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News, 23.03.2012
Erzeugerpreise Februar
Preisdruck in der Industrie lässt weiter nach
Die deutschen Erzeugerpreise sind im Februar auf Jahressicht so gering gestiegen wie seit fast zwei Jahren nicht mehr. Verantwortlich hierfür war vor allem die rückläufige Preisdynamik bei Vorleistungsgütern.
Während sich Vorleistungsgüter teils erheblich verbilligten, zogen die Preise für Nahrungsmittel deutlich an.
Während sich Vorleistungsgüter teils erheblich verbilligten, zogen die Preise für Nahrungsmittel deutlich an.

Der Preisdruck in der deutschen Industrie hat sich im Februar den fünften Monat in Folge abgeschwächt. Wie das Statistikamt in Wiesbaden bekannt gab, verteuerten sich Industrieerzeugnisse auf Produzentenebene in Deutschland gegenüber Februar 2011 im Schnitt um 3,2 Prozent. Damit wies der Index der Erzeugerpreise im Februar die niedrigste Jahresveränderungsrate aus seit Juni 2010 (+1,7%). Gegenüber dem Vormonat stiegen die Erzeugerpreise im Februar um 0,4 Prozent. Im Januar hatten die Preise für Industrieerzeugnisse in Deutschland im Vergleich zum Vorjahresmonat um 3,4 Prozent und auf Monatssicht um 0,6 Prozent zugelegt.

Energie bleibt Preistreiber Nr.1

Tiefer in die Tasche greifen mussten Bezieher im Februar erneut vor allem für  Energie, wo der Erzeugerpreisindex eine Jahresteuerungsrate von 6,9 Prozent auswies. Allerdings hat sich auch hier die Jahresteuerung in den letzten Monaten erheblich abgeschwächt (Januar: +7,3%; Dezember: +8,3%; November +11,2%). Größter Preistreiber im Bereich der Energie war Erdgas, das sich im Februar auf Jahressicht auf Produzentenebene um 15,5 Prozent verteuerte (+0,2% gegenüber Januar). Aber auch Mineralölerzeugnisse verteuerten sich kräftig. Sie kosteten im Durchschnitt 12,4 Prozent mehr als im Februar 2011 und stolze 3,3 Prozent mehr als im Januar. Die Preise für leichtes Heizöl stiegen binnen Jahresfrist sogar um 20,0 Prozent (+3,2% gegenüber Januar). Motorenbenzin war 9,8 Prozent teurer als im Vorjahresmonat (+2,6% gegenüber Januar), Dieselkraft kostete im Februar 8,6 Prozent mehr als im Jahr zuvor (+1,3% gegenüber Januar).

Metalle deutlich günstiger als im Vorjahr

Der Preisindex für Vorleistungsgüter - Güter, die im Produktionsprozess verbraucht, verarbeitet oder umgewandelt werden, blieb dagegen im Vergleich zum Vorjahr fast konstant. So lagen die Preise für Vorleistungsgüter im Februar trotz leichtem Anstieg gegenüber Januar (+0,5%) im Schnitt nur 0,5 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Im Januar hatte die Jahresveränderungsrate noch 1,1 Prozent und im Dezember 2,0 Prozent betragen. Eine rückläufige Preisentwicklung gab es unter anderem bei Metallen, die sich im Februar auf Jahressicht um 3,8 Prozent verbilligten (+1,5% gegenüber Januar). Walzstahl kostete trotz deutlichem Preisanstieg gegenüber Januar (+2,4%) sogar 5,7 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. Gleiches galt für Roheisen, Rohstahl Walzstahl und Ferrolegierungen, die sich ebenfalls auf Jahressicht im Schnitt um 5,7 Prozent verbilligten. Futtermittel für Nutztiere waren um 7,5 Prozent billiger als im Vorjahresmonat, Getreidemehl sogar um 8,4 Prozent. Chemische Grundstoffe verteuerten sich dagegen binnen Jahresfrist um 4,5 Prozent, . Düngemittel und Stickstoffverbindungen sogar um 12,1 Prozent. Gummi- und Kunststoffwaren waren ebenfalls deutlich teurer als im Vorjahresmonat (+3,0 Prozent; davon u.a. Fahrzeugneureifen: +12,0%).

Weiter überdurchschnittlich starker Preisauftrieb bei Lebensmitteln

Die Preise für Verbrauchsgüter lagen im Februar durchschnittlich 3,7 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats (+0,4% gegenüber Januar). Nahrungsmittel verteuerten sich auf Jahressicht sogar um 4,7 Prozent und gegenüber Januar um 0,7 Prozent. Kräftige Preisanstiege gab es hier auf Produzentenebene unter anderem bei Zucker mit einer Jahresteuerung um 38,6 Prozent. Allein gegenüber Januar stiegen die Preise für Zucker um 3,8 Prozent. Auch Margarine war erheblich teurer als im Februar 2011. Sie kostete 12,9 Prozent mehr als im Vorjahr und 1,9 Prozent mehr als im Januar. Die Preise für Butter lagen dagegen 2,1 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Gegenüber Januar verbilligte sich Butter um 4,3 Prozent.

Gebrauchsgüter kosteten im Februar 2,2 Prozent mehr als im Vorjahr und verteuerten sich gegenüber Januar um 0,3 Prozent. Die Preise für Investitionsgüter blieben gegenüber Januar konstant. Im Vergleich zum Vorjahresmonat verteuerten sich Investitionsgüter nur um moderate 1,1 Prozent.

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