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News, 10.12.2013
Elterngeld-Statistik
Immer mehr Väter nehmen Elternzeit
Der Trend bei Vätern, für den Nachwuchs beruflich eine Auszeit und hierfür Elterngeld in Anspruch zu nehmen, verstärkt sich. Die Dauer der Elternzeit, die Väter nehmen, nimmt jedoch ab.
Immer Väter in Deutschland wollen über der Inanspruchnahme von Elternzeit zumindest ein paar Monate ganz für ihren Nachwuchs da sein.
Immer Väter in Deutschland wollen über der Inanspruchnahme von Elternzeit zumindest ein paar Monate ganz für ihren Nachwuchs da sein.

Das Elterngeld erfährt bei Vätern immer größere Beliebtheit. So nahm nach Meldung des Statistischen Bundesamtes im zweiten Quartal 2012 in Deutschland fast ein Drittel aller Männer die Möglichkeit der staatlich unterstützten Elternzeit wahr. Danach bezogen in diesem Zeitraum Väter von rund 48.000 der zwischen April und Juni insgesamt rund 165.000 geborenen Kindern in Deutschland Elterngeld. Das entspricht einer Väterbeteiligung von 29,3 Prozent und waren knapp sechs Prozentpunkte mehr als im zweiten Quartal 2009: Drei Jahr zuvor waren es nur 23,4 Prozent gewesen, die Elterngeld in Anspruch nahmen.

Am häufigsten bezogen Väter in Sachsen und Bayern  Elterngeld. Hier nahmen im zweiten Quartal vergangenen Jahres 37,9 Prozent bzw. 37,5 Prozent der Väter für ihren Nachwuchs beruflich eine Auszeit. Das waren 7,2 beziehungsweise 7,4 Prozentpunkte mehr als im entsprechenden Vergleichszeitraum 2009. Den größten Popularitätssprung machte das Elterngeld jedoch in Baden-Württemberg. Hier schnellte der Anteil der männlichen Elterngeld-Bezieher binnen von drei Jahren sogar um 8,6 Prozentpunkte nach oben, und zwar von 23,9 auf 32,5 Prozent. Schlusslichter bei der Väterbeteiligung waren im zweiten Vierteljahr 2012 das Saarland mit 18,2 %, gefolgt von Nordrhein-Westfalen mit 22,0 % sowie Sachsen-Anhalt (22,6 %) und Bremen (22,7 %).

Trend zu kürzerer Elternzeit

Anders als bei der Väterbeteiligung zeigt sich bei der durchschnittlichen Bezugsdauer des Elterngeldes eine rückläufige Entwicklung. Während im zweiten Vierteljahr 2009 die Dauer des Bezugs von Elterngeld bei männlichen Beziehern noch durchschnittlich 3,5 Monate betragen hatte, waren es drei Jahre später im Schnitt drei Monate weniger (Q2/2012: 3,2 Monate). Zugleich erhöhte sich der Anteil männlicher Elterngeld-Bezieher, die lediglich die Mindestbezugsdauer von zwei Monaten in Anspruch nahmen, von 75,0 auf 78,3 Prozent. Bei den Müttern blieb die Bezugsdauer von Elterngeld mit durchschnittlich 11,7 Monaten dagegen im 3-Jahresvergleich konstant.

Die vier Flächenländer mit der aktuell höchsten Väterbeteiligung (Sachsen, Bayern, Thüringen und Baden-Württemberg) weisen mit 2,8 beziehungsweise 2,9 Monaten gleichzeitig die im Schnitt kürzesten durchschnittlichen Bezugsdauern bei Vätern auf. Während die durchschnittliche Bezugsdauer von Müttern konstant bei 11,7 Monaten lag, hat die ohnehin deutlich kürzere Elterngeld-Bezugsdauer von Vätern im Vergleichszeitraum leicht abgenommen. Für im zweiten Vierteljahr 2009 geborene Kinder lag sie noch bei durchschnittlich 3,5 Monaten, drei Jahre später nur noch bei 3,2 Monaten.

In den Stadtstaaten Bremen (4,7 Monate) und Berlin (3,9 Monate) war die durchschnittliche Bezugsdauer nicht nur am höchsten, gleichzeitig sind dies auch die einzigen Länder, in denen sich die Bezugsdauer von Vätern in den letzten drei Jahren erhöht hat. Nordrhein-Westfalen, das bei der Väterbeteiligung den vorletzten Platz unter den Bundesländern belegt, steht bei der durchschnittlichen Elterngeld-Bezugsdauer von Vätern mit 3,8 Monaten bundesweit auf dem dritten Platz.

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