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News, 27.01.2011
Erzeugerpreisindex
Erzeugerpreise zum Jahresende erneut gestiegen
Der Anstieg der Erzeugerpreise hat sich im Dezember letzten Jahres weiter beschleunigt. Verantwortlich hierfür waren insbesondere kräftige Preiserhöhungen bei Energie und Vorleistungsgütern wie Metallen.
Gut zwei Drittel des Anstiegs der Erzeugerpreise war 2010 der Teuerung von Vorleistungsgütern geschuldet.
Gut zwei Drittel des Anstiegs der Erzeugerpreise war 2010 der Teuerung von Vorleistungsgütern geschuldet.
Nach Auskunft des Statistischen Bundesamtes (Destatis) lagen die Erzeugerpreise im Dezember 2010 um 0,7 Prozent höher als im November. Im Vergleich zum Vorjahresmonat stiegen die Preise auf Erzeugerebene um 5,3 Prozent. Damit hat sich der Anstieg der Erzeugerpreise zum vierten Mal in Folge beschleunigt. Im November war die Jahresveränderungsrate noch bei 4,4 Prozent und im September bei 4,2 Prozent gelegen.

Den größten Einfluss auf die Jahresveränderungsrate hatte im Dezember dem Statistikamt zufolge eine erneute Verteuerung von Energieprodukten. Hier stiegen die Preise abermals auf Monatssicht um 1,5 Prozent und lagen um 9,2 Prozent über dem Vorjahresniveau. Am stärksten verteuerten sich Mineralölerzeugnisse, für die Bezieher im Dezember auf Erzeugerebene 17,4 Prozent mehr zahlen mussten als im Vorjahresmonat und 4,2 Prozent mehr als im November. Die Preise für Flüssiggas als Kraft- oder Brennstoff erhöhten sich auf Jahressicht sogar um 43,8 Prozent (gegenüber November: +19,5%), die für leichtes Heizöl um 32,8 Prozent (gegenüber November: +3,8%), die Preise für Dieselkraftstoff um 17,5 Prozent (gegenüber November: +3,7%) und die Preise für Benzin 11,6 Prozent (gegenüber November: +4,0%). Erdgas verteuerte sich auf Jahressicht um 15,3 Prozent und gegenüber November um 0,2 Prozent. Elektrischer Strom war im Dezember ebenfalls deutlich teurer als im Vorjahresmonat. Hier stiegen die Preise auf Jahressicht um 3,3 Prozent und gegenüber November um 1,2 Prozent.

Preise für Metalle ziehen weiter an

Auch bei Vorleistungsgütern – Güter, die im Produktionsprozess verbraucht, verarbeitet oder umgewandelt werden - verstärkte sich der Preisauftrieb erneut. Sie verteuerten sich auf Monatssicht um 0,5 Prozent und binnen Jahresfrist um 6,7 Prozent. Im November hatte die Jahresveränderungsrate noch 6,3 Prozent betragen. Zu der hohen Teuerungsrate trug vor allem die Preisentwicklung bei Metallen bei, die sich auf Monatssicht erneut um 2,1 Prozent und im Vergleich zum Vorjahr um 20,2 Prozent verteuerten. Die Preise für Kupfer und Halbzeug stiegen im Dezember sogar um 6,2 Prozent und im Vergleich zum Vorjahresmonat um 35,9 Prozent. Für Walzstahl mussten Bezieher 26,7 Prozent mehr zahlen als im Vorjahr. Gegenüber November stiegen die Walzstahlpreise auf Erzeugerebene um 1,9 Prozent.

Weiter aufwärts gerichtet bleibt auch die Preisentwicklung bei Getreidemehl und Futtermitteln. Hier betrug die Jahresteuerungsrate im Dezember 35,9 Prozent bzw. 33,1 Prozent. Gegenüber November stiegen die Getreidemehl- und Futtermittelpreise um 0,8 Prozent bzw. 3,1 Prozent. Garne aus Baumwolle verteuerten sich auf Jahressicht sogar um 72,0 Prozent und gegenüber November um 6,4 Prozent. Auf Jahressicht verbilligt hat sich dagegen Zeitungsdruckpapier: Hier gingen die Preise um 18,2 Prozent zurück (gegenüber November: +0,6%).

Die Preise für Verbrauchsgüter stiegen im Dezember gegenüber November um 0,6 Prozent und lagen im Dezember um 2,6 Prozent über dem Vorjahresniveau. Im Nahrungsmittelsektor erhöhten sich die Preise auf Monatssicht um 1,0 Prozent und im Vergleich zum Vorjahr um 5,0 Prozent. Gebrauchsgütern verteuerten sich dagegen im Vergleich zum Vorjahresmonat lediglich um 0,6 Prozent und Investitionsgüter um 0,7 Prozent.

Im Jahresdurchschnitt 2010 stieg Index der Erzeugerpreise gewerblicher Produkte um 1,6 Prozent. Mehr als zwei Drittel der Jahresveränderungsrate entfielen dabei dem Statistikamt zufolge auf die starke Teuerung von Vorleistungsgütern (+3,9 Prozent) und hier vor allem von Metallen (+12,6%).
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