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News, 22.02.2016
Preistahlfahrt bei Industrieerzeugnissen geht weiter
Erzeugerpreise weiter im Sinkflug
Der Index der deutschen Erzeugerpreise hat zu Beginn des Jahres seine Talfahrt fortgesetzt. Hauptverantwortlich hierfür war auch im Januar der anhaltende Preisverfall bei Energie.
Seit August 2013 geht es mit dem Index der Erzeugerpreise nur bergab.
Seit August 2013 geht es mit dem Index der Erzeugerpreise nur bergab.

Die Erzeugerpreise gewerblicher Produkte sind im Januar in Deutschland den 30. Monat in Folge unter dem Niveau des Vorjahresmonats geblieben. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) in Wiesbaden mitteilte, kosteten gewerbliche Produkte auf Produzentenebene durchschnittlich 2,4 Prozent weniger als im Januar 2015. Im Dezember vergangenen Jahres waren die Erzeugerpreise im Schnitt um 2,3 Prozent auf Jahressicht zurückgegangen. Einen Anstieg des Erzeugerpreisindex gab es in Deutschland zuletzt im Juni 2013, als die Verkaufspreise gewerblicher Produkte auf Produzentenebene im Schnitt um 0,6 Prozent auf Jahressicht gestiegen waren. Auf Monatssicht verbilligten sich gewerbliche Produkte auf Erzeugerebene im Schnitt um 0,7 Prozent, womit sich auch hier die Preistalfahrt beschleunigte (November: - 0,2 %; Dezember: - 0,5 %)

Drei Viertel der Jahresteuerungsrate des Index war dem Preisverfall bei Energie geschuldet. Hier lagen die Preise im Januar durchschnittlich 7,3 Prozent unter dem Stand von Januar 2015. Die stärksten Preisrückgänge gab es hier bei schwerem Heizöl und bei erdölbasiertem Bitumen, die sich binnen Jahresfrist um 47,7 Prozent beziehungsweise 30,7 Prozent verbilligten. Mineralölprodukte insgesamt verbilligten sich im Schnitt um 11,6 Prozent. Ähnlich starke Preisrückgänge gab es auch bei Erdgas (- 11,0 %). Bei Strom waren es immerhin noch 6,7 Prozent, die Bezieher im Vergleich zum Vorjahr sparten, wobei von diesen Preisrückgängen in erster Linie Weiterverteiler (- 15,7 %) profitierten, während bei gewerblichen Sondervertragskunden (- 1,4 %) und Privathaushalten (- 0,2 %) die Einsparungen vergleichsweise überschaubar waren. Die Energiepreisentwicklung herausgerechnet lagen die Erzeugerpreise lediglich 0,6 Prozent unter dem Niveau von Januar 2015 und 0,1 Prozent unter dem Dezember-Stand.

Vorleistungsgüter (Güter, die im Produktionsprozess verbraucht, verarbeitet oder umgewandelt werden) waren im Januar  durchschnittlich 2,2 Prozent billiger als ein Jahr zuvor. Gegenüber Dezember sanken hier die Preise im Schnitt um 0,4 Prozent. Metalle verbilligten sich im Schnitt auf Jahressicht um 8,5 Prozent und binnen Monatsfrist um 1,9 Prozent. Betonstahl kostete sogar im Durchschnitt 14,6 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. Gegenüber Dezember zogen hier die Preise allerdings ein wenig an (+ 0,6 %). Nicht-Eisen-Metalle und Halbzeug daraus verbilligten sich im Schnitt um 9,0 Prozent gegenüber Januar 2015. Metallische Sekundärrohstoffe waren im Schnitt sogar um 30,1 Prozent billiger als ein Jahr zuvor. Die Preise für chemische Grundstoffe lagen 3,7 Prozent unter dem Vorjahresstand, die für Papier und Pappe dagegen 1,8 Prozent über dem Stand von Januar 2015.

Die Preise für Verbrauchsgüter waren im Januar 2016 um 0,6 % höher als im Januar 2015 und stiegen gegenüber Dezember 2015 um 0,2 %. Nahrungsmittel kosteten im Jahresvergleich 0,3 % mehr. Süßwaren waren um 4,6 % teurer als ein Jahr zuvor. Besonders stark stiegen im Vergleich zum Januar 2015 die Preise für Rindfleisch (+ 5,3 %), allein gegenüber Dezember 2015 war Rindfleisch um 1,7 % teurer. Schweinefleisch war dagegen um 1,3 % billiger als im Januar 2015. Allerdings stiegen hier die Preise gegenüber dem Vormonat Dezember 2015 um 1,5 %. Milch und Milcherzeugnisse kosteten 2,8 % weniger als im Januar 2015, Käse und Quark sogar 6,7 % weniger.

cs/Destatis

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