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Erhöhtes Risikobewusstsein bei globalen Sozialleistungen

Aon Hewitt-Studie zeigt aktuelle Praktiken und zukünftige Schwerpunkte
(PM) München, 13.12.2010 - Globale Altersvorsorge und weitere Sozialleistungen ziehen neben Kosten für Unternehmen auch erhebliche Risiken nach sich. Die Rezession 2008/2009 hat das deutlich gezeigt: Unterdeckung der Altersvorsorgesysteme und Nachschussverpflichtungen waren an der Tagesordnung. Wie Unternehmen im deutschsprachigen Raum mit diesen Risiken umgehen, beschreibt eine kürzlich durchgeführte Studie von Aon Hewitt. Dafür wurden 21 führende internationale Unternehmen mit Hauptsitz in Deutschland befragt. Zwar sind in vielen Unternehmen Prozesse zur Risikobeherrschung etabliert und entsprechende Kontrollgremien eingesetzt, Verbesserungspotenzial bei der Steuerung globaler Sozialleistungen ist jedoch weiterhin vorhanden. In Zukunft besteht die Herausforderung internationaler Unternehmen vor allem darin, die Risiken der Finanzierung zu minimieren und gleichzeitig attraktive Sozialleistungen anzubieten, die es ermöglichen, neue Mitarbeiter zu gewinnen und bestehende im Unternehmen zu halten.

Benefit-Strategie
Die meisten Beteiligten gaben an, bereits über etablierte Prozesse und Strukturen zur Risikobeherrschung zu verfügen. So haben 91 Prozent der Teilnehmer eine schriftlich fixierte globale Benefit-Strategie oder wollen diese in nächster Zukunft aufsetzen. Dennoch fehlen in der Strategie häufig wichtige Punkte. Beispielsweise liegt bei fast der Hälfte der Befragten keine vollständige Bestandliste aller Sozialleistungen vor und die wenigsten überprüfen ihre globalen Benefits regelmäßig. Daher verwundert es nicht, dass einige von Schwierigkeiten bei der Umsetzung der Strategie berichten, insbesondere in den ausländischen Gesellschaften.

Organisation und Kontrolle
Während in der Vergangenheit die Hauptverantwortung der globalen Benefits bei der Personalabteilung lag, hat der Einfluss der Finanzabteilung, insbesondere im Bereich Altersversorgung, zugenommen. Grundsätzlich funktioniert die Zusammenarbeit zwischen den beiden Bereichen sehr gut. Die Hälfte der Befragten – vor allem diejenigen mit großen Verbindlichkeiten im Ausland – haben eine eigene Abteilung eingerichtet, die sich speziell mit den finanziellen und HR-Aspekten der betrieblichen Altersversorgung beschäftigt. Bei 62 Prozent der Befragten ist ein dezidierter Ausschuss für Benefits eingerichtet, der die weltweite Strategie definiert und implementiert. Andere Unternehmen, in der Regel diejenigen mit geringeren Verbindlichkeiten außerhalb des Heimatlandes, legen diese Verantwortung in die Hände eines globalen Vergütungsausschusses. Dessen Fokus liegt allerdings auf der Ausgestaltung der Sozialleistungen, weshalb es in diesem Fall schwieriger ist, eine wirklich enge Zusammenarbeit mit der Finanzabteilung zu erreichen. Zudem ist nur in den wenigsten Fällen das oberste Management in den globalen Gremien vertreten, was die Umsetzung der Strategie häufig erschwert.

Unternehmen sind auf dem richtigen Weg
"Die Studie zeigt, dass sich Unternehmen der Bedeutung eines starken unternehmensweiten Regelwerks zur Steuerung globaler Sozialleistungen bewusst sind", erklärt Bart Breemans, Leiter Global Benefit Services bei Aon Hewitt in Deutschland. "In den letzten zehn Jahren wurden hier wichtige Schritte in die richtige Richtung unternommen, 70 Prozent der Befragten gaben an, dass ihr Steuerungsgefüge auch während der Rezession standgehalten hat. Darüber hinaus planen viele, die Rahmenstrukturen zu verbessern. Zum einen liegt der Fokus dabei auf dem Risikomanagement der globalen Sozialleistung. Zum anderen steht im Vordergrund, derart gestaltete Leistungspakete anzubieten, die das Gewinnen neuer und das Halten der aktuellen Mitarbeiter im Unternehmen erleichtern."

Dennoch gibt es weiterhin Spielraum für Verbesserungen in der Verwaltung und Steuerung globaler Sozialleistungen. Deren Rahmenwerk wird in einer alternden Gesellschaft mit zunehmend hoher finanzieller Volatilität laufend auf die Probe gestellt. "Um mit diesen Herausforderungen in Zukunft umgehen zu können, müssen Unternehmen sicherstellen, dass die globale Strategie klar und verständlich ist und darüber hinaus an einer geeigneten lokalen Umsetzung arbeiten. Organisation und Aufsichtsstrukturen müssen regelmäßig geprüft sowie die Zustimmung und Mitwirkung des Top Managements gesichert werden", schlussfolgert Breemans.

Die Studie kann zum Preis von 1.500 Euro (zzgl. MwSt.) bei Bart Breemans (Mail: bart.breemans@hewitt.com) bestellt werden, der bei Rückfragen gern zur Verfügung steht.
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