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News, 20.08.2014
Erzeugerpreise bleiben auf Talfahrt
Weiterhin kaum Inflationsdruck aus der Industrie
Die Erzeugerpreise sind in Deutschland auch im Juli deutlich unter dem Niveau des Vorjahresmonats geblieben. Nennenswerter Inflationsdruck ging auf Produzentenebene lediglich von Gebrauchsgütern aus.
Während Energie- und Vorleistungsgüter günstiger waren, zogen die Preise für Gebrauchsgüter deutlich an.
Während Energie- und Vorleistungsgüter günstiger waren, zogen die Preise für Gebrauchsgüter deutlich an.
Die Inflation in Deutschland dürfte weiterhin auf niedrigem Niveau verharren, zumindest was den Preisdruck aus der Industrie angeht. Hier haben die Erzeugerpreise ihren Sinkflug auch im Juli fortgesetzt, zeigen neueste Zahlen des Statistischen Bundesamtes. Demnach lagen die Erzeugerpreise im Juli über alle Gütersegmente betrachtet 0,8 Prozent unter dem Niveau von Juli letzten Jahres. Das war der zwölfte Monate in Folge, in dem sich Industrieerzeugnisse auf Produzentenebene insgesamt auf Jahressicht verbilligt haben. Gegenüber Juni gaben die Erzeugerpreise ebenfalls im Durchschnitt nach, wenn auch lediglich um 0,1 Prozent.

Verantwortlich für das rückläufige Preisniveau auf Herstellerebene sind weiter sinkende Preise für Energie und Vorleistungsgüter. So mussten Bezieher von Energie auf Produzentenebene im Juli durchschnittlich 3,2 Prozent weniger zahlen als im Vorjahresmonat und 0,6 Prozent weniger als im Juni. Die stärksten Preisrückgänge gab es bei inländischem Erdgas, das sich auf Jahressicht um 17,1 Prozent verbilligte. Allein gegenüber Juni gaben die Erdgaspreise um 7,2 Prozent nach. Die Preise für Mineralölerzeugnisse lagen durchschnittlich 3,9 Prozent unter dem Vorjahresniveau (-0,9 % gegenüber Juni). Deutlich günstiger war auf Jahressicht vor allem leichtes Heizöl (- 6,9 %), aber auch Diesel (- 3,9 %) und Benzin (- 2,5 %).

Was im Juli bei der Gesamtbetrachtung besonders deutlich wird, ist der große inflatorische Einfluss der Preisentwicklung bei Energie: Die Preisrückgänge bei Energie herausgerechnet, legten die Erzeugerpreise nämlich insgesamt sowohl im Jahresvergleich als auch Monatsvergleich leicht zu, und zwar um jeweils 0,1 Prozent.

Nahrungsmittel nur geringfügig teurer als im Vorjahr


Vorleistungsgüter (Güter, die im Produktionsprozess verbraucht, verarbeitet oder umgewandelt werden) waren im Juli 2014 um 0,5 % billiger als im Vorjahresmonat (– 1,1 % im Juni 2014), gegenüber dem Vormonat Juni 2014 stiegen die Preise um 0,2 %. Im Juli 2014 kosteten Metalle 0,7 % weniger als im Vorjahresmonat (– 2,9 % im Juni 2014), die Preise stiegen jedoch gegenüber Juni 2014 um 0,7 %. Getreidemehl kostete 14,3 % weniger als ein Jahr zuvor, Futtermittel für Nutztiere waren 8,5 % billiger. Die Preise für Holz und Holzwaren waren hingegen um 1,5 % höher als im Juli 2013.

Investitionsgüter waren im Juli 2014 um 0,5 % teurer als im Juli 2013 (unverändert gegenüber Juni 2014), Gebrauchsgüter um 1,4 % (+ 0,1 % gegenüber Juni 2014). Verbrauchsgüter waren im Juli 2014 um 0,6 % teurer als im Juli 2013 (unverändert gegenüber Juni 2014). Nahrungsmittel kosteten im Jahresvergleich 0,4 % mehr (ebenfalls unverändert gegenüber Juni 2014). Besonders stark stiegen im Vergleich zum Juli 2013 die Preise für Käse und Quark mit einem Plus von 6,2. Kaffee kostete 4,1 % mehr als im Juli 2013 (+ 5,0 % gegenüber Juni 2014). Dagegen war Zucker 12,9 % billiger als im Juli 2013, allein gegenüber Juni 2014 sank der Preis um 3,4 %. Butter kostete 13,3 % weniger als im Vorjahr.
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