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News, 24.11.2014
Zunahme des privaten Energieverbrauchs
Verbrauch an Haushaltsenergie erstmals wieder gestiegen
Trotz Energiesparlampen, Energieberatung & Co. hat der private Energieverbrauch der Deutschen erstmals seit acht Jahren wieder zugenommen. Wichtigster Energieträger im Bereich der Haushaltsenergie bleibt weiter Erdgas.
Die meiste Haushaltsenergie ging für das Heizen drauf. Das Heizen macht gut zwei Drittel des gesamten Energieverbrauchs aus.
Die meiste Haushaltsenergie ging für das Heizen drauf. Das Heizen macht gut zwei Drittel des gesamten Energieverbrauchs aus.

Musterknabe beim Klimaschutz sieht anders: Statt den Energieverbrauch zu senken, haben Deutschlands Privathaushalte im vergangenen Jahr mehr Haushaltsenergie verbraucht. Das ergab jetzt eine Auswertung des Statistischen Bundesamtes, derzufolge der Verbrauch an Haushaltsenergie in Deutschland 2013 gegenüber dem Vorjahr um 3,9 Prozent gestiegen ist. Einen Anstieg des privaten Energieverbrauchs gab es zuletzt im Jahr 2005. Seitdem war der Haushaltsenergie-Verbrauch in Deutschland sieben Jahre in Folge zurückgegangen.

Heizung verschlingt am meisten Energie

Vor allem fürs Heizen verbrauchten die Deutschen deutlich mehr Energie. So erhöhte sich der Verbrauch an Heizenergie im Jahresvergleich um 4,6 Prozent. Hier wurde auch zugleich mit einem Gesamtverbrauch von 476 Milliarden Kilowattstunden (kWh) und einem Anteil am gesamten Energieverbrauch von 70,2 Prozent mit Abstand die meiste Energie verbraucht. Auch für Warmwasser wurde deutlich mehr Energie gebraucht. Hier überstieg der Energieverbrauch das Vorjahresniveau um 3,9 Prozent (2013: 87 Mrd. kWH). Die Alltagsarbeiten wie Kochen, Waschen, Trocknen und Bügeln verschlangen ebenfalls mehr Energie. Hier erhöhte sich der Energieverbrauch im Jahresvergleich um 1,3 Prozent (2013: 42 Mrd. KwH). Gleiches galt für Haushaltsgeräte, Internet & Co. (+ 1,1 %; 59 Mrd. kWh). Für die Beleuchtung ging trotz Energiesparlampen ebenfalls mehr Energie drauf (+ 1,0 %; 13 Mrd. kWh).

Verglichen mit dem Jahr 2005 hat allerdings der Energieverbrauch fürs Heizen seitdem deutlich abgenommen: Damals wurden noch rund 501 Milliarden kWh an Heizenergie verbraucht - 6,1 Prozent mehr als im Jahr 2013. Und das trotzdem die Zahl an Haushalten und die Wohnfläche seitdem deutlich zugenommen hat (+ 5,2 %). Dem Statistikamt zufolge wurden diese zwei Faktoren allerdings durch eine erhebliche Reduktion des Heizenergie-Verbrauchs je Quadratmeter (- 10,6 %) mehr als ausgeglichen.

Erheblich höherer Erdgas-Verbrauch


Wichtigster Energieträger war auch im Jahr 2013 Erdgas. Mit einem Volumen von insgesamt rund 283 Milliarden kWh entfielen auf diese Energie-Ressource knapp 42 Prozent des Gesamtverbrauchs an Haushaltsenergie in Deutschland. Das ist ein Zuwachs gegenüber dem Vorjahr um 8,6 Prozent. Zweitwichtigster Energieträger war Strom mit einem Anteil von 20,3 Prozent (2013: 138 Mrd. kWh; + 0,6 %), gefolgt von Mineralöl mit einem Verbrauchsanteil von 18,1 Prozent.

Weiter auf dem Vormarsch waren zudem mit einem deutlichen Zuwachs gegenüber dem Vorjahr um 1,8 Prozent auf ein Verbrauchsvolumen von 79 Milliarden kWh die erneuerbaren Energien, also Sonne, Wasser, Wind und Biomasse. Acht Jahre zuvor waren es erst 53 Milliarden kWh gewesen. Das ist ein Plus von 49,2 Prozent. Zum Vergleich: Der Verbrauch an Mineralöl hat sich dem Jahr 2005 um 29,8 Prozent verringert.

Kohle wurde dagegen 2013 weniger verbraucht. Hier verringerte sich der Verbrauch im Jahresvergleich mit einem Verbrauchsvolumen von nur mehr acht Milliarden kWh im Jahresvergleich um 2,6 Prozent (seit 2005: - 4,9 %). Fernwärme wurde mit einem Volumen von  47 Mrd. kWh genauso viel verbraucht im Jahr davor. Hier zeigt sich allerdings gegenüber 2012 mit einem Anstieg des Verbrauchs um 12,1 Prozent ein deutlicher Bedeutungszuwachs.

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