bezogen als 2011. Weiterhin dynamisch entwickelte sich dagegen der Handel mit den EU-Mitgliedsstaaten, die nicht der Eurozone angehören. Hier legten die deutschen Warenlieferungen um 3,3 Prozent auf 213,8 Milliarden Euro zu. Bei den deutschen Einfuhren aus den EU-Mitgliedsstaaten zeigte sich dagegen eine gegenteilige Entwicklung. Sie lagen mit einem Gesamtvolumen von 577,1 Milliarden Euro 0,9 Prozent über dem Vorjahresniveau (Eurozone-Länder: +0,7; Nicht-Eurozone-Länder: +1,4%).

Dass die deutsche Wirtschaft trotz der Nachfrageschwäche in der Eurozone dennoch ausfuhrseitig ein Rekordergebnis einfuhr, war einer anhaltend dynamischen Nachfrage in den Nicht-EU-Ländern geschuldet. In diesen Ländern, den sogenannten Drittländern, verzeichnete die deutsche Wirtschaft Rekordausfuhren im Wert von 471,7 Milliarden Euro. Das waren 8,8 Prozent mehr als im Jahr 2011. Sie machten die Export-Einbrüche in der Eurozone mehr als wett. Die deutschen Wareneinfuhren aus den Ländern außerhalb Europas erhöhten sich mit einem Warenwert von 332,1 Millliarden Euro dagegen im Vergleich zum Vorjahr lediglich um 0,4 Prozent.

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