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News, 20.12.2010
Erzeugerpreise
Preisauftrieb in der Industrie hält an
Die Produzenten gewerblicher Erzeugnisse haben im November ihre Preise weiter angehoben. Am stärksten verteuerten sich Energie, Metalle, Getreide- und Futtermittel sowie Baumwollgarne.
Garne aus Baumwolle waren im November auf Erzeugerebene um fast ein Drittel teurer als Oktober.
Garne aus Baumwolle waren im November auf Erzeugerebene um fast ein Drittel teurer als Oktober.
Nach Mitteilungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) ist der Index der Erzeugerpreise gewerblicher Produkte im November gegenüber Oktober erneut um 0,2 Prozent gestiegen. Auf Jahressicht verteuerten sich industrielle Erzeugnisse um 4,4 Prozent. Im Oktober hatte die Jahresteuerungsrate noch 4,3 Prozent und im September 3,9 Prozent betragen.

Dem Statistikamt zufolge war die hohe Jahresteuerung vor allem auf den Preisauftrieb bei Energieprodukten zurückzuführen, die sich im November erneut auf Monatssicht um 0,2 Prozent verteuerten. Im Vergleich zum Vorjahresmonat verteuerte sich Energie um 7,4 Prozent. Im Oktober hatte die Jahresveränderungsrate noch bei 7,2 Prozent gelegen. Ohne Berücksichtigung von Energie lag der Erzeugerpreisindex im November nur um 3,2 Prozent über dem Vorjahresniveau (+0,1 Prozent gegenüber Oktober).

Am stärksten stiegen die Preise für Erdgas, das im November 15,6 Prozent teurer war als im November 2009 und 0,3 Prozent teurer als Oktober. Mineralölerzeugnisse kosteten insgesamt 12,3 Prozent mehr als im Vorjahresmonat und 1,7 Prozent mehr als im Vormonat. Dabei verteuerten sich leichtes Heizöl auf Jahressicht um 25,7 Prozent (+4,7% gegenüber Oktober), Kraftstoffe um 9,0 Prozent (+1,2% gegenüber Oktober) und Flüssiggas als Kraft- oder Brennstoff um 27,9 Prozent (+ 5,6% gegenüber Oktober).

Auch Vorleistungsgüter (Güter, die im Produktionsprozess verbraucht, verarbeitet oder umgewandelt werden) verteuerten sich erneut. Hier lagen die Preise im November um 6,3 Prozent über dem Vorjahresniveau. Im Oktober hatte die Teuerungsrate noch 6,0 Prozent betragen. Gegenüber dem Vormonat stiegen die Preise für Vorleistungsgüter um 0,1 Prozent. Preistreiber waren hier vor allem Metalle, die sich gegenüber dem Vorjahresmonat um 18,0 Prozent verteuerten (-0,2% gegenüber Oktober). Die Preise für Walzstahl stiegen im November binnen Jahresfrist um 22,0 Prozent (-2,5% gegenüber Oktober), die für Nicht-Eisen-Metalle und deren Halbzeug sogar um 25,5 Prozent (+2,5% gegenüber Oktober).

Getreidemehl kostete im November 34,4 Prozent mehr als im Vorjahresmonat und 0,1 Prozent mehr als im Oktober, für Futtermehl mussten Bezieher 30,8 Prozent mehr zahlen als im Vorjahr (+1,4% gegenüber Oktober). Garne aus Baumwolle verteuerten sich auf Jahressicht sogar um 61,7 Prozent und gegenüber Oktober um 30,1 Prozent.

Die Preise für Nahrungsmittel zogen ebenfalls weiter an. Sie kosten im November 3,9 Prozent mehr als im Vorjahresmonat und verteuerten sich gegenüber Oktober 1,0 Prozent. Die Preise für Verbrauchsgüter lagen im November 2010 um 2,0 Prozent über dem Vorjahresniveau und stiegen gegenüber Oktober um 0,5 Prozent.  Bei Gebrauchs- und Investitionsgütern dagegen fiel Jahresteuerung vergleichsweise moderat aus: Hier lagen die Preise jeweils lediglich um 0,6 Prozent über dem Vorjahresniveau.
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