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News, 20.11.2012
Langsamer steigende Erzeugerpreise
Rückläufige Teuerung in der deutschen Industrie
Der Inflationsdruck über die Erzeugerpreise hat sich im Oktober wieder etwas abgeschwächt. Dämpfend auf Preisentwicklung in der Industrie wirkte unter anderem eine rückläufige Jahresteuerung von Energie.
Inwiefern der leicht gesunkene Preisdruck auf die Verbraucherpreise durchschlägt, bleibt angesichts des Preisanstiegs bei Nahrungsmitteln abzuwarten.
Inwiefern der leicht gesunkene Preisdruck auf die Verbraucherpreise durchschlägt, bleibt angesichts des Preisanstiegs bei Nahrungsmitteln abzuwarten.

Die deutschen Erzeugerpreise sind im Oktober langsamer gestiegen als von Ökonomen erwartet. Laut Statistischem Bundesamt lagen die Erzeugerpreise gewerblicher Produkte im Oktober durchschnittlich 1,5 Prozent über dem Vorjahresniveau. Damit verringerte sich die Jahresteuerungsrate industrieller Produkte auf Produzentenebene, nachdem sie zuvor zwei Monate in Folge gestiegen war, nach ihrem Zweijahrestief im Juli (+0,9%) auf den zweitniedrigsten Stand in diesem Jahr. Von Dow Jones Newswire befragte Ökonomen hatten im Oktober eigentlich mit einer gegenüber September konstanten Jahresteuerung gerechnet. Im September hatten sich die Preise für gewerbliche Produkte auf Produzentenebene im Durchschnitt noch um 1,7 Prozent auf Jahressicht erhöht, im August um 1,6 Prozent. Gegenüber September blieb das Preisniveau gewerbliche Produkte auf Erzeugerebene konstant. Ökonomen hatten im Mittel eine leichte Teuerung um 0,2 Prozent erwartet.

Sinkender Preisdruck bei Energie, steigende Nahrungsmittelpreise

Grund für den Rückgang der Jahresteuerungsrate gewerblicher Produkte war ein abgeschwächter Preisauftrieb bei Energie. So verringerte sich die Jahresteuerung von Energieprodukten im Oktober gegenüber September von 3,1 auf 1,9 Prozent. Binnen Monatsfrist verbilligte sich Energie sogar, wenn auch nur minimal um durchschnittlich 0,1 Prozent. Allerdings entwickelten sich die Preise uneinheitlich. So kosteten Mineralölerzeugnisse im Durchschnitt 7,0 Prozent mehr als im Vorjahresmonat, während sich Strom auf Jahressicht im Schnitt um 3,2 Prozent verbilligte. Preisrückgänge verzeichneten hier jedoch nur Weiterverteiler (-11,1%), während Haushalte und gewerbliche Kunden deutlich mehr bezahlen mussten als im Vorjahresmonat (+4,6% bzw. +5,1%). Größter Preistreiber unter den Mineralölerzeugnissen war leichtes Heizöl, das sich im Oktober gegenüber dem Vergleichszeitraum 2011 um 10,0 Prozent verteuerte. Gegenüber September stiegen die Heizölpreise um 3,5 Prozent. Die Benzin- und Dieselpreise lagen im Oktober 5,8  bzw. 4,7 Prozent über dem Vorjahresniveau, allerdings 3,9 bzw. 0,6 Prozent unter dem Niveau von September. Für Erdgas mussten Bezieher durchschnittlich 4,6 Prozent mehr zahlen als vor einem Jahr.

Die Preise für Vorleistungsgüter, also Güter, die im Produktionsprozess verbraucht, verarbeitet oder umgewandelt werden, lagen im Oktober ebenfalls über dem Vorjahresniveau. Sie stiegen binnen Jahresfrist um 0,9 Prozent. Gegenüber September gaben allerdings die Preise insgesamt leicht nach (-0,1%). Erheblich teurer waren insbesondere Futtermittel für Nutztiere. Sie kosteten im Durchschnitt im Oktober 20,1 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Chemische Grundstoffe verteuerten sich auf Jahressicht um 3,1 Prozent. Metalle waren dagegen 0,7 Prozent günstiger als im Vorjahresmonat. Walzstahl verbilligte sich sogar auf Jahressicht um 3,5 Prozent, Stahlrohre sogar um 5,4 Prozent.

Verbrauchsgüter kosteten im Durchschnitt 2,4 Prozent mehr als im Vorjahresmonat und 0,4 Prozent mehr als September. Eine aufwärtsgerichtete Preisentwicklung zeigte sich erneut vor allem bei Nahrungsmitteln, für die Bezieher auf Produzentenebene durchschnittlich 3,3 Prozent mehr zahlen mussten als vor einem Jahr. Gegenüber September verteuerten sich Nahrungsmittelpreise im Schnitt um 0,5 Prozent. Die Preise für Gebrauchsgüter lagen im Oktober 1,3 Prozent über dem Vorjahresstand (+/-0,0% gegenüber September), Investitionsgüter verteuerten sich gegenüber Oktober 2011 um durchschnittlich 1,0 Prozent (+0,1% gegenüber September).

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