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News, 24.06.2015
Energie- und Nahrungsmittelpreise weiter rückläufig
Erzeugerpreise geben weiter nach
Die Preise für gewerbliche Produkte sind auf Erzeugerebene auch im Mai unter dem Niveau des Vorjahresmonats geblieben. Rückläufige Preise wies der Index erneut vor allem bei Energie, aber auch bei Nahrungsmittel aus.
Einen Anstieg der Erzeugerpreise (inkl. Energie) gab es letztmals im Juli 2013.
Einen Anstieg der Erzeugerpreise (inkl. Energie) gab es letztmals im Juli 2013.
Die Preistalfahrt bei Industrieerzeugnissen hält an. Wie das Statistische Bundesamt ermittelt hat, lagen die Erzeugerpreise gewerblicher Produkte in Deutschland durchschnittlich 1,3 Prozent niedriger als im Mai 2014. Das war der 22. Monat in Folge, in dem sich Energie, Verbrauchs- und Vorleistungsgüter sowie Gebrauchs- und Investitionsgüter auf Produzentenebene insgesamt auf Jahressicht verbilligten. Gegenüber April blieben die Preise insgesamt konstant (+/- 0,0 %). Ökonomen hatten eigentlich im Median gegenüber April mit einer leichten Teuerung (+ 0,2 %)  gerechnet und im Jahresvergleich lediglich einen Rückgang der Erzeugerpreise um 1,1 Prozent erwartet.

Erzeugerpreise für Energie weiter deutlich unter Vorjahresniveau

Großen Anteil an der negativen Jahresveränderungsrate hatte auch im Mai erneut die Preisentwicklung bei Energie. Hier lagen die Preise im Durchschnitt 4,1 Prozent unter dem Stand von Mai 2014. Die stärksten Preisrückgänge wies der Index auch im Mai bei Mineralölerzeugnissen aus. Sie kosteten trotz deutlicher Preisanstiege gegenüber April (+ 1,7 %) durchschnittlich 10,6 Prozent weniger als im Mai 2014. Strom verbilligte sich auf Jahressicht im Schnitt um 4,7 Prozent (Weiterverteiler: - 8,3 %; Sondervertragskunden: - 3,2 %); Privathaushalte: - 1,0 %), die Preise für Erdgas unterschritten das Vorjahresniveau um 2,7 Prozent. Die Energiepreise herausgerechnet lagen die Erzeugerpreise lediglich 0,3 Prozent unter dem Niveau von Mai 2014.

Verbrauchsgüter günstiger, Gebrauchs- und Investitionsgüter teurer


Rückläufige Preise wies der Index auch bei Vorleistungsgütern aus. Sie verbilligten sich im Mai auf Produzentenebene im Schnitt um 0,5 Prozent (+ 0,2 % gegenüber April). Billiger waren unter anderem Futtermittel für Nutztiere. Sie kosteten im Durchschnitt 7,3 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. Die Preise für Getreidemehl und chemische Grundstoffe unterschritten das Vorjahresniveau ebenfalls deutlich um 5,7 beziehungsweise 5,2 Prozent. Metalle kosteten dagegen durchschnittlich 1,4 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Grund hierfür war eine Preisexplosion bei Nicht-Eisen-Metallen und entsprechendem Halbzeug (+ 11,8 %) sowie Aluminium und Aluminium-Halbzeug (+ 14,4 %). Betonstahl und Walzstahl waren dagegen 7,7 Prozent beziehungsweise 4,5 Prozent günstiger als im Mai 2014.

Verbrauchsgüter verbilligten sich Schnitt sogar auf Jahressicht um 1,5 Prozent (- 0,1 % gegenüber April). Hier war die Jahresveränderungsrate vor allem von teils kräftigen Preisrückgängen bei Nahrungsmitteln beeinflusst, die im Durchschnitt 2,7 Prozent weniger kosteten als im Mai 2014. Besonders rasant auf Talfahrt gingen die Preise für Zucker. Hier lagen die Preise im Mai um rund ein Drittel unter dem Niveau des Vorjahresmonat (- 32, %). Starker Preisrückgänge gab es auch bei Milch und Milcherzeugnissen, die sich im Mittel binnen Jahresfrist um 8,9 Prozent verbilligten. Milch und Butter kosteten im Durchschnitt sogar 15,5 Prozent beziehungsweise 14,3 Prozent weniger als im Mai 2014. Auch Fleisch war deutlich günstiger. Hier unterschritten die Preise – ohne Geflügel – im Mai das Vorjahresniveau im Schnitt um 6,7 Prozent. Die Erzeugerpreise für Kaffee dagegen zogen deutlich an. Hierfür mussten Bezieher 11,7 Prozent mehr zahlen als im Mai 2014. Deutliche Preisanstieg gab auch bei Süßwaren (+ 4,2 %) und Fertiggerichten (+ 2,1 %).

Gebrauchsgüter kosteten im Durchschnitt 1,3 Prozent mehr als im Mai 2014. Hier zogen unter anderem die Preise für Bekleidung an. Sie verteuerte sich  im Jahresvergleich auf Produzentenebene im Schnitt um 1,4 Prozent. Auch die Preise für Möbel zogen deutlich an (+ 1,5 %). Investitionsgüter kosteten im Durchschnitt 0,7 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Preisanstiege gab es hier auf Jahressicht bei unter anderem Maschinenbauerzeugnissen (+ 0,9 %)  und elektrischen Ausrüstungen (+ 1,1 %).

cs/Destatis
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