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News, 23.08.2013
Weiterhin nur schwacher Preisauftrieb auf Produzentenebene
Erzeugerpreise trotz teurer Nahrungsmittel leicht gesunken
Der Inflationsdruck über die Erzeugerpreise hat sich im Juli trotz teils stark gestiegener Lebensmittelpreise insgesamt leicht abgeschwächt. Teuerungsdämpfend wirkten insbesondere die weiterhin rückläufige Preisentwicklung von Vorleistungsgütern.
Durch die Preisrückgänge bei Vorleistungsgütern wie beispielsweise bei Metallen wurden die Preisanstiege bei Lebensmitteln kompensiert.
Durch die Preisrückgänge bei Vorleistungsgütern wie beispielsweise bei Metallen wurden die Preisanstiege bei Lebensmitteln kompensiert.
Die insgesamt betrachtet moderate Preisentwicklung auf Erzeugerebene in Deutschland setzt sich fort. Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte, lagen die Erzeugerpreise im Juli lediglich 0,5 Prozent über dem Vorjahresstand. Damit hat sich der Inflationsdruck gegenüber Juni, als sich der Preisauftrieb von 0,2 Prozent im Mai auf 0,6 Prozent beschleunigt hatte, wieder leicht verringert. Gegenüber Juni verbilligten sich Erzeugnisse auf Produzentenebene im Durchschnitt sogar geringfügig um 0,1 Prozent. Im Vormonat waren die Preise auf Monatssicht konstant geblieben (+/- 0,0%).

Nahrungsmitteln deutlich teurer, Vorleistungsgüter günstiger

Erheblich Einfluss auf die Preisentwicklung hatte im Juli einmal mehr die starke Teuerung im Lebensmittelsektor. Hier lagen die Erzeugerpreise im Juli durchschnittlich 4,1 Prozent über dem Stand des Vorjahresmonats. Butter verteuerte sich auf Jahressicht sogar um 46,9 Prozent und gegenüber Juni um 1,7 Prozent. Milch kostete im Durchschnitt fast ein Fünftel mehr als im noch ein Jahr zuvor. Die Preise für Käse und Quark erhöhten sich im Schnitt auf Jahressicht um 6,5 Prozent, die Preise für verarbeitete Kartoffeln sogar um 8,9 Prozent. Deutlich nach oben gingen auch die Preise für Zigaretten (+ 5,2 %) und die für frisches Brot und Brötchen (+ 2,7 %). Billiger als im Vorjahresmonat waren dagegen Öle und Fette (ohne Nahrungsfette) sowie Kaffee: Hier lagen die Preise im Juli durchschnittlich 8,9 bzw. 1,9 Prozent unter dem Vorjahresniveau.

Der starke Anstieg der Lebensmittelpreise trieb auch das Preisniveau von Verbrauchsgütern insgesamt nach oben: Hier betrug die Jahresteuerungsrate im Juli 2,9 Prozent. Gegenüber Juni erhöhten sich die Preise im Schnitt um 0,3 Prozent. Die Preise für Gebrauchsgüter lagen im Durchschnitt um 0,8 Prozent über dem Vorjahresniveau, Investitionsgüter kosteten 0,7 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum 2012. Gegenüber Juni blieb das Preisniveau bei sowohl bei Gebrauchs- als auch bei Vorleistungsgütern insgesamt stabil (+/- 0,0 % gegenüber Juni).

Energie verteuerte sich im Vorjahresvergleich im Schnitt um 0,5 Prozent und gegenüber Juni um 0,1 Prozent. Bei den einzelnen Energieträgern war die Preisentwicklung unterschiedlich: Mineralölerzeugnisse waren 1,2 Prozent günstiger als im Vorjahresmonat, elektrischer Strom verteuerte sich auf Jahressicht dagegen um 1,6 Prozent. Die Erzeugerpreise ohne Berücksichtigung von Energie entwickelten sich ebenso wie die Erzeugerpreise insgesamt (+ 0,5 % gegenüber Juli 2012, – 0,1 % gegenüber dem Vormonat Juni 2013).

Dass die Erzeugerpreise insgesamt das Vorjahresniveau nur leicht überschritten, war im Juli erneut zu einem wesentlichen Teil dem rückläufigen Preisniveau von Vorleistungsgüter geschuldet. Hier lagen die Preise durchschnittlich 1,0 Prozent unter dem Stand von Juli 2012. Gegenüber Juni sanken die Preise im Schnitt um 0,4 Prozent. Teuerungsdämpfend wirkte hier vor allem die rückläufigen Preise bei metallischen Rohstoffen. So lagen die Preise für Metalle im Juli durchschnittlich 6,2 Prozent unter dem Niveau des Vorjahresmonats. Kupfer und entsprechendes Halbzeug verbilligten sich auf Jahressicht sogar um 11,0 Prozent. Auch die Preise für Betonstahl und Walzstahl gaben kräftig nach. Sie unterschritten das Vorjahresniveau im Schnitt um 8,0 bzw. 6,9 Prozent. Teurer als im Vorjahresmonat waren dagegen unter anderem Mahl- und Schälmühlenerzeugnisse (+ 2,8 %). Gleiches galt für Futtermittel für Nutztiere (+ 2,1 %).
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