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News, 29.06.2015
Auswertung von Energieausweisen
Energieeffizienz der meisten Immobilien im „roten Bereich“
Eine Auswertung von Energiebedarfsausweisen zeigt Ernüchterndes: Bei rund zwei Drittel aller Wohnimmobilien in Deutschland liegt der Energiebedarf im roten Bereich.
In Sachen Energieeffizienz von Wohngebäuden gibt es in Deutschland noch viel zu tun  (Grafik: TNS Infratest).
In Sachen Energieeffizienz von Wohngebäuden gibt es in Deutschland noch viel zu tun (Grafik: TNS Infratest).

Bei den meisten Wohngebäuden in Deutschland kann von Energieeffizienz keine Rede sein. Das zeigt jetzt eine Untersuchung von TNS Infratest, in der das Marktforschungsunternehmen in Kooperation mit Energieausweis48 insgesamt mehr als 10.000  zwischen dem 1. Mai 2014 und dem 30. April 2015 erstellte Energieausweise ausgewertet hat. Am 1. Mai 2014 trat die neue Energieeinsparverordnung (EnEV) in Kraft, die Immobilienbesitzer dazu verpflichtet, in einem sogenannten Energiebedarfsausweis die Energieeffizienz ihrer Immobilie auszuweisen. Das Ergebnis der TNS-Auswertung: In der von  A+ und A (geringer Energiebedarf; hohe Energieeffizienz) alphabetisch bis H (höchster Energiebedarf) in neun Effizienzklassen aufgeteilten und stufenweise von grün über gelb und orange bis rot eingefärbten Skala liegen 80 Prozent der Immobilien im roten (oder rötlichen) Bereich.

Energieeffizienzklassen A+ bis C praktisch nicht vertreten

Wie die TNS-Auswertung ergab, fallen knapp zwei Drittel aller Immobilien energetisch praktisch durch: 41 Prozent der Energiebedarfsausweise weisen Energieeffizienzklasse H aus, bei weiteren 22 Prozent ist es die Energieeffizienzklasse G. Hinzu kommen 17 Prozent mit der in der Skala in orangerot ausgewiesenen drittschlechtesten Energieeffizienzklasse F und weitere zwölf Prozent mit Energieeffizienzklasse E. Gerade einmal acht Prozent der Immobilien weisen zumindest passable Energieeffizienzwerte aus, das Gros davon rangiert in Energieeffizienzklasse D (7 %), ein weiteres Prozent in Klasse C. Immobilien mit einer Energieeffizienz der Klassen B und A sowie A+ sind dagegen aktuell in Deutschland TNS zufolge nur in Einzelfällen auszumachen und prozentual nicht abbildbar.

TNS zufolge wurden seit Inkrafttreten der neuen EnEV am 1. Mai 2014 in Deutschland insgesamt rund 500.000 Energieausweise ausgestellt. Hierbei wurden erstmals die für deren Erstellung erforderlichen wichtigsten Gebäudedaten vom Deutschen Institut für Bautechnik elektronisch gespeichert. „Das Ergebnis dieser aktuellen und umfassenden Analyse liefert ein erstes Abbild des Ist-Zustandes der energetischen Qualität des Wohngebäudebestands in Deutschland bezogen auf den rechnerisch nach den gesetzlichen Vorgaben ermittelten Endenergiebedarf“, so TNS.

„Die EnEV 2014 richtet sich zwar an Immobilieneigentümer, in der Praxis jedoch bleibt die Hauptlast häufig bei Maklern: Nicht nur das rechtzeitige Vorliegen der Energieausweise sondern auch die Erläuterung der häufig schlechten Einstufung, stellt Makler vor neue Herausforderungen. Eigentümer benötigen noch viel Aufklärung und Erläuterung rund um die neue Verordnung“, so Christian Nauroth, Marketing & Relationship Manager bei Energieausweis48.

cs/TNS/Energieausweis48

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