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News, 09.03.2016
Orderrückgang im Inland
Eurozone stützt industriellen Auftragseingang
Der Auftragseingang in der Industrie zeigt Bremspuren. Vor allem im Inland schwächte sich die Nachfragedynamik nach Industrieerzeugnissen im Januar weiter ab.
Die Entwicklung der Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe Deutschlands seit 2006 (Quelle: BMWi).
Die Entwicklung der Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe Deutschlands seit 2006 (Quelle: BMWi).
Der Auftragseingang im Verarbeitenden Gewerbe hat zu Beginn des Jahres weiter an Fahrt verloren.  Wie das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) auf Basis aktueller Zahlen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) mitteilt, hat die deutsche Industrie im Januar preis-, saison- und arbeitstäglich bereinigt einen weiteren Rückgang der Bestellungen um 0,1 Prozent verzeichnet. Das war der zweite Monate in Folge mit einer rückläufigen Auftragslage. Im Dezember hatte sich der Auftragseingang nach dem Auftragsschub im November (+ 1,5 %) aufwärts revidiert um 0,2 Prozent auf Monatssicht verringert (Erstprognose: - 0,7 %). Von Dow Jones Newswires befragte Ökonomen hatten sogar mit einem erneuten Auftragsrückgang um 0,4 Prozent gerechnet.

Angaben des Ministeriums zufolge bewegte sich das Volumen der Großaufträge auf einem durchschnittlichen Niveau. Dass der Auftragseingang insgesamt weiter geringfügig an Fahrt verlor, war einer weiter rückläufigen Nachfrage nach Industrieerzeugnissen im Inland geschuldet. Hier stand im Januar erneut ein Auftragsminus von 1,6 Prozent zu Buche, das auch durch den Orderzuwachs im Ausland um 1,0 Prozent nicht kompensiert werden konnte. Auftragsmotor im Ausland waren die Euroländer, wo die Nachfrage nach Industrieprodukten „made in Germany“ nach dem Einbruch im Dezember (- 6,6 % gegenüber November) mit einem Zuwachs der Bestellungen um 7,5 Prozent wieder kräftig anzog.

Vor allem Konsumgüter waren deutlich mehr gefragt. Hier zogen die Bestellungen im Januar den zweiten Monat in Folge um 3,9 Prozent gegenüber Dezember an (November: + 4,1 %). Auch Investitionsgüter wurden mehr geordert. Hier trieben die Eurozone-Länder (+ 12,0 %) den Auftragseingang trotz schwächere Inlandsnachfrage (- 0,4 %) und rückläufiger Dynamik im restlichen Ausland (- 0,8 %) insgesamt um 1,7 Prozent nach oben. Anders bei Vorleistungsgütern. Sie wurden den zweiten Monat in Folge deutlich weniger geordert (- 4,0 Prozent; Dezember: - 2,1 %). „In der Tendenz entwickeln sich die Bestellungen für Vorleistungsgüter gegenwärtig weniger günstig als die für Investitions- und Konsumgüter. Die Impulse kommen auch in der Zweimonatsbetrachtung gegenwärtig aus dem Ausland“, konstatierte das Ministerium.

In der Zweimonatsbetrachtung Dezember/Januar gegenüber dem Zeitraum Oktober/November legten allerdings die Industrieaufträge zu. Hier zeigt sich dem Statistikamt zufolge insgesamt ein Zuwachs der Bestellungen um 0,5 Prozent. Gegenüber Januar 2015 ergibt sich arbeitstäglich bereinigt ebenfalls ein Auftragsplus, und zwar um 1,1 Prozent (ohne Berücksichtigung der Arbeitstage: - 1,8 %). „Die Bestelltätigkeit im Verarbeitenden Gewerbe war in den letzten beiden Berichtsmonaten stabil und etwas umfangreicher als im positiven Jahresschlussquartal 2015“, so das Ministerium. „Die insgesamt durchaus rege Nachfrage aus dem Ausland ist Ausdruck der hohen Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Industrie auch in einem fragilen außenwirtschaftlichen Umfeld. Gleichwohl haben sich die Erwartungen in der Industrie zuletzt merklich eingetrübt und signalisieren eine nur moderat aufwärtsgerichtete Entwicklung der Industriekonjunktur.“

cs/BMWi

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