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News, 20.09.2012
Anstieg der Erzeugerpreise
Preisdruck in der Industrie verstärkt sich wieder
Der Preisauftrieb auf Produzentenebene hat sich im August in Deutschland deutlich beschleunigt: Nach vier Rückgängen in Folge legte die Jahresveränderungsrate der deutsche Erzeugerpreise erstmals wieder zu. Auch gegenüber Juli zogen die Erzeugerpreise deutlich an.
Neben Energie verteuerten sich vor allem Nahrungsmittel. Vor allem Fleisch war deutlich teurer als Jahr zuvor. Auch gegenüber Juli legten hier die Preise kräftig zu.
Neben Energie verteuerten sich vor allem Nahrungsmittel. Vor allem Fleisch war deutlich teurer als Jahr zuvor. Auch gegenüber Juli legten hier die Preise kräftig zu.

Der Preisdruck auf Erzeugerebene verstärkt sich wieder. Wie das Statistische Bundesamt bekannt gab, verteuerten sich Produkte der Industrie im August in Deutschland im Schnitt auf Jahressicht um 1,6 Prozent. Damit wies der Index der Erzeugerpreise eine fast doppelt so hohe Jahresveränderungsrate aus wie im Monat zuvor  (Juli: +0,9 %).  Gegenüber Juli stiegen die Erzeugerpreise im August um 0,5 Prozent. Im Juli war der Index der Erzeugerpreise binnen Monatsfrist konstant geblieben, im Juni und April war er sogar auf Monatssicht gesunken. Für Experten kam der deutliche Anstieg zwar nicht überraschend. Laut Medienberichten hatten Volkswirte jedoch lediglich eine Jahresveränderungsrate von 1,5 Prozent und Anstieg binnen Monatsfrist um 0,4 Prozent erwartet.

Preisschub bei Energie und Nahrungsmitteln

Verantwortlich für die gegenüber Juli fast doppelte so hohe Jahresveränderungsrate und den deutlichen Anstieg des Erzeugerpreisindex binnen Monatsfrist war insbesondere die Preisentwicklung bei Energie. So lagen die Preise für Energieerzeugnisse im August im Schnitt um 3,2 Prozent über dem Vorjahresniveau. Im Juli hatte sich die Jahresveränderungsrate noch gegenüber Juni von 2,3 Prozent auf 1,3 Prozent verringert. Gegenüber Juli stieg der Preisindex der Energieprodukte auf Erzeugerebene um 1,3 Prozent und damit ebenfalls erheblich stärker als der Index der Erzeugerpreise insgesamt. Am stärksten zogen die Preise für leichtes Heizöl an, das sich auf Jahresssicht um 17,1 Prozent verteuerte. Auch gegenüber Juli legten hier die Preise kräftig zu (+5,9%). Benzin und Dieselkraft waren ebenfalls deutlich teurer als im Vorjahresmonat (+10,1 bzw. 9,8%) und als im Monat zuvor (+4,7 bzw. +4,1% gegenüber Juli). Die Preise für Flüssiggas als Kraft- oder Brennstoff lagen dagegen trotz kräftigen Anstiegs gegenüber Juli (+24,%) nur 0,9 Prozent über dem Vorjahresniveau. Erdgas kostete 7,1 Prozent mehr als im Vorjahresmonat (+0,1% gegenüber Juli). Beim Strompreisindex zeigte sich ein uneinheitliches Bild: Während sich Strom für Weiterverteiler im August um 13,0 Prozent verbilligte, mussten private Haushalte und Gewerbetreibende im Durchschnitt 4,9 bzw. 5,0 Prozent mehr zahlen als im Jahr zuvor (+0,7 bzw. 0,6% gegenüber Juli).

Auch Verbrauchsgüter verteuerten sich deutlich. Hier erhöhte sich das Preisniveau auf Produzentenebene auf Jahressicht um  2,3 Prozent und gegenüber Juli um 0,4 Prozent. Die Preise für Nahrungsmittel lagen im August sogar um 2,8 Prozent über dem Vorjahresniveau und 0,7 Prozent über dem Stand von Juli.  Einen Preisschub gab es hier vor allem unter anderem bei Fleisch (ohne Geflügel), das sich auf Jahressicht um 10,3 Prozent verteuerte. Auch gegenüber Juli legten hier die Preise kräftig zu (+5,0%). Butter war dagegen deutlich günstiger als im August 2011. Sie verbilligte sich trotz Anstieg gegenüber Juli (+2,3%) auf Jahressicht um fast ein Drittel (-31,0%). Auch Milch war deutlich billiger als im Jahr zuvor (-10,3%).

Im Bereich der Vorleistungsgüter wies die Preisentwicklung insgesamt dagegen im August erneut nach unten. Sie verbilligten sich auf Jahressicht im Schnitt um 0,2 Prozent. Gegenüber Juli blieb das Preisniveau konstant. Deutlich Preisrückgänge verzeichneten vor allem Bezieher von Metallen, die sich auf Jahressicht um 4,1 Prozent verbilligten. Das Preisniveau von  Walzstahl sank binnen Jahresfrist sogar um 5,5 Prozent. Deutlich teurer waren dagegen Futtermittel für Nutztiere und Düngermittel als im Vorjahresmonat (+14,9 bzw. +9,3%). Die Preise für Gebrauchsgüter lagen im August im Durchschnitt 1,6 Prozent über dem Vorjahresniveau, Investitionsgüter verteuerten sich auf Jahressicht um 1,1 Prozent.

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