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News, 10.01.2019
Euro-BIP wächst langsamer
Konjunktur im Euroraum verliert an Fahrt
Das Wirtschaftswachstum in der Eurozone verlangsamt sich: Im ersten Quartal 2019 dürfte die Wirtschaftsleistung (BIP) aller Euroländer im Vorjahresvergleich nur mehr weniger als halb so stark zulegen wie im ersten Quartal vergangenen Jahres.
Entwicklung des Bruttoinlandsproduktes (BIP) aller Euroländer (Quelle: ifo)
Entwicklung des Bruttoinlandsproduktes (BIP) aller Euroländer (Quelle: ifo)

Laut dem ifo Eurozone Economic Outlook wird das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Euroraum in den ersten zwei Quartal 2019 nur noch jeweils um 0,3 Prozent wachsen. Auf Jahressicht erwartet die Dauerstudie der drei Wirtschaftsforschungsinstitute ifo (München), KOF (Zürich) und Istat (Rom) einen Zuwachs der Wirtschaftsleistung aller Euroländer im ersten Quartal um 1,2 Prozent und im zweiten Quartal um 1,1 Prozent. Zum Vergleich: Im dritten Quartal 2018 hatte das Eurozone-BIP noch um 1,6 Prozent, im zweiten Quartal 2018 um 2,2 Prozent und im ersten Quartal 2018 sogar um 2,5 Prozent auf Jahressicht gewachsen.

Hauptmotor des Wirtschaftswachstums in den Euroländern wird der private Konsum sein. Hier erwarten die drei Forschungsinstitute in den ersten zwei Quartalen einen Zuwachs um jeweils 0,4 Prozent. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum geht die Studie von einem Anstieg der privaten Konsumausgaben im ersten Quartal um 0,9 Prozent und im zweiten Quartal um 1,1 Prozent aus. Wachstumsimpulse werden zudem von den Investitionen ausgehen. Sie werden in den ersten zwei Quartalen dieses Jahres ebenfalls im Vorquartalsvergleich jeweils um 0,4 Prozent zulegen und das Vorjahresniveau im ersten Quartal um 2,6 Prozent und im zweiten Quartal um 1,5 Prozent übersteigen. Bezogen auf die Industrieproduktion erwarten die Ökonomen nach einer Stagnation im vierten Quartal 2018 im ersten Quartal eine etwas stärker Dynamik (+ 0,2 % gegenüber dem Vorquartal) und ein ähnlich leichtes weiteres Anziehen im zweiten Quartal (ebenfalls: + 0,2 %). Dabei dürfte die Industrieproduktion ihr Vorjahresniveau in den ersten zwei Quartalen jeweils um 0,5 Prozent übersteigen.

Für das Gesamtjahr 2018 prognostiziert die Studie eine Wachstumsrate von 1,9 Prozent. „Zuletzt lasteten im dritten Quartal 2018 die Produktionsausfälle der deutschen Auto-Hersteller auf dem Euro-Gebiet. Die Industrie-Produktion des Euro-Gebietes dürfte im vierten Vierteljahr unverändert bleiben und dann zweimal nur um jeweils 0,2 Prozent gegen das Vorquartal wachsen“, so das ifo Institut. Die Inflationsrate wird im vierten Quartal knapp dem Inflationsziel der Europäischen Zentralbank von 2,0 Prozent entsprechen. Dann sinkt die Rate wieder ab auf 1,9 Prozent und 1,8 Prozent in den beiden ersten Quartalen 2019. Die Risiken nehmen zu. Dazu gehören der Brexit, die Handelskriege, die Verwundbarkeit der Schwellenländer und die Unsicherheiten auf den Finanzmärkten. Auch sind die Auswirkungen der Normalisierung der Geldpolitik der US-Notenbank schwer abzuschätzen.

cs/ifo

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