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News, 19.08.2016
Günstige Energie und Vorleistungsgüter
Erzeugerpreise weiter rückläufig
Günstigere Energie- und Vorleistungsgüter haben auch im Juli die Erzeugerpreise unter dem Niveau des Vorjahresmonats gehalten. Stärkere Preisanstiege gab es lediglich bei Gebrauchsgütern, während die Nahrungsmittelpreise nahezu stagnierten.
Maschinenbauerzeugnisse verteuerten sich im Schnitt auf Jahressicht um 0,8 Prozent (Bild: PantherMedia / Wavebreakmedia ltd).
Maschinenbauerzeugnisse verteuerten sich im Schnitt auf Jahressicht um 0,8 Prozent (Bild: PantherMedia / Wavebreakmedia ltd).
Gewerbliche Produkte haben im Juli auf Erzeugerebene durchschnittlich 2,0 Prozent weniger gekostet als im Vorjahresmonat. Das war der 36. Monat in Folge, in dem sich mit gewerbliche Produkte auf Jahressicht verbilligt haben. Ökonomen hatten Medienberichten zufolge im Median eine Rückgang der Erzeugerpreise um 2,1 Prozent prognostiziert. Im Vormonat hatten die Erzeugerpreise 2,2 Prozent unter dem Vorjahresniveau gelegen. Gegenüber Juni legten die Erzeugerpreise etwas zu, mit einem Anstieg um durchschnittlich 0,2 Prozent jedoch nur halb so stark wie im Monat zuvor. Im Juni waren die Preise im Schnitt auf Monatssicht um 0,4 Prozent gestiegen.

Energiepreise weiter rückläufig, Strompreise aber ziehen für Privathaushalte weiter an

Dass der Index der Erzeugerpreise auch im Juli das Niveau des Vorjahresmonats unterschritt, lag vor allem an der Preisentwicklung bei Energie. Hierfür mussten Bezieher im Juli auf Erzeugerebene durchschnittlich 6,2 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. Bitumen aus Erdöl und leichtes Heizöl verbilligten sich im Jahresvergleich sogar um 22,0 beziehungsweise 21,5 Prozent, bei schwerem Heizöl sparten Bezieher gegenüber Juli 2015 immerhin noch 17,6 Prozent. Benzin und Diesel verbilligte sich im Schnitt auf Jahressicht um 12,9 Prozent beziehungsweise 9,7 Prozent. Die Erdgaspreise lagen durchschnittlich 11,0 Prozent unter dem Vorjahresniveau, wobei Industriekunden (- 14,9 %) am stärksten davon profitierten (Wiederverkäufer: - 13,0 %; Privathaushalte: - 2,8 %). Elektrischer Strom kostete im Durchschnitt 2,5 Prozent weniger als im Vorjahresmonat, wobei hier lediglich die Weiterverteiler von den Preisrückgängen profitierten (- 7,6 %), während Firmen und Privathaushalte mehr für Strom bezahlen als ein Jahr zuvor (+ 0,6 % bzw. + 1,5 %).

Wie das Statistikamt errechnete, waren im Juli rund drei Viertel des Rückgangs des Erzeugerpreisindex auf die Preisentwicklung bei Energie zurückzuführen. Lässt man die Preisrückgänge bei Energie in der Gesamtbetrachtung außen vor, unterschritten die Erzeugerpreise das Niveau von Juli 2015 lediglich im Schnitt 0,5 Prozent.


Vorleistungsgüter ebenfalls günstiger, Gebrauchsgüter deutlich teurer

Teuerungsdämpfend wirkte sich zudem die Preisentwicklung bei Vorleistungsgütern - Güter, die im Produktionsprozess verarbeitet, verbraucht oder umgewandelt werden - aus. Hier lagen die Preise im Juli durchschnittlich 1,8 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Metalle verbilligten sich auf Jahressicht im Schnitt um 4,6 Prozent, Roheisen, Rohstahl, Walzstahl und Ferrolegierungen um 5,8 Prozent und metallische Sekundärrohstoffe im Schnitt sogar um 16,7 Prozent. Bei Edelmetallen und entsprechendem Halbzeug zogen die Preise dagegen kräftig an. Sie verteuerten sich im Schnitt 17,7 Prozent.

Investitionsgüter kostete dagegen im Schnitt nur 0,5 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Die Preise für Maschinenbauerzeugnisse lagen durchschnittlich 0,8 Prozent über dem Vorjahresniveau. Bei Verbrauchsgütern zeigte sich im Juli eine ähnliche Preisentwicklung. Sie verteuerten sich ebenfalls nur leicht um 0,4 Prozent. Nahrungsmittel kosteten im Schnitt sogar nur 0,2 Prozent mehr als im Vorjahresmonat, wobei hier deutlichen Preisanstiegen bei Schweinefleisch (+ 9,0 %) und Zucker (+ 4,8 %) ähnlich starke Preisrückgänge bei Milch (-9,4 %) und Kaffee (- 4,8 %) gegenüberstanden.

Die Erzeugerpreise für Gebrauchsgüter zogen dagegen stärker an. Hierfür mussten Bezieher durchschnittlich 1,2 Prozent mehr als im Vorjahresmonat zahlen. Mobile Computer wie Laptops und Tablets verteuerten sich im Schnitt auf Jahressicht sogar um 6,8 Prozent, die Preise für stationäre PC lagen durchschnittlich 1,9 Prozent über dem Vorjahresniveau. Schmuck und ähnliche Erzeugnisse verteuerten sich im Schnitt um 4,4 Prozent, die Preise für Musikinstrumente und Spielwaren stiegen binnen Jahresfrist um jeweils 1,9 Prozent.

cs/Destatis
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