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News, 25.02.2013
Preistreiber Strom
Erzeugerpreise mit stärkstem Anstieg seit zwei Jahren
Steigende Strompreise haben die Erzeugerpreise in Deutschland im Januar so stark nach oben getrieben wie seit Anfang 2011 nicht mehr.
Haushalte mussten für Strom im Januar im Schnitt fast acht Prozent mehr zahlen als im Dezember. Gewerbliche Tarifkunden traf es sogar noch härter.
Haushalte mussten für Strom im Januar im Schnitt fast acht Prozent mehr zahlen als im Dezember. Gewerbliche Tarifkunden traf es sogar noch härter.
Die zweimonatige Talfahrt der Erzeugerpreise ist gestoppt. Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte, sind die Preise für gewerbliche Produkte auf Erzeugeberebene im Januar gegenüber Dezember im Schnitt um 0,8 Prozent gestiegen. Einen stärkeren Anstieg der Erzeugerpreise gegenüber einem Vormonat gab es in Deutschland zuletzt im Januar 2011 mit 1,2 Prozent. Ökonomen hatten lediglich mit einem Anstieg der Erzeugerpreise binnen Monatsfrist um 0,3 Prozent gerechnet. Im Dezember und November waren die Erzeugerpreise noch  auf Monatssicht im Schnitt um 0,3 bzw. 0,1 Prozent gesunken.  Gegenüber Januar 2012 verteuerten sich gewerbliche Produkte auf Erzeugerebene im Schnitt um 1,7 Prozent und damit ebenfalls deutlich stärker als erwartet (Prognose: +1,2%). Im Dezember waren die Erzeugerpreise lediglich um 1,5 Prozent auf Jahressicht gestiegen.

Wesentlichen Anteil am Anstieg des Erzeugerpreisindex hatte die Preisentwicklung bei Energie. Hier kletterten die Preise im Durchschnitt gegenüber Dezember um 2,1 Prozent. Binnen Jahresfrist verteuerte sich Energie im Januar sogar um 2,5 Prozent. Maßgeblich verantwortlich für den Preisschub bei Energie waren saftige Preisanstiege bei elektrischem Strom, der sich im Schnitt um 4,2 Prozent auf Monatssicht und 3,1 Prozent auf Jahressicht verteuerte. Die Preiserhöhungen trafen allerdings alleinig gewerbliche Tarifkunden und Haushalte. Sie mussten dem Statistikamt zufolge im Januar für Strom im Durchschnitt 12,4 bzw. 11,4 Prozent mehr zahlen als im Vorjahresmonat. Für Weiterverteiler verringerten sich die Preise dagegen im Schnitt um stolze 8,2 Prozent.

„Allein gegenüber Dezember 2012 stiegen die Preise für gewerbliche Tarifkunden im Januar 2013 um 8,5 Prozent, für Haushalte um 7,8 Prozent“, so die Statistikbehörde. Ohne die  Preiserhöhungen bei Energie wäre der Index der Erzeugerpreise im Januar lediglich um 0,1 Prozent auf Monatssicht gestiegen und 1,3 Prozent über dem Vorjahresstand gelegen

Verbrauchsgüter kosteten im Januar auf Produzentenebene 0,2 Prozent mehr als im Dezember und 2,3 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Nahrungsmittel verteuerten sich auf Herstellerebene binnen Jahresfrist sogar um 3,6 Prozent und gegenüber Dezember um 0,2 Prozent. Die Preise für Gebrauchsgüter lagen dagegen  im Durchschnitt lediglich 1,0 Prozent über dem Vorjahresniveau. Gegenüber Dezember verteuerten sich sie im Schnitt um 0,5 Prozent. Investitionsgüter kosteten im Durchschnitt sogar nur 0,9 Prozent mehr als Vorjahresmonat, verteuerten sich gegenüber Dezember aber ebenfalls leicht (0,2%).

Die Preise für Vorleistungsgüter (Güter, die im Produktionsprozess verbraucht, verarbeitet oder umgewandelt werden) lagen im Januar im Durchschnitt 1,0 Prozent über dem Stand des Vorjahresmonats. Gegenüber Dezember verteuerten sich Vorleistungsgüter geringfügig um 0,1 Prozent. Preistreiber waren hier vor allem Futtermittel für Nutztiere, die im Durchschnitt 23,4 Prozent mehr kosteten als im Januar 2012. Auch für chemische Grundstoffe mussten Bezieher deutlich mehr bezahlen als ein Jahr zuvor (+3,3%). Günstiger als im Vorjahr waren dagegen Metalle. Sie kosteten auf Produzentenebene im Januar 1,1 Prozent weniger als im Vorjahresmonat (-0,4% gegenüber Dezember). Betonstahl verbilligte sich auf Jahressicht sogar im Schnitt um 5,7 Prozent, die Preise für Walzstahl verringerten sich im Durchschnitt binnen Jahresfrist um 0,8 Prozent.
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