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News, 02.08.2011
Einzelhandelsumsatz
Umsatz im Einzelhandel zieht wieder an
Der deutsche Einzelhandel hat im Juni unerwartet stark beim Umsatz zugelegt. Auf Jahressicht verlor der Einzelhandelsumsatz allerdings an Fahrt.
Trotz des Aufschwungs gegenüber Mai stand binnen Jahresfrist real ein Umsatzminus, allen voran der Einzelhandel mit Textilien, Schuhen und Bekleidung.
Trotz des Aufschwungs gegenüber Mai stand binnen Jahresfrist real ein Umsatzminus, allen voran der Einzelhandel mit Textilien, Schuhen und Bekleidung.
Wie das Statistisches Bundesamt (Destatis) auf Basis vorläufiger Ergebnisse mitteilte, stieg der Einzelhandelsumsatz im Juni gegenüber Mai saison- und kalenderbereinigt nominal um 6,1 Prozent. Real erhöhte sich der Umsatz binnen Monatsfrist sogar um 6,3 Prozent. Ökonomen hatten nach dem deutlichen Umsatzrückgang im Mai (real: -2,5%) lediglich mit einem realen Umsatzplus von 1,7 Prozent gerechnet. Im Vergleich zum Vorjahresmonat verbuchte der Einzelhandel im Juni dagegen preisbereinigt einen Umsatzrückgang um 1,0 Prozent (nominal: +0,5%). „Der Juni 2011 hatte mit 24 Verkaufstagen zwei Verkaufstage weniger als der Juni 2010“, relativierte das Statistikamt. Im April und Mai war der Einzelhandelsumsatz noch real 4,1 bzw. 3,1 Prozent über dem Vorjahresniveau gelegen.

Am stärksten büßte im Juni binnen Jahresfrist der sogenannte Non-Food-Einzelhandel ein, wo die Umsätze durchschnittlich nominal um 1,3 Prozent und real um 1,7 Prozent geringer ausfielen als im Vorjahresmonat. Das größte Umsatzminus verzeichnete der Einzelhandel mit Textilien, Bekleidung, Schuhe und Lederwaren (nominal: -2,9; real: -4,1%). Weitere Umsatzverlierer im Vergleich zum Vorjahresmonat waren der Einzelhandel mit Einrichtungsgegenständen, Haushaltsgeräten und Baubedarf (nominal: -3,4; real: -3,4%), der sonstige Einzelhandel mit Waren wie unter anderem Kauf- und Warenhäuser (nominal: -1,1%; real: -2,0%) sowie das Einzelhandelssegment kosmetische, pharmazeutische und medizinische Produkte (nominal: -0,8%; real: -0,3%).  Umsatzzugewinne konnten im Juni einzig der sonstige Einzelhandel – z.B. Bücher, Schmuck etc. – (nominal: +1,7%; real: +2,7%) sowie der Versand- und Internethandel (nominal: +1,6%; real: +0,9%) verbuchen.

Im Einzelhandel mit Lebensmitteln, Getränken und Tabakwaren lag der Umsatz dagegen im Juni nominal 2,3 Prozent über dem Vorjahresniveau. Real stand allerdings auch hier auf Jahressicht ein leichtes Umsatzminus (-0,1%). Grund hierfür war ein realer Umsatzrückgang im Facheinzelhandel mit Lebensmitteln, der im Juni preisbereinigt 1,1 Prozent weniger umsetzte als im Jahr zuvor (nominal: +1,3%). Bei den Discountern, Super- und Verbrauchermärkten blieb der Umsatz hingegen binnen Jahresfrist real konstant (nominal: +2,3%).

Im Zeitraum Januar bis Juni erhöhte sich der Einzelhandelsumsatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum dem Statistikamt zufolge nominal um 2,9 Prozent und real um 1,3 Prozent.
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