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News, 13.10.2014
Schwächere Inlandsnachfrage
Elektroindustrie verzeichnet Rückgang der Bestellungen
Die deutsche Elektronindustrie hat im August deutlich weniger Bestellungen erhalten als im Vorjahresmonat. Vor allem im Inland zeigten sich beim Auftragseingang kräftige Bremsspuren.
Im Juli hat sich das Geschäftsklima in der Elektronikindustrie auf den schlechtesten Wert seit eineinhalb Jahren verschlechtert. (Quelle Grafik: ZVEI / ifo Institut)
Im Juli hat sich das Geschäftsklima in der Elektronikindustrie auf den schlechtesten Wert seit eineinhalb Jahren verschlechtert. (Quelle Grafik: ZVEI / ifo Institut)
Wie der Zentralverband Elektrotechnik- und Elektroindustrie (ZVEI) in Frankfurt mitteilte, verzeichnete die deutsche Elektrobranche im August 3,6 Prozent weniger Orders als im Vorjahresmonat. Grund für das deutliche Minus beim Auftragseingang war eine im Vergleich zum Vorjahresmonat erheblich schwächere Nachfrage aus dem Inland. Hier fielen die Bestellungen um 7,9 Prozent geringer aus als im August 2013. Bei den Auslandsorders stand zwar insgesamt ein leichtes Plus von 0,7 Prozent, das allerdings allein einem Orderzuwachs in den sogenannten Drittländern geschuldet war (+ 2,3 %), während aus den Euroländern deutlich weniger Bestellungen kamen (- 2,3 %).

„Alles in allem verläuft die Entwicklung der Auftragseingänge derzeit schwach“, konstatierte Dr. Andreas Gontermann, Chefvolkswirt des ZVEI. Das trübt auch die Gesamtbilanz des Jahres, in der von Januar bis August beim Auftragseingang nur noch ein bescheidenes Auftragsplus von 0,3 Prozent steht. Eine stockende Geschäftsentwicklung zeigt sich hier vor allem im Inland, wo die Orders gegenüber Januar bis August 2013 insgesamt stagnieren, während die Bilanz im Ausland nach wie vor ein moderates Plus von  0,7 Prozent ausweist (Euroländer: + 0,6 %; Drittstaaten: + 0,9 %).

Die schwächere Bestelldynamik schlägt auch auf die Produktion durch. Sie fiel im August um 1,4 Prozent geringer als im Vorjahresmonat aus. Das war der zweite Monat in Folge, in dem die deutsche Elektroindustrie ihre Produktion im Jahresvergleich zurückfuhr. Den Zeitraum Januar bis August betrachtet übersteigt der Ausstoß allerdings das Vorjahresniveau noch immer deutlich um 1,7 Prozent.

„Vor allem die geopolitischen Spannungen sowie die nur schleppend vorankommende Erholung im Euroraum wirken sich allerdings zunehmend belastend aus“, so Gontermann. „Sie erhöhen die Unsicherheit und drücken das Investitionsklima.“ Entsprechend haben die Elektrounternehmen ihre Produktionspläne im September dieses Jahres per Saldo weiter gesenkt. Immerhin wollen mehr als vier von fünf Branchenfirmen ihre inländische Erzeugung in den nächsten drei Monaten ausweiten oder beibehalten.

Elektroindustrie beim Umsatz nach wie vor im Plus


Der Umsatz der Elektroindustrie belief sich im August auf 13,1 Milliarden Euro. Das waren 0,8 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. Dabei standen Umsatzverlusten im Inland von 3,7 Prozent auf 6,5 Milliarden Euro Mehrerlöse im Ausland gegenüber, wo die Umsätze mit 6,6 Milliarden Euro den Vorjahresstand um 2,2 Prozent überstiegen. Umsatzzugewinne gab es hier sowohl im Euroraum (plus 1,9 % auf 2,3 Mrd. Euro) als auch in Drittstaaten (plus 2,4 % auf 4,3 Mrd. Euro).

Im Zeitraum Januar bis August kommt die Elektroindustrie auf 110,9 Milliarden Euro Umsatz (Inland: 55,7 Mrd. Euro; Ausland: 55,2 Mrd. Euro). Das ist ein Plus von 2,1 Prozent, wobei Auslandsumsatz mit einem Zuwachs um 3,4 Prozent fast viermal stärker anzog als der Inlandsumsatz (+ 0,9 %). Motor im Auslandsgeschäft waren insbesondere die Drittstaaten, die Produkte im Gesamtwert von rund 35,1 Milliarden Euro orderten – 4,3 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. In den Euroländern nahm die Branche 20,1 Milliarden Euro ein. Das ist ein Umsatzplus von 1,9 Prozent.

„Das Geschäftsklima in der Elektroindustrie hat im September nochmals deutlich nachgegeben“, so der Verband. „Es ist auf den niedrigsten Wert seit April 2013 gesunken, befindet sich aber immer noch leicht im positiven Bereich.“
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