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News, 09.11.2011
Überraschendes Ausfuhrplus
Deutscher Export trotzt Wirtschaftsflaute
Trotz Konjunkturabkühlung hat die deutsche Wirtschaft im September erneut die Ausfuhren steigern können. Vor allem die Exporte in die Eurozone legten überraschend deutlich zu. Angesichts rückläufiger Auftragseingänge aus dem Ausland dürfte dieses Zwischenhoch jedoch nicht lange währen.
Die deutschen Ausfuhren in die Euroländer legten sogar stärker zu als die Exporte in die Nicht-EU-Länder.
Die deutschen Ausfuhren in die Euroländer legten sogar stärker zu als die Exporte in die Nicht-EU-Länder.

Während Ökonomen mit einem Rückgang der Exporte rechneten, stiegen die deutschen Ausfuhren im September gegenüber August erneut um 0,9 Prozent auf ein Volumen von 95,0 Milliarden Euro. Im Vormonat waren die deutschen Exporte sogar um 3,5 Prozent auf Monatssicht gestiegen (August: 85,3 Milliarden Euro). Im Vergleich zum Vorjahresmonat erhöhten sich deutschen Ausfuhren im September, nachdem sie im Vormonat um 14,5 Prozent auf Jahressicht gestiegen waren, dem Statistischen Bundesamt zufolge um 10,5 Prozent. „Der deutsche Außenhandel zeigt bislang keine Spuren einer Eintrübung. Gesunde Geschäfte stehen hier den Unwägbarkeiten der Finanzmärkte gegenüber“, kommentierte Anton F. Börner, Präsident des Groß- und Außenhandelsverbandes BGA die aktuellen Zahlen.

Gerade bei den Exporten in die krisengeplagte Europäische Union (EU) stand im September ein kräftiges Plus auf Jahressicht zu Buche. Dem Statistikamt zufolge exportierten deutsche Unternehmen im September in die EU-Mitgliedsstaaten Waren im Wert von 56,5 Milliarden Euro und damit 10,8 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Knapp der zwei Drittel der EU-Exporte entfielen auf die Eurozone-Länder, in denen deutsche Exporteure im September mit Warenentsendungen im Wert von 38,0 Milliarden Euro auf Jahressicht ein Plus von 11,5 Prozent verzeichneten. Die Versendungen in EU-Mitgliedsstaaten, die nicht der Eurozone angehören, stiegen mit einem Gesamtvolumen von 18,6 Milliarden Euro binnen Jahresfrist um 9,5 Prozent. Die Exporte in die Nicht-EU-Länder, die sogenannten Drittländer, beliefen sich auf 38,4 Milliarden Euro und lagen 10,1 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats.

Die Dynamik bei den deutschen Ausfuhren dürfte jedoch bald schon deutlich abflauen. Denn der Auftragseingang aus dem Ausland zeigt klar nach unten. So verzeichneten die Industriebetriebe im September gegenüber August einen Rückgang der Auslandbestellungen um 5,3 Prozent. Die Orders aus den Eurozone-Ländern gingen binnen Monatsfrist sogar um 11,5 Prozent zurück. „Die Entwicklungen bei den Auftragseingängen lassen vermuten, dass sich die Wachstumsraten bei den Importen und Exporten nicht auf diesem Niveau fortsetzen werden“, konstatierte BGA-Chef Börner.

Die deutschen Importe beliefen sich nach Auskunft der Statistiker auf 77,6 Milliarden Euro und lagen sogar 11,6 Prozent über dem Vorjahresniveau. Wichtigste Handelspartner der deutschen Wirtschaft waren abermals die EU-Mitgliedsstaaten, aus den deutsche Unternehmen im September Waren im Wert von 50,1 Milliarden Euro importierten. Damit erhöhten sich die deutschen Einfuhren aus den Länder der EU auf Jahressicht um 13,8 Prozent und somit stärker als die deutsche Ausfuhren.  Die Importe aus den EU-Mitgliedsstaaten, die nicht der Eurozone angehören, erhöhten sich mit 15,6 Milliarden Euro sogar um 15,6 Prozent. Die Warenlieferungen aus den Eurozone-Ländern  stiegen im September binnen Jahresfrist mit 34,7 Milliarden Euro um 13,0 Prozent. Die deutschen Importe aus den Drittländern erhöhten sich auf Jahressicht dagegen nur um 7,9 Prozent. Aus ihnen führten deutschen Unternehmen Waren im Wert von 27,5 Milliarden Euro ein.

In der Außenhandelsbilanz ergab sich im September kalender- und saisonbereinigt insgesamt ein Überschuss von 17,4 Milliarden Euro. Im September letzten Jahres hatte der Saldo 16,5 Milliarden Euro betragen.

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