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News, 06.08.2015
Euro-Wirtschaftsklima verschlechtert
Euroländer schrauben Konjunkturerwartungen zurück
Das Wirtschaftsklima in der Eurozone trübt sich ein. Die aktuelle Wirtschaftslage hat sich insgesamt im dritten Quartal zwar leicht verbessert, bezogen auf die weitere Konjunkturentwicklung zeigen sich die Ökonomen allerdings im Euroraum erheblich skeptischer als noch im Vorquartal.
Der Aufwärtstrend des ifo Wirtschaftsklimaindikators in der Eurozone der letzten zwei Quartale ist gebremst (Quelle Grafik: ifo Institut)
Der Aufwärtstrend des ifo Wirtschaftsklimaindikators in der Eurozone der letzten zwei Quartale ist gebremst (Quelle Grafik: ifo Institut)
Die Konjunktur im Euroraum verliert an Fahrt, zeigt der vom ifo Institut erhobene ifo World Economic Survey (WES). Wie das Münchener Wirtschaftsforschungsinstitut berichtet, hat der sogenannte ifo Wirtschaftsklimaindikator für den Euroraum im dritten Quartal um 5,2 auf 124,0 Punkte nachgegeben. Grund für die Eintrübung des Wirtschaftsklimas in der Eurozone sind deutlich weniger optimistische Erwartungen der Ökonomen hinsichtlich der Konjunkturaussichten. Hier fallen die Prognosen in der aktuellen WES-Erhebung  mit einem Rückgang des Indikators um 9,9 Zähler auf 109,8 Punkte wieder erheblich zurückhaltender aus als im Vorquartal (119,7 Punkte). Bessere Bewertungen zur aktuellen wirtschaftlichen Lage (+ 2,8 auf 148,3 Punkte) federn zwar den Stimmungsabschwung ab, können aber die pessimistischeren Konjunkturerwartungen nicht kompensieren. „Die Dynamik des konjunkturellen Aufschwungs im Euroraum dürfte sich abschwächen“, konstatierte ifo-Präsident Hans-Werner Sinn.

Konjunkturaussichten verschlechtern sich auf breiter Front

Was die Entwicklung der aktuellen Wirtschaftslage angeht, zeigt sich bei allen Euroländern mit Ausnahme von Deutschland, Finnland und Litauen ein Aufwärtstrend. „In Deutschland sind sie aber ohnehin schon günstig“, so Sinn. Anders in Griechenland und Finnland. Hier wird die aktuelle Wirtschaftslage von den WES-Experten weiterhin laut Sinn „per saldo“ negativ bewertet. Gleiches gilt für Frankreich, Spanien, Portugal, Italien, Österreich und Zypern. In den meisten anderen Euroländern wird die aktuelle Lage von den Ökonomen als zufriedenstellend eingestuft.

Deutlich größere Geschlossenheit herrscht bei den Konjunkturerwartungen der Ökonomen für die kommenden sechs Monate. Hier fallen die Prognosen für die meisten Euroländer schlechter aus als im vergangenen Quartal. Vor allem in Slowenien, der Slowakei und Estland wurden die Erwartungen zur Konjunkturentwicklung stark zurückgeschraubt. Lediglich in Finnland, Litauen, Österreich und Zypern haben sich die Konjunkturaussichten leicht verbessert.

Bezogen auf die Preisentwicklung erwarten die befragten Ökonomen im Median, dass die Inflation im Euroraum im laufenden Jahr im Durchschnitt 0,8 Prozent betragen und damit etwas stärker ausfallen wird als noch im Vorquartal prognostiziert (Inflationsprognose Q2: + 0,6 %). Auf mittlere Sicht (2020) geht allerdings das Gros der Ökonomen in den meisten Euroländern weiterhin von einer Inflation von etwa zwei Prozent aus.

cs/ifo

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