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News, 14.11.2011
Eurozone pessimistisch
Wirtschaftsklima im Euroraum auf Talfahrt
Das Wirtschafsklima in der Eurozone hat sich im vierten Quartal erheblich verschlechtert. So fiel der ifo-Indikator zu den Konjunkturaussichten auf den tiefsten Stand seit Anfang 2009.
Die Zeichen in der Eurozone stehen klar auf Abschwung. Das größte Problem aus Sicht der Ökonomen sind die öffentlichen Haushaltsdefizite.
Die Zeichen in der Eurozone stehen klar auf Abschwung. Das größte Problem aus Sicht der Ökonomen sind die öffentlichen Haushaltsdefizite.
Die Wirtschaftslage in den Eurozone-Ländern trübt sich immer stärker ein. Nach Mitteilung des Münchener Instituts für Wirtschaftsforschung (ifo) ist der im Rahmen des World Economic Survey (WES) erhobene ifo-Indikator zum Wirtschaftsklima in der Eurozone im vierten Quartal um 26,9 Zähler auf 83,7 Punkte abgestürzt (3. Quartal: 110,6 Punkte). Danach schätzen die befragten WES-Experten sowohl die aktuelle Wirtschaftslage als auch die weitere Entwicklung in den Eurozone-Ländern erheblich schlechter ein als im vorangegangenen Quartal. „Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass die konjunkturelle Abschwächung im Euroraum weitergehen wird“, erklärte ifo-Präsident Hans-Werner Sinn.

Wie aus der WES-Erhebung hervorgeht, hat sich die wirtschaftliche Lage in der Eurozone insgesamt erheblich verschlechtert. So brach der ifo-Indikator zu den Lageurteilen der WES-Experten im vierten Quartal um 27,9 auf 128,7 Punkte ein. Zwar wird die aktuelle Wirtschaftslage in Deutschland, Österreich und Estland noch insgesamt als „gut“ und in Finnland sowie der Slowakei zumindest als „zufriedenstellend“ bewertet. In allen anderen Eurozone-Ländern aber herrscht Tristesse, allen voran in Griechenland, Portugal und Spanien, wo die aktuelle wirtschaftliche Lage von WES-Experten erneut am schlechtesten beurteilt wird. Aber auch in Frankreich, Irland und Italien fielen die Bewertungen zur aktuellen Lage insgesamt dem ifo-Institut zufolge eher schwach aus.

Und eine Besserung ist nicht in Sicht. Im Gegenteil: Nach Ansicht der befragten Ökonomen geht es vielmehr es in den kommenden sechs Monaten weiter mit der Konjunktur im Euroraum bergab. So notiert der ifo-Indikator zu den Konjunkturaussichten im vierten Quartal mit einem Einbruch um 26,2 auf 57,4 Punkte so niedrig wie seit dem ersten Quartal 2009 nicht mehr (Q1/2009: 52,4 Punkte). „Nur in Irland – allerdings ausgehend von einem sehr niedrigen Niveau – wird mit einer Verbesserung der Wirtschaftslage gerechnet“, sagte Sinn.


Hinsichtlich der Preisentwicklung gehen die WES-Experten von einer etwas schwächeren Inflation aus als bislang. Dem ifo-Institut zufolge rechneten die Ökonomen in der Eurozone im Schnitt auf Jahressicht mit einer Teuerungsrate von 2,5 Prozent. Auch gingen vor dem Hintergrund der abwärts gerichteten Konjunktur- und Inflationserwartungen deutlich weniger Experten von einem Anstieg der Langfristzinsen aus. Beim Euro-Dollar-Wechselkurs erwarten die Wirtschaftsexperten dem Bericht nach in den kommenden sechs Monaten keine größeren Veränderungen.

Das derzeit dringlichste wirtschaftliche Problem im Euroraum sind weiterhin nach Meinung der befragten Ökonomen die „öffentlichen Haushaltsdefizite“. Auf dem zweiten Platz im Ranking folgt laut ifo-Institut das „mangelnde Vertrauen in die Wirtschaftspolitik“ und auf Platz 3 das Thema „Arbeitslosigkeit.
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