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News, 22.05.2013
Teuerung weiter im Rückwärtsgang
Erzeugerpreise verharren nahezu auf Vorjahresniveau
Die Preise für Industrieerzeugnisse sind im April auf Produzentenebene in Deutschland so gering gestiegen wie seit drei Jahren nicht. Energie und Vorleistungsgüter verbilligten sich auf Jahressicht sogar.
Edelmetalle waren fast ein Viertel günstiger als im April 2012.
Edelmetalle waren fast ein Viertel günstiger als im April 2012.
Der Anstieg der Erzeugerpreise für gewerbliche Produkte hat sich im April in Deutschland weiter verlangsamt. Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Dienstag mitteilte, lagen die Erzeugerpreise im April in Deutschland im Schnitt nur 0,1 Prozent über dem Vorjahresniveau. Eine niedrigere Jahresteuerungsrate gab es zuletzt in Deutschland im März 2010,  als sich gewerbliche Produkte auf Herstellerebene sogar auf Jahressicht um 1,5 Prozent verbilligt hatten. Gegenüber März 2013 sanken die Erzeugerpreise im April um durchschnittlich 0,2 Prozent. Das war der dritte Rückgang binnen Monatsfrist in Folge (März: -0,2 %; Februar: -0,1 %). Im Vorfeld befragte Ökonomen hatten im April auf Monatssicht im Mittel nur einen Rückgang um 0,1 Prozent prognostiziert.

Dämpfend auf die Jahresteuerung gewerblicher Produkte wirkten unter anderem weiter sinkende Preise für Mineralölerzeugnisse. Sie verbilligten sich auf Jahressicht um durchschnittlich 8,3 Prozent und gegenüber März um 1,2 Prozent. Dies drückte die Preise für Energie trotz Preiserhöhungen bei Strom (+1,2 %) und Erdgas (+1,5 %) im Schnitt auf Jahressicht um 0,7 Prozent und binnen Monatsfrist um 0,3 Prozent nach unten. Die Preisentwicklung von Energieprodukten ausgeklammert erhöhte sich der Index der Erzeugerpreise im April auf Jahressicht um 0,4 Prozent (-0,1 % gegenüber März).

Teuerungsdämpfend wirkte zudem die erneute Verbilligung von Vorleistungsgütern, die im April im Durchschnitt 0,7 Prozent weniger kosteten als im Vorjahresmonat und 0,4 Prozent weniger als im März. Hier gaben unter anderem die Preise für Metalle deutlich nach. Sie verbilligten sich im Schnitt auf Jahressicht um 5,4 Prozent. Edelmetalle kosteten sogar im Durchschnitt fast ein Viertel weniger als im April 2012 (-22,3 %). Die Preise für Futtermittel und Getreidemehl dagegen zogen kräftig an: Hierfür mussten Bezieher durchschnittlich 13,9 Prozent bzw. 11,1 Prozent mehr zahlen als im Vorjahresmonat.

Teuerungstreiber waren im April vor allem Verbrauchsgüter. Sie kosteten auf Produzentenebene durchschnittlich 1,6 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Nahrungsmittel verteuerten sich sogar auf Jahressicht im Schnitt um 2,6 Prozent. Die Preise für Gebrauchsgüter lagen im April durchschnittlich 0,9 Prozent über dem Vorjahresniveau, Investitionsgüter kosteten im Schnitt 0,8 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum 2012.
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