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News, 23.10.2013
Inflationsdruck von Erzeugerseite weiterhin gering
Erzeugerpreise verharren unter Vorjahresstand
Rückläufige Preise für Energie und Vorleistungsgüter haben im September abermals den Index der Erzeugerpreise unter das Niveau des Vorjahresmonats gedrückt. Im Nahrungsmittelsektor setzte sich jedoch der Anstieg der Erzeugerpreise fort.
Vor allem Vorleistungsgüter verbilligten sich deutlich, während Investitionsgüter etwas teurer waren.
Vor allem Vorleistungsgüter verbilligten sich deutlich, während Investitionsgüter etwas teurer waren.


Die Preisentwicklung auf Erzeugerebene gibt weiter wenig Grund zur Sorge vor einer bevorstehenden signifikanten Beschleunigung der Inflation in Deutschland: Nach Meldung des Statistischen Bundesamtes sind die Preise für gewerbliche Produkte im September auf Erzeugerebene sogar im Jahresvergleich gesunken. So lagen die Erzeugerpreise durchschnittlich 0,5 Prozent unter dem Niveau von September 2012. Das war der zweite Monat in Folge, in dem Index der Erzeugerpreise einen Rückgang im Vergleich zum Vorjahr auswies (August: ebenfalls – 0,5 %), und zugleich der stärkste Rückgang seit März 2010. In diesem Monat waren die Erzeugerpreise sogar im Schnitt um 1,5 Prozent auf Jahressicht gesunken waren. Gegenüber August verteuerten sich gewerbliche Produkte allerdings auf Produzentenebene im September durchschnittlich um 0,3 Prozent.

Günstigere Energie und Vorleistungsgüter kompensieren Preisauftrieb bei Nahrungsmitteln

Wesentlichen Anteil an der rückläufigen Jahresveränderungsrate hatte die Preisentwicklung bei den sogenannten Vorleistungsgütern. Hierzu zählen alle Güter, die im Produktionsprozess verbraucht, verarbeitet oder umgewandelt werden. Sie kosteten auf Produzentenebene im September durchschnittlich 2,0 Prozent weniger als im Vorjahresmonat und 0,1 Prozent weniger als im August. Metalle verbilligten sich im Schnitt auf Jahressicht sogar 6,5 Prozent und gegenüber August um 0,2 %. Besonders stark nach unten ging es mit dem Preisniveau von Kupfer und Betonstahl. Hier unterschritten die Preise das Vorjahresniveau sogar um 13,9 bzw. 10,6 Prozent. Gegenüber August verteuerte sich Betonstahl allerdings im Schnitt um 5,3 Prozent. Auch Futtermittel für Nutztiere waren deutlich günstiger (- 11,8 % gegenüber September 2012). Holz und Holzwaren verteuerten sich dagegen auf Erzeugerebene im Jahresvergleich um 2,4 Prozent.

Teuerungsdämpfend wirkten zudem teils kräftige Preisrückgänge im Bereich der Energie. Hier bewegten sich die Preise im September trotz Verteuerung gegenüber August (+ 0,8 %) durchschnittlich 1,4 Prozent unter dem Stand des Vorjahresmonats. Mineralölerzeugnisse verbilligten sich im Schnitt auf Jahressicht sogar um 6,5 Prozent. Elektrischer Strom und Erdgas kosteten im Durchschnitt 1,8 Prozent bzw. 1,0 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. Private Haushalte und Betreiber gewerblicher Anlagen mussten allerdings für Strom erheblich tiefer in die Tasche greifen als im Vorjahr: Für sie verteuerte sich Strom um 10,7 bzw. 10,5 Prozent. Auch die Erdgaspreise zogen für Verbraucher an (+ 1,3 %).

Verbrauchsgüter waren dagegen deutlich teurer als im Vorjahresmonat. Sie verteuerten sich gegenüber September 2012 im Schnitt um 2,1 Prozent. Nahrungsmittel kosteten auf Produzentenebene im Durchschnitt sogar 2,7 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Gegenüber August erhöhten sich die Nahrungsmittelpreise im September im Schnitt um 0,2 Prozent. Auch Gebrauchsgüter waren teurer als im Vorjahresmonat. Hier stiegen die Erzeugerpreise im Schnitt auf Jahressicht um 1,1 Prozent. Die Preise für Investitionsgüter zogen dagegen nur leicht an: Sie verteuerten sich auf Jahressicht im Durchschnitt lediglich um 0,7 Prozent.

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