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Energieeffizienz im Hotel – viel beachtet und zu wenig realisiert

(PM) Berlin, 04.05.2014 - Der Hotelier sieht sich in einer unerfreulichen Schere: einerseits hat er einen zuverlässigen und ökonomischen Betrieb seines Hotels sicherzustellen, andererseits den steigenden Anforderungen seiner Gäste an Komfort und inzwischen auch Nachhaltigkeit zu entsprechen. Zudem haben Hotels gegenüber anderen Funktionsgebäuden besonders hohe Energieverbräuche. Folglich wird Energie längst als ein Top-Thema für die Kostenentwicklung und Wettbewerbsfähigkeit in der Hotellerie betrachtet.

Doch wie wichtig ist das Thema Energie für die rund 15.000 Hotels in Deutschland wirklich und was kann Energieeffizienz im Bestand und Neubau bewirken? Diesen Fragen geht ein unlängst in der Deutschen Bauzeitschrift DBZ veröffentlichter Fachartikel kritisch nach. Das u.a. auf Hotels spezialisierte Energie-Consulting-Unternehmen EMCplan zieht darin ein Zwischenresümee aus zahlreichen Projekten und mehrjähriger Befassung mit der Hotelbranche.

Bei Einsparpotentialen von bis zu 40 % durch intelligenten Energieeinsatz liegt die Annahme nahe, dass Energie keinen Hotelmanager kalt lässt. Das wird durch Umfragen auch bestätigt, doch folgt hieraus keineswegs ein ebenso klares Handeln für mehr Energieeffizienz. Den wenigen Leuchtturmprojekten und ambitionierten Nachhaltigkeitsprogrammen stehen Häuser mit hochgradig betagter Gebäudetechnik gegenüber. Dazwischen rangieren jene Betriebe, die bei Ersatzinvestitionen zwar moderne Technologie einsetzen, doch bei solchen Einzellösungen stehen blieben. Zudem sind in den meisten Hotels die Energiebedarfe und -verbrauchssituationen unbekannt – das Hotel ist eine energetische Blackbox.

Die Gründe hierfür sind vielfältig: mangelnde Liquidität, Investitionskonkurrenzen, Forderungen nach unrealistisch kurzen Amortisationszeiten, zu wenig eigenes Know-how gepaart mit zu hohen Transaktionskosten oder auch schlicht der sich beharrlich haltende Irrtum, Energiekosten hätten einen kaum beeinflussbaren und zudem geringen Einfluss auf das Geschäftsergebnis. Fatal ist, dass selbst geringinvestive Verbesserungsmöglichkeiten der Energiesituation mit schnellem Payback bei dieser Konstellation oft auf der Strecke bleiben. Energie ist in der Hotellerie damit ein längst nicht ausgereizter Stellhebel zur Kostenreduzierung.

Standardlösungen für Energieeffizienz im Hotel gibt es leider nicht. Ein Businesshotel in der Stadt und ein Ferienhotel mit Wellnessoase in den Bergen sind in ihren Anforderungen und benötigten Technologien einfach zu verschieden. Möglichst frühzeitig, am besten schon in der Planungsphase des Neubaus, sollte über eine konsequente Realisierung effizienter Energiekonzepte nachgedacht werden. Ist das Hotel erst einmal im Betrieb, kommen energietechnische Modernisierungen meist auf viele Jahre nicht in Betracht. Doch in jedem Fall ist die professionelle Fachplanung eines ganzheitlichen Energieversorgungskonzeptes die Grundlage für eine optimale Verbindung von Techniknutzen, Investitions-, Betriebskosten und schließlich Ökologie über den gesamten Lebenszyklus von Hotel und Technik.

Den vollständigen Artikel finden Interessierte hier: emc-plan.de/images/pdf/EMC-plan-Energieeffizienz-im-Hotel-DBZ-Spezial-10-13.pdf
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